DTTB-Bundestag: Eigener Spielbetrieb, Neuheiten bei TT-Finals

    Der deutsche Tischtennissport stellt die Weichen für die kommenden Jahre. Beim 20. Bundestag des DTTB im Düsseldorfer Rathaus stellten sich wurden einige Änderungen beschlossen.

    Zu Gast im Düsseldorfer Rathaus: der DTTB-Bundestag am 29. und 30. November. (© DTTB)

    Der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) hat auf seinem Bundestag wichtige strukturelle Entscheidungen für die Zukunft der Sportart getroffen. Mit großer Mehrheit verabschiedeten die Delegierten Maßnahmen, die insbesondere die nationale Top-Veranstaltung „TT-Finals“ inklusiver gestalten und bislang ungebundenen Spielergruppen den Zugang zum organisierten Spielbetrieb erleichtern sollen.

    Ein zentraler Baustein: Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) erhält ab 2026 Wildcards für die Deutschen Tischtennis-Finals. Beim Mixed-Wettbewerb der Erwachsenen in Erfurt kann der DBS künftig ein Duo für das 32er-Feld nominieren. Ab 2027 folgen weitere Startplätze im Einzel für Para-Athletinnen und -Athleten in den Leistungsklassen A bis C. „Wir wollen ein sichtbares Zeichen setzen, dass sportliche Leistung unabhängig von Behinderung anerkannt wird“, betonte DTTB-Vorstandschef Dr. Wolfgang Dörner. Die Integration sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem „Tischtennis-Fest für alle“.

    Auch sportliche Neuerungen wurden beschlossen: Die Leistungsklassen erhalten ab 2026 einen Mixed-Wettbewerb, darüber hinaus wird bei den Seniorinnen und Senioren eine 90-plus-Kategorie eingeführt. Hintergrund ist der stetig wachsende Anteil älterer Aktiver im Tischtennis. Die nächsten und insgesamt dritten TT-Finals finden vom 4. bis 7. Juni 2026 erneut in der Messe Erfurt statt.

    Neben dem nationalen Top-Event hat der Bundestag auch strukturelle Grundlagen für weiteres Wachstum geschaffen. Erstmals dürfen außerordentliche Mitglieder des DTTB künftig einen eigenen Spielbetrieb unter dem Dach des Spitzenverbands organisieren. Die Regelung öffnet den Verbandsrahmen für Zielgruppen, die bislang außerhalb klassischer Vereinsstrukturen aktiv sind – etwa Outdoor-Spielende, Betriebssport-Teams, Para-Wettkämpfe oder Bewegungen wie PingPongParkinson. Einzelvereinbarungen sollen sicherstellen, dass organisatorische und finanzielle Standards eingehalten werden.

    Mit beiden Beschlüssen sendet der Verband ein starkes Signal: Tischtennis soll in Zukunft breiter, inklusiver und moderner aufgestellt sein – und mehr Menschen den Weg in den Sport eröffnen. Zudem folgte Thomas Weikert als DTTB-Ehrenpräsident auf Hans Wilhelm Gäb.

    Die komplette Mitteilung zum DTTB-Bundestag lest ihr hier.
    Zu Satzung und Ordnungen des DTTB.
    100 Jahre DTTB: Feierliche Jubiläumsgala in Düsseldorf.

    1 Kommentar

    Um einen Kommentar abzugeben, musst du mit deinem myTischtennis.de-Account eingeloggt sein.