Ära geht zu Ende: Nächster Damen-Bundesligist zieht zurück

    Der TSV Langstadt verabschiedet sich nach zwölf Jahren aus der Damen-Bundesliga. Das sind die Gründe für die Entscheidung. Die höchste Spielklasse umfasst bald nur noch sechs Teams.

    Das aktuelle Bundesliga-Team des TSV Langstadt. (© safra-fotografie.de)

    Der TSV Langstadt beendet am Ende der laufenden Saison seine Zeit im deutschen Spitzen-Tischtennis. Nach zwölf Jahren in den höchsten Spielklassen – davon sieben Spielzeiten in der 1. Bundesliga – zieht der Verein beide Bundesligamannschaften aus dem Leistungssport zurück.

    „Das Tischtennis-Märchen, dass unseren kleinen Verein deutschlandweit bekannt gemacht hat, geht damit zu Ende. Wir sind uns bewusst, dass diese Mitteilung für unsere vielen Fans eine sehr traurige Nachricht ist“, schreibt der Klub unter seinem Instagram-Post.

    Was einst als kleines Vereinsprojekt begann, entwickelte sich über Jahre zu einem bundesweit beachteten "Tischtennis-Märchen". Der TSV Langstadt wurde zum festen Bestandteil der nationalen Elite.

    Der Schritt erfolgt nicht aus sportlichen Gründen, sondern wegen der enormen strukturellen Belastung. Der Betrieb von zwei Bundesligateams ist mit einem hohen organisatorischen, zeitlichen und finanziellen Aufwand verbunden, der über Jahre hinweg von nur wenigen ehrenamtlich engagierten Personen getragen wurde, teilte der Verein mit.

    Besonders schwer fällt der Abschied auch wegen der starken Unterstützung von außen. Die Fans und Sponsoren machten Heimspiele in Langstadt auch für die Gegner über Jahre hinweg zu besonderen Erlebnissen. Diese Atmosphäre, die Nähe zum Sport und das familiäre Umfeld waren Markenzeichen des Vereins.

    Sportlich soll der Abschied jedoch kein leiser werden. In der anstehenden Rückrunde wollen die beiden TSV-Teams noch einmal hochklassigen Tischtennissport zeigen und alles daransetzen, der Bundesliga-Geschichte des Vereins einen würdigen und positiven Schlusspunkt zu setzen. Die Hessinnen belegen in der Tabelle derzeit nach sechs Spieltagen Platz drei hinter frisch gebackenen Pokalsieger Berlin und dem TSV Dachau.

    Izabela Lupulesku, Franziska Schreiner, Chantal Mantz, Sophia Klee, Lorena Morsch und Co. müssen sich im Sommer nach einer neuen Aufgabe umschauen. Die Damen-Bundesliga schrumpft damit nach den Rückzügen der letzten Jahre auf sechs Teams, vorausgesetzt kein neuer Klub visiert den Weg nach oben an.

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