Finale! Deutsche Damen sind nicht aufzuhalten

    Die deutschen Damen sind nur noch einen Sieg von ihrem Ziel entfernt, den Europameistertitel zu verteidigen. Im Halbfinale der Team-EM in Zadar fuhren sie erneut einen 3:0-Sieg gegen Portugal ein.

    Die deutschen Damen dürfen sich über den Finaleinzug freuen (©ETTU)

    Deutschlands Damen marschieren mit einer Dominanz durch die Team-Europameisterschaft in Zadar, die ihresgleichen sucht. Selbst im Halbfinale des Wettbewerbs schafften es ihre Gegnerinnen nicht, ihnen zumindest ein Einzel abzuluchsen. So fügten die Titelverteidigerinnen ihrer 3:0-Serie, die schon seit Beginn der Team-EM 2023 in Malmö andauert, einen weiteren blitzsauberen Sieg hinzu und spielen am Sonntag um Gold. „Uns war bewusst, dass Jieni Shao und Yu Fu echt gefährlich werden können, zumal sie gestern gezeigt haben, dass sie auch bei Rückstand ruhig bleiben und die wichtigen Spiele gewinnen können“, beschrieb Annett Kaufmann, dass sie einen weiteren Durchmarsch nicht unbedingt erwartet hatten.

    Winter holt wichtigen ersten Punkt

    Sabine Winter und der portugiesische Dauerbrenner Fu Yu machten den Anfang. Die beiden waren sich in der Bundesliga schon begegnet - schließlich war die 46-Jährige in der Vergangenheit schon in Diensten des SV DJK Kolbermoor und ttc berlin eastside gewesen. Ihr Match in Zadar schwappte förmlich hin und her - die Portugiesin ging voran, Winter ließ sich nicht abschütteln. Den Schlussstrich im fünften Satz zog dann aber die Deutsche, die mit 11:2 noch ein Ausrufezeichen hinter ihren Sieg setzte. „Ich hatte Probleme mit ihren Aufschlägen und war mit meinen Rückschlägen nicht ganz zufrieden, aber dafür habe ich heute deutlich variabler gespielt“, erklärte Winter. „Eine 1:0-Führung ist immer gut in einem Teamwettbewerb, aber ich bin fest davon überzeugt, dass wir das Spiel auch dann für uns entschieden hätten, wenn ich mein erstes Einzel verloren hätte.“

    Annett Kaufmann ging im Anschluss gegen die - wie sie selbst - in Zadar bislang noch ungeschlagene beste Portugiesin Jieni Shao an den Tisch, mit der sie sich erst im August beim Europe Smash in Schweden duelliert hatte. Damals wie heute stand am Ende ein Sieg für die Deutsche auf der Anzeigetafel. Kaufmann hatte das Ruder von Beginn an in der Hand, überließ den dritten Satz zwar Shao, machte dann aber umso souveräner den Sack zu. „Ich spiele nicht so oft gegen Links, es ist ein bisschen so, als würde ich gegen mich selbst spielen“, erzählte die Deutsche. „Aber ich war froh, dass ich gegen Shao spielen durfte, weil ich halt vor kurzem erst gegen sie gespielt und schon eine gute Taktik hatte.“

    „Auf beide vorbereitet“

    Portugals Nummer drei Matilde Pinto erwischte einen guten Start gegen Nina Mittelham und holte zwei Satzbälle auf ihre Seite. Diese konnte die Deutsche zwar abwehren, der Durchgang ging jedoch einen Satzball später trotzdem auf Pintos Seite. Es sollte der letzte bleiben, auch wenn die Portugiesin weiterhin gut mithielt. Mittelham erfüllte ihre Favoritenrolle in der Folge souverän und gewann die nächsten drei Sätze. Im Finale wird entweder Erzrivale Rumänien warten oder die wiedererstarkten Niederländerinnen, die auf die nach fünfjähriger Pause zurückgekehrte Jie Li setzen können. Rumänien wiederum hat in den letzten 15 Jahren nur einmal nicht im EM-Finale gestanden, fünfmal kletterten die Rumäninnen in der EM-Geschichte bereits auf die oberste Treppchenstufe. „Die beiden Teams sind sehr unterschiedlich“, findet Winter. „Aber egal, wer da morgen steht, wir sind auf beide vorbereitet.“


    Die Partien im Überblick

    Halbfinale

    Deutschland - Portugal 3:0
    Sabine Winter - Fu Yu 3:2 (-8,4,-8,4,2)
    Annett Kaufmann - Jieni Shao 3:1 (8,9,-8,4)
    Nina Mittelham - Matilde Pinto 3:1 (-10,6,9,8)

    Rumänien - Niederlande, Samstag 16 Uhr

    Finale

    Deutschland - Rumänien, Sonntag 13 Uhr

    Alle Spiele werden live und kostenlos auf ETTU.tv übertragen.
    Alle Ergebnisse findet ihr hier.

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