Berlin: Mittelham gewinnt Gold bei Heim-Feeder

Nina Mittelham hat ihren Heim-Feeder in Berlin gewonnen. Im Finale setzte sich die Deutsche im Entscheidungssatz gegen die Japanerin Kotomi Omoda durch. Bereits am Mittag kämpfte sie sich im Halbfinale durch einen Fünf-Satz-Krimi.

Beim WTT Feeder in Berlin konnte sich die topgesetzte Nina Mittelham durchsetzen. Die für den ttc berlin eastside spielende Bundesligaspielerin bezwang im Finale die Japanerin Kotomi Omoda mit einem knappen 3:2.
Bis zum Sieg war es jedoch ein steiniger Weg für die 29-Jährige – denn bereits das Halbfinale gegen die 18-jährige Japanerin Rin Mende war ein Krimi über die volle Distanz. Trotz eines 0:2-Rückstands kämpfte sich Mittelham mit zwei Satzgewinnen zurück und glich zum 2:2 aus. Der Entscheidungssatz sollte nichts für schwache Nerven werden: So erspielte sich die junge Japanerin eine 10:5-Führung – der Sieg und damit der Einzug ins Finale schienen für Mittelham in weiter Ferne. Und dennoch blieb die Deutsche konzentriert. Nervenstark holte sie sich einen Punkt nach dem anderen, kämpfte sich auf 10:10 heran und erzwang damit die Verlängerung. Dort erspielte sich Mende erneut einen Matchball und wieder einmal war es Mittelham, die ihn abwehrte. Doch dann war der Moment gekommen. Mittelham sicherte sich ihren ersten Matchball, nutzte diesen direkt und stand nach unglaublicher Aufholjagd im Finale ihres Heim-Feeders.
Dort traf die Deutsche auf Mendes Landsfrau Kotomi Omoda, die im Achtelfinale bereits Josephina Neumann mit 3:1 bezwang. Und auch im Finale fand die Japanerin deutlich besser ins Spiel, sicherte sich die ersten beiden Sätze und zog auf 2:0 davon. Wie bereits im Halbfinale behielt Mittelham ihre Nerven, übernahm die Kontrolle über das Spiel und kämpfte sich in den Entscheidungssatz. Dort ließ die 29-jährige Berlinerin nicht mehr viel anbrennen. Mit guten Aufschlägen und viel Druck sicherte sie sich den Entscheidungssatz und damit auch den Gesamtsieg bei ihrem Heimspiel.
Kwon triumphiert bei den Herren
Den Titel bei den Herren spielten der Südkoreaner Kwon Hyuk und der Japaner Ryuusei Kawakami unter sich aus, wobei Kwon mit 3:1 gewann. Damit ließ der 18-Jährige acht besser gesetzte Spieler hinter sich, unter anderem Elias Ranefur, der zuletzt als Wildcard beim Europe Smash beinahe das Halbfinale erreicht hatte.
Im Damen-Doppel gewannen die Japanerinnen Rin Mende und Misuzu Takeya, bei den Herren triumphierten Kohei Sambe und Sota Noda, ebenfalls aus Japan. Im Mixed gewann Nina Mittelham mit ihrem mexikanischen Partner Rogelio Castro bereits gestern die Bronzemedaille, der Titel ging am Ende an die polnische Paarung Marek Badowski und Zuzanna Wielgos.
Die Spiele von Sonntag im Überblick
Herren-Einzel
Halbfinale
Kwon Hyuk KOR – Marek Badowski POL 3:2 (11,-7,8,-8,11)
Quek Izaac SGP – Ryuusei Kawakami JPN 1:3 (9,-7,-5,-8)
Finale
Kwon Hyuk KOR – Ryuusei Kawakami JPN 3:1 (2,-6,9,8)
Damen-Einzel
Halbfinale
Nina Mittelham GER – Rin Mende JPN 3:2 (-9,-8,7,8,11)
Tsai Yun-En TPE – Kotomi Omoda JPN 2:3 (9,12,-6,-12,-9)
Finale
Nina Mittelham GER – Kotomi Omoda JPN 3:2 (-10,-8,7,2,5)
Herren-Doppel
Finale
Hsu Hsien-Chia/Yu Yi-Cing TPE – Kohei Sambe/Sota Noda JPN 1:3 (-8,-6,7,-6)
Damen-Doppel
Finale
Orawan Paranang/Suthasini Sawettabut THA – Rin Mende/Misuzu Takeya JPN 2:3 (-9,-8,7,6,-8)
Mixed-Doppel
Finale
Mateusz Zalewski/Aleksandra Michalak POL – Marek Badowski/Zuzanna Wielgos POL 1:3 (-5,11,-4,-4)
Alle Spiele und Ergebnisse findet ihr auf der WTT-Turnierseite.
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