Auch Chinas Damen holen Olympia-Gold

    Fünf Wettbewerbe wurden bei den Olympischen Spielen im Tischtennis ausgespielt, fünfmal standen die Starter aus China am Ende ganz oben auf dem Podest. So war es auch bei der letzten Medaillenentscheidung in Paris: Im Finale des Damen-Teamwettbewerbs setzten sich Sun Yingsha, Wang Manyu und Chen Meng in einem neuerlichen Duell mit Japan durch (3:0). Die Chinesinnen behielten damit bis zum Schluss ihre weiße Weste – sie marschierten ohne Spielverlust zum fünften Team-Olympia-Gold in Folge.
    Bild: Ihr Sieg im Doppel legte den Grundstein: Wang Manyu/Chen Meng (© ITTF)
    Ihr Sieg im Doppel legte den Grundstein: Wang Manyu/Chen Meng (© ITTF)
    Zum siebten Mal seit 2014 forderten Japans Tischtennisdamen in einem großen Finale auf Weltebene China heraus, doch wie schon nach den fünf WM-Finals und dem Olympia-Endspiel von Tokio vor drei Jahren mussten sie auch in Paris am Ende den Chinesinnen zum Sieg gratulieren. Für China endeten die Tischtennis-Wettbewerbe in Paris damit – anders als noch 2021, als die Japaner Mizutani/Ito Mixed-Olympiasieger wurden – mit der vollen Ausbeute von fünf Goldmedaillen in fünf Wettbewerben.
    Bei der WM Anfang des Jahres hatten die Japanerinnen Chinas Frauen-Team noch richtig herausgefordert, waren im Endspiel von Busan 2:1 in Führung gegangen. Und die Chancen, auch das olympische Finale knapper zu gestalten, waren durchaus da. Miwa Harimoto und Hina Hayata gingen im Doppel gegen Wang Manyu und Chen Meng zweimal nach Sätzen in Führung, lagen im Entscheidungssatz gar mit 9:5 vorne. Der Drei-Punkte-Vorsprung aber sollte nicht reichen, bei 10:9 hatten die Chinesinnen ihren ersten Matchball, bei 11:10 nutzten sie ihren zweiten.
    Japans Spitzenspielerin Hayata angeschlagen
    Für Miu Hirano sollte es gegen Einzel-Silbermedaillengewinnerin Sun Yingsha, gegen die sie 2023 ihren einzigen Sieg gefeiert hatte, nur zu einer 7:1-Führung im ersten Durchgang reichen – und zu einem Satzball bei 10:9. Die Chinesin gewann den Satz noch und war im zweiten und dritten Satz dann deutlich überlegen. Youngster Miwa Harimoto hielt gegen Wang Manyu zwei Sätze lang sehr gut mit (14:12/10:12), dann kippte das Spiel zugunsten der erfahrenen Chinesin.
    Das Spiel war damit entschieden ehe Japans vermeintlich beste Spielerin, die Weltranglistenfünfte Hina Hayata, im Einzel an die Reihe kam – die Linkshänderin, die in Paris Bronze im Einzel gewann, ist am Handgelenk verletzt und konnte den Einzel-Wettbewerb nur unter Schmerzen beenden. In der Team-Konkurrenz wurde sie dann jeweils im Doppel aufgestellt, an Position eins spielte zunächst die erst 16-jährige Harimoto. Ins Finale kamen die Japanerinnen dennoch problemlos, auf dem Weg dorthin musste nur Harimoto eine Niederlage gegen Annett Kaufmann quittieren – ehe sich im Endspiel erneut die Chinesinnen als eine Nummer zu groß erwiesen. (sue)
    Damen Finale
    China - Japan 3:0
    Cheng Meng/Wang Manyu - Hayata/Harimoto 3:2 (-9,6,-6,6,10)
    Sun Yingsha - Miu Hirano 3:0 (11,6,6)
    Wang Manyu - Miwa Harimoto 3:1-(12,10,7,6)

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