Asienmeisterschaft: China verteidigt Titel nach Halbfinal-Drama

    Das Herren-Team legte bei den Asienmeisterschaften in Indien im Halbfinale eine starke Aufholjagd hin. Bei den Damen wurde es deutlich.

    Lin Shidong war in den entscheidenden Spielen wieder auf der Höhe. (©WTT)

    Parallel zur Team-EM in Kroatien wurden auch in Asien, Afrika und Amerika die kontinentalen Teamtitel vergeben – und wie so oft waren die Augen vor allem auf den Wettbewerb in Asien gerichtet, der in diesem Jahr im indischen Bhubaneswar ausgetragen wurde. Dort bestätigte China einmal mehr seine Ausnahmestellung, auch wenn die Konkurrenz zumindest bei den Herren zeitweise gefährlich nahekam. Es gab ein beeindruckendes Comeback.

    Damen: Japan diesmal ohne Chance

    Nachdem 2024 in Kasachstan noch die japanischen Damen triumphiert hatten, hoffte das Team um Hina Hayata und Miwa Harimoto auf einen erneuten Triumph. Im Halbfinale setzten sich die Japanerinnen souverän mit 3:0 gegen Singapur durch und trafen im Endspiel auf China, das zuvor Südkorea mit dem gleichen Ergebnis ausgeschaltet hatte.

    Im Finale ließ der Topfavorit aus China keinerlei Zweifel an der eigenen Dominanz aufkommen: Weder Honoka Hashimoto noch Harimoto oder Hayata konnten mehr als einen Satz gewinnen. Wang Manyu, Sun Yingsha und Kuai Man sorgten für einen klaren 3:0-Erfolg und damit für die Rückkehr des Pokals ins Reich der Mitte.

    Herren: China nach Krimi gegen Japan

    Bei den Herren war mehr Spannung garantiert – besonders im Halbfinale zwischen China und Japan entwickelte sich ein echtes Drama. Nach dem am Ende sicheren 3:1-Viertelfinalsieg über den Iran, bei dem Lin Shidong überraschend gegen das 15-jährige Wunderkind Benyamin Faraji verlor, musste China im Halbfinale gegen Japan alles aufbieten.

    Beide Teams lieferten sich einen hochklassigen Kampf, in dem alle fünf Partien über die volle Distanz von fünf Sätzen gingen. Japan führte nach Siegen von Tomokazu Harimoto über Liang Jingkun und Sora Matsushima gegen den Weltranglistenersten Wang Chuqin sogar mit 2:0. Doch Lin, Wang und Liang Jingkun drehten das Match noch zu einem 3:2-Erfolg – der Favorit stand somit im Endspiel.

    Dort wartete Hongkong, das in der Vorschlussrunde überraschend Taiwan mit 3:2 ausgeschaltet hatte. Allerdings trat Taiwan ohne seine Topspieler Lin Yun-Ju und Kao Cheng-Jui an. Im Endspiel hatten Wong Chun-Ting, Chen Baldwin und Ho Kwan Kit gegen die chinesische Übermacht kaum noch etwas entgegenzusetzen – China stand nach einem klaren 3:0-Erfolg wie in den vergangenen Jahren ganz oben auf dem Treppchen. Die Titelverteidigung war perfekt.

    Die Ergebnisse im Teamwettbewerb im Überblick:

    Damen

    Halbfinale
    Japan – Singapur 3:0
    Südkorea – China 0:3

    Finale: Japan – China 0:3 
    Honoka Hashimoto – Wang Manyu 1:3 (10,-3,-6,-3)
    Miwa Harimoto – Sun Yingsha 0:3 (-9,-5,-7)
    Hina Hayata – Kuai Man 1:3 (8,-10,-6,-9)

    Herren

    Halbfinale
    China – Japan 3:2
    Hongkong – Taiwan 3:2

    Finale: China – Hongkong 3:0
    Lin Shidong – Wong Chun-Ting 3:0 (8,4,4)
    Wang Chuqin – Chan Baldwin 3:1 (10,9,-5,12)
    Liang Jingkun – Yiu Kwan To 3:0 (11,6,10)

    Alle Ergebnisse findet ihr auf der ITTF-Turnierseite.

    0 Kommentare

    Um einen Kommentar abzugeben, musst du mit deinem myTischtennis.de-Account eingeloggt sein.