EM: DTTB-Herren sind ungefährdet Gruppensieger

    Deutschlands Herrenmannschaft hat sich bei der Team-EM in Zadar vorzeitig zum Gruppensieger gekürt. Durch den Vorrundentriumph gegen Serbien haben die DTTB-Herren auch den WM-Startplatz sicher.

    Patrick Franziska hatte gegen Uros Ninkovic mehr Mühe als gedacht (©ETTU)

    Das erste Zwischenziel ist erreicht: Deutschlands Herrenteam hat die Gruppe C gewonnen, ist damit ins Achtelfinale der Team-EM in Zadar eingezogen und hat sich einen Startplatz für die Mannschafts-WM 2026 in London gesichert. Möglich machte es der zweite Sieg in der Vorrunde gegen Serbien, nachdem am Sonntag bereits gegen die Ukraine triumphiert worden war. Die Serben ließen ihren besten Mann, Dimitrije Levajac, auf der Bank und schickten den Weltranglisten-841. Uros Ninkovic gegen Patrick Franziska an den Tisch. Der Saarbrücker TTBL-Spieler gewann das Spiel mit 3:1, hier und da zeigten sich jedoch ein paar Unsicherheiten, die man bei ihm am ersten Turniertag nicht gesehen hatte. „Er hat gut gespielt, viele Bälle von mir zurückgeblockt. Und als der erste Satz verloren ging, womit ich vorher nicht unbedingt gerechnet hatte, wurde es noch ein schwieriges Spiel“, analysierte Franziska. „Vielleicht ist es aber auch ganz gut für mich, jetzt am Anfang direkt ein etwas schwereres Match gehabt zu haben.“

    Qiu ohne Schulterprobleme bei erstem Einsatz

    Benedikt Duda stieg als Zweites in die Box und stand Zsolt Pető gegenüber, der nicht mehr häufig auf der internationalen Bühne zu sehen ist, bei wichtigen Teamwettbewerben aber noch ab und zu für Serbien am Start ist. Der 37-Jährige hatte gegen den Bergneustädter jedoch keine Chance und gewann insgesamt nur zwölf Punkte. An Position drei, die am Sonntag noch von Ricardo Walther eingenommen worden war, gab Dang Qiu sein Zadar-Debüt. Der Penholderspieler hatte seiner verletzten Schulter am ersten Turniertag noch eine Pause gegönnt, nun wagte er gegen Nemanja Dilas seinen ersten Einsatz - und zwar mit Erfolg. Ohne Satzverlust holte er Deutschland den dritten Punkt und zog damit einen Schlussstrich unter den Gruppensieg. „Ich habe im Spiel gar nichts mehr von der Schulter gemerkt. Jetzt ist die große Frage, wie es morgen aussieht“, erzählte Qiu. „Aber ich werde hier bestens versorgt, bekomme quasi eine 24/7-Betreuung durch unser Team. Von daher bin ich zuversichtlich.“

    Qius Schulter und der Rest des deutschen Herrenteams haben nun am Dienstag und Mittwoch spielfrei. Zunächst werden die restlichen Achtelfinalisten bestimmt, danach spielen die Gruppendritten noch untereinander zwei Startplätze für die Team-EM 2027 aus. Mit Spannung werden auch Jörg Roßkopfs Schützlinge die Auslosung am Dienstagabend verfolgen. Denn dann wird sich entscheiden, welcher Weg potenziell zum Europameistertitel führt.


    Das Spiel im Überblick

    Deutschland - Serbien 3:0
    Patrick Franziska - Uros Ninkovic 3:1 (-11,4,10,8)
    Benedikt Duda - Zsolt Peto 3:0 (5,6,1)
    Dang Qiu - Nemanja Dilas 3:0 (4,8,6)

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