Winter-Märchen: Was ist ihr Erfolgsrezept mit Anti?

Vor einem Jahr stieg Sabine Winter auf einen Anti-Belag auf der Rückhand um. Das Magazin tischtennis analysiert, warum sie damit so stark ist und was es mit dem „Ufo“ auf sich hat.

Knapp drei Jahre ist es her, dass Sabine Winter erstmals der Gedanke kam, ihr Material zu wechseln. Damals, im Januar 2023, hatte die Nationalspielerin beim WTT Contender in Doha gegen Joo Cheonhui verloren – und war danach überrascht zu sehen, wie deutlich die Südkoreanerin in ihrem nächsten Match der indischen Langnoppenspielerin Manika Batra unterlegen war. Und auch beim nächsten Turnier schied Joo gegen eine Materialspielerin aus. Dass die starken Asiatinnen so ihre Probleme gegen unorthodoxe Spielsysteme haben, sei ihr schon häufiger aufgefallen. „Ich habe mich dann gefragt, warum ich eigentlich nicht mit so einem Material spiele“, sagt Winter, der in ihrer langen Karriere nie ein Sieg gegen eine Spielerin aus Chinas A-Nationalteam gelungen war.
Ende 2024 wagte Winter tatsächlich den Schritt. Sie tauschte ihren offensiven Rückhandbelag gegen einen glatten Anti – und bewies damit den richtigen Riecher. Elf Monate später hat sie nicht nur ihre ersten Siege gegen Chinas Topstars gefeiert, sondern steht in den Top 20 der Weltrangliste, als beste Europäerin. Ihre eigenen Erwartungen hat Winter weit übertroffen. „Ich hatte keine Ahnung, ob der Umstieg überhaupt funktionieren kann“, sagt sie. „Dass ich dann nach einem Jahr tatsächlich in den Top 20 der Welt stehen und mir so viele schöne Siege gelingen würden, damit habe ich niemals gerechnet.“
Was macht Winter mit dem Anti so stark? Warum ist ihr Spielsystem nicht mit dem anderer Materialspielerinnen vergleichbar? Wie hat sie das WTT Champions in Montpellier, bei dem es ihr als erster Europäerin überhaupt gelang, ins Endspiel eines Champions-Turniers einzuziehen, erlebt? Träumt Winter nach der bitteren Enttäuschung, nicht für die Olympischen Spiele 2024 nominiert worden zu sein, jetzt schon von LA 2028? Und was hat es eigentlich mit ihrem neuen signature move, dem „Ufo“, auf sich? Das könnt ihr in der neuen Ausgabe des Magazins tischtennis lesen. Die Redaktion hat nicht nur mit Winter über ihren kometenhaften Aufstieg gesprochen, sondern auch mit Bundestrainerin Tamara Boros und DTTB-Sportdirektor Richard Prause. Beide hatten vorher Zweifel an Winters Vorhaben, auf einen Anti umzusteigen. Welche Bedenken sie hegten und wie sie Winters Perspektive jetzt sehen, auch das lest ihr in der neuen Ausgabe des Magazins.
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