Gold: Nina Mittelham und Benedikt Duda sind Mixed-Europameister

Was für ein Krimi, was für ein Triumph! Nina Mittelham und Benedikt Duda sind Europameister im Mixed-Doppel. In einem dramatischen Finale hat sich das deutsche Duo gegen die Franzosen Alexis Lebrun und Charlotte Lutz mit 3:2 durchgesetzt und krönte damit ein beeindruckendes Turnier mit dem Titel.

Nina Mittelham und Benedikt Duda sind Mixed-Europameister. Das deutsche Duo krönte ein sensationelles Turnier bei den Europameisterschaften in Slowenien nun mit dem verdienten Titel. Das Finale gegen die Franzosen Alexis Lebrun und Charlotte Lutz war ein Spiel voller Spannung, packender Ballwechsel und einem emotionalen Ende für die Deutschen.
Vier Matchbälle abgewehrt: Duda und Mittelham triumphieren nach Fünf-Satz-Krimi
Das deutsche Duo erwischte zunächst den besseren Start in das Finale. Mit 11:7 gingen Mittelham und Duda nach dem ersten Satz in Führung, mussten aber prompt den Ausgleich hinnehmen. Mit einem knappen 13:11 schafften es die Deutschen jedoch erneut, sich eine Führung zu erspielen - die Franzosen gaben sich aber nicht geschlagen, meldeten sich mit einem deutlichen 11:6 im vierten Durchgang zurück und erzwangen damit den Entscheidungssatz.
Dort entwickelte sich ein echter Nervenkrimi. Bis zum 6:6 konnte sich keines der beiden Duos entscheidend absetzen, ehe die Franzosen erstmals mit zwei Punkten davonzogen. Mittelham und Duda kämpften sich zurück und hatten beim 10:9 und 11:10 direkt zweimal die Chance, den Titel zu sichern. Doch Lebrun und Lutz ließen nicht locker, wehrten beide Matchbälle ab und erspielten sich dann immer wieder eigene Gelegenheiten zum Titelgewinn. Mit 11:12, 12:13, 13:14 und 14:15 mussten die Deutschen vier Matchbälle abwehren, immer wieder stand die Partie auf Messers Schneide.
Doch Mittelham und Duda ließen sich nicht aus der Ruhe bringen, kämpften um jeden Ball und behielten in der entscheidenden Phase die Nerven. Beim 16:15 gelang dem deutschen Duo ihr insgesamt dritter Matchball und dieses Mal gelang es: Mit 17:15 machten Nina Mittelham und Benedikt Duda den Sieg perfekt und krönten sich nach einem beeindruckenden Turnier mit dem Europameister-Titel.
„Es war ein hochklassiges Finale. Hochklassige Ballwechsel dabei im fünften Satz. Das hätte echt in alle Richtungen gehen können. Es war am Ende ein mentaler Kampf“, so Duda nach dem dramatischen Finale. „Nina und ich haben super gekämpft, Matchbälle abgewehrt. Ich bin super happy. Ein Europameister-Titel ist ein geiles Gefühl!“ Auch Nina Mittelham stimmte den Worten ihres Mixed-Partners zu: „Es war ein hart umkämpftes Spiel, das eigentlich keinen Verlierer verdient hat. Wir waren auf einem ähnlichen Niveau. Ich bin sehr, sehr glücklich. Vor dem Turnier haben wir nicht unbedingt damit gerechnet. Es ist einfach toll.“

Der Weg zum Titel
Bereits im Achtelfinale sorgten die frisch gebackenen Europameister für Aufsehen, als sie sich gegen die Titelfavoriten und Europameister von 2024, die Spanier Alvaro Robles und Maria Xiao, mit 3:0 durchsetzten. Nachdem auch das Viertelfinale gegen die moldawische Paarung ohne Satzverlust gewonnen ging, schalteten die Deutschen auch die Weltranglistenzwölften Eduard Ionescu und Bernadette Szocs aus Rumänien im Halbfinale mit einem klaren 3:0 aus.
Für das Finale mussten die beiden Deutschen nach einer bereits langen Turnierwoche noch einmal sämtliche Energie aufbringen: „Für mich war es das elfte Spiel bei der EM, für Nina das zwölfte. Dass man dann ein bisschen müde ist, ist klar. Wir haben uns trotzdem super durchgebissen", so der zweifache Team-Europameister Duda.
Mit dem heutigen Titel erspielte sich Nina Mittelham bereits ihr zweites Mixed-Gold. 2021 hatte sie in Warschau bereits mit Dang Qiu ganz oben auf dem Podest gestanden. Für Benedikt Duda ist es die erste Goldmedaille bei einem Individualwettbewerb.
Die Spiele im Mixed-Wettbewerb (ab Halbfinale):
Halbfinale:
Nina Mittelham/Benedikt Duda GER - Eduard Ionescu/Bernadette Szocs ROU 3:0 (8,4,12)
Kristian Karlsson/Christina Källberg SWE - Alexis Lebrun/Charlotte Lutz FRA 2:3 (6,-9,9,-11,-9)
Finale:
Nina Mittelham/Benedikt Duda GER - Alexis Lebrun/Charlotte Lutz FRA 3:2 (7,-7,11,-6,15)

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