Franziska besiegt Wang, doch Deutschland verliert
Deutschland hat beim Mixed Team World Cup in Chengdu eine starke Leistung gegen China abgeliefert, kam trotz Patrick Franziskas Sieg gegen Wang Chuqin aber nicht über ein 4:8 hinaus.

Der haushohe Titelfavorit China dreht beim Mixed Team World Cup bislang einsam seine Runden. Viermal gewann der World-Cup-Gewinner der Jahre 2023 und 2024 seine Matches ohne Satzverlust, den bislang knappsten Sieg verbuchten die Chinesen mit einem dennoch sehr deutlichen 8:2 gegen Frankreich. Diesen Rekord konnte Deutschland nun brechen, auch wenn auch dem DTTB-Team kein Sieg gegen China gelang. Mit 8:4 brachte man die Gastgeber aber zumindest etwas in Bedrängnis.
Franziska gewinnt erstmals gegen Wang
Schon im Mixed, das diesmal Benedikt Duda und Sabine Winter übernahmen, hielt Deutschland stark dagegen. Kuai Man und Lin Shidong gewannen den ersten Satz zwar deutlich, im zweiten führten Winter/Duda dann mit 7:0, erspielten sich insgesamt vier Satzbälle, wurden aber in der Verlängerung noch überholt. Im dritten Durchgang belohnten sie sich für ihre Leistung dann aber zumindest noch mit einem gewonnenen Satz. Nina Mittelham stand im sich anschließenden Damen-Einzel gegen Sun Yingsha derweil auf verlorenem Posten. Die beste Tischtennisspielerin der Welt ließ der Deutschen keine Chance und schraubte den Spielstand auf 5:1 für China nach oben.
Wang Chuqin hätte also bereits den Sack zumachen können, hatte die Rechnung aber ohne Patrick Franziska gemacht, der schon des Öfteren bewiesen hat, dass er keine Angst vor Topchinesen hat. Doch auch wenn der Saarbrücker TTBL-Spieler schon Stars wie Ma Long, Fan Zhendong oder Xu Xin besiegen konnte, hatte er gegen Wang Chuqin bislang noch kein Rezept gefunden. In Chengdu war nun seine große Stunde gekommen: Nach einem hart umkämpften ersten Satz, den Franziska noch in der Verlängerung auf seine Seite holte, gewann er den zweiten sogar mit 11:3. Die Höchststrafe wusste Wang dann noch zu verhindern und sicherte seinem Team zumindest den letzten Satz. Doch Deutschland war auf 3:6 herangerückt, die Chinesen waren gewarnt.
Deutschland weiter auf Halbfinalkurs
Benedikt Duda und Dang Qiu nahmen den Schwung aus dem Einzel ihres Kollegen sogleich ins Doppel mit. Mit 11:6 gewannen sie den ersten Satz gegen Liang Jingkun und Wang Chuqin und brachten Deutschland damit auf 4:6 heran. Die Antwort folgte jedoch auf dem Fuße: Wang/Liang setzten ein 11:2 dagegen und hatten den Gesamtsieg nun auf dem Schläger. Im umkämpften dritten Durchgang wehrte das deutsche Duo den ersten Matchball bei 10:9 noch ab, schaffte es aber in der Verlängerung nicht, sich selbst einen zu erspielen. Stattdessen machten die Chinesen den Sack zu und holten sich ihren bislang knappsten Sieg. Deutschland ist weiterhin auf Halbfinalkurs, Konkurrent Hongkong fuhr einen 8:7-Triumph gegen Frankreich ein.
Die Spiele der zweiten Turnierphase:
Deutschland - China 4:8
Benedikt Duda/Sabine Winter - Kuai Man/Lin Shidong 1:2 (-6,-11,9)
Nina Mittelham - Sun Yingsha 0:3 (-7,-3,-7)
Patrick Franziska - Wang Chuqin 2:1 (10,3,-7)
Benedikt Duda/Dang Qiu - Liang Jingkun/Wang Chuqin 1:2 (6,-2,-10)
Hongkong - Frankreich 8:7
Chan Baldwin/Zhu Chengzhu - Felix Lebrun/Prithika Pavade 2:1 (15,-9,7)
Doo Hoi Kem - Charlotte Lutz 1:2 (-9,-5,3)
Wong Chun Ting - Simon Gauzy 1:2 (-9,9,-5)
Chan Baldwin/Wong Chun Ting - Alexis Lebrun/Simon Gauzy 2:1 (-12,10,8)
Zhu Chengzhu/Doo Hoi Kem - Jia Nan Yuan/Prithika Pavade 2:1 (5,-9,2)
Deutschland - Südkorea, Samstag 5 Uhr (Tisch 2)
Deutschland - Hongkong, Samstag 12 Uhr (Tisch 1)
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