Berlin zum dritten Mal in Folge Deutscher Meister!
Spätestens seit dem vorigen Spieltag war es nur noch Formsache, aber auch diese ist nun abgehakt: Der ttc berlin eastside kürte sich gestern in Böblingen zum dritten Mal in Folge zum Deutschen Meister. Damit konnten die Hauptstädterinnen ihr Meisterschafts-Shirt bereits einen Spieltag vor Saisonende überstreifen, nachdem sie die SV Böblingen in einem unattraktiven Spiel mit 6:1 geschlagen hatten.

Der ttc berlin eastside kann wieder die Sektkorken knallen lassen. Mit einem Punktverhältnis von 34:0 sind die Titelverteidigerinnen im Kampf um die Deutsche Meisterschaft bereits einen Spieltag vor Saisonende nicht mehr einzuholen und damit vorzeitig Deutscher Meister. Schon vor der Partie gegen Böblingen an Christi Himmelfahrt hatten sie nur noch eine theoretische Chance, den Titel in letzter Sekunde noch zu verlieren. Nach dem Sieg in Böblingen ist dies auch rechnerisch nicht mehr möglich. Berlin war wie in den Spielzeiten zuvor die dominierende Mannschaft und sicherte sich den Titel verdient zum dritten Mal in Folge. „Wir sind froh, dass alles in Sack und Tüten ist und dass wir das ‚Double Hattrick‘ jetzt schon geschafft haben“, freute sich Trainerin Irina Palina.
Das Spiel, das zum Titelgewinn führte, war allerdings alles andere als attraktiv. Immerhin 41 Zuschauer hatten sich am Feiertag und bei schönstem Wetter in der Halle der SV Böblingen eingefunden. Dass dann quasi nur in einem Spiel überhaupt längere Ballwechsel zu sehen waren, hatten sie sicher auch noch nicht erlebt. Durch kampflose Punkte der Dauererkrankten Anja Schuh und ohne Julia Kaim sowie Rosalia Stähr präsentierte sich die Sportvereinigung nur mit einer Rumpftruppe. Die Punkte wurden den Berlinerinnen quasi auf einem Silbertablett überreicht. Als dann auch noch Qianhong Gotsch wegen einer Verletzung nicht antrat, glich die Begegnung einem Debakel.
An Position vier sprang Sarah Wagner aus der Landesliga Württemberg-Hohenzollern ein. Die Spitzenspielerin war mit einer 31:3-Bilanz beste Akteurin der Saison 2015/16. In der 1. Liga weht jedoch ein anderer Wind und für die Debütantin konnte beim 2:11, 2:11, 4:11 gegen Georgina Pota nur Mitleid empfunden werden. Der Ehrenpunkt durch Theresa Kraft gegen Irina Palina machte den Verlauf und die Niederlage nach 44 Minuten nicht wesentlich schmeichelhafter. „Für die Moral der Mannschaft war der Ehrenpunkt durch Theresa wichtig. Sie spielte richtig gut. Alle waren froh. Hongi hatte mit Muskelverspannungen Probleme. Wir hoffen, dass sie bis zum Spiel in Schwabhausen wieder fit wird. Rosalia war durch eine private Verpflichtung verhindert. Da dieses Spiel auf einer Verlegung basierte, hatte sie sich den Termin nicht freigehalten. Unsere Aufstellung war nicht optimal, aber nicht zu ändern“, erklärte TVB-Coach Andrej Kaim. Berlins Präsident Alexander Teichmann nahm es mit Humor: „Durch das schnelle Spiel war unser Sekt sogar noch kalt. Ansonsten kein Kommentar.“ Als nächstes steht für den ttc der Champions League-Titel auf der Agenda. Dieser kann am 27. Mai gewonnen werden.
(Martina Emmert/JS)
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