VOX-„Löwe“ Frank Thelen: DTTZ-Besuch und TV-Duell
Der bekannte Investor Frank Thelen trainierte vergangene Woche in Düsseldorf mit dem Nationalteam und sieht großes Potenzial für die Reichweite im Spitzensport. Am Samstag folgte ein TV-Duell.

Prominenter Besuch im DTTZ: Unternehmer, Investor und Autor Frank Thelen hat beim deutschen Herren-Nationalteam auf Einladung des DTTB mittrainiert und dabei für ein stärkeres Engagement der Wirtschaft im Tischtennis geworben. Vor allem aber war dieser Tag eines für ihn: „Ein Kindheitstraum geht in Erfüllung: Ich darf mit der deutschen Nationalmannschaft trainieren!“
Im Austausch mit Deutschlands Topstars der Herren, Dimitrij Ovtcharov, Benedikt Duda, Patrick Franziska und Dang Qiu, sowie dem Bundestrainer-Team um Jörg Roßkopf und Lars Hielscher informierte sich Thelen über Trainingsstrukturen, Professionalisierung und Leistungsanforderungen im Spitzensport. Auch der DTTB-Vorstandsvorsitzende Dr. Wolfgang Dörner und der TMG-Geschäftsführer Lars Merle waren vor Ort. Mit dem DTTB-CEO und Deutschen Senioren-Meister spielte Thelen gemeinsam ein Doppel gegen Europameister Dang Qiu.
„Symbiose zwischen Sport und Wirtschaft"
„Spitzensportler zeigen, was möglich ist, und sie haben Fans“, sagte Thelen. „Als Unternehmen will man das mitnehmen, Sponsor und Teil davon sein. Hier werde ich versuchen, etwas zu bewegen.“ TMG-Geschäftsführer Merle ergänzt: „Unser Sport hat momentan ein sehr gutes Momentum. Mit maßgeschneiderten Kommunikationskonzepten und der Nähe zu unseren Spielerinnen und Spielern können wir Marken optimal in Szene setzen.“
Auch aus dem Fernsehen ist Thelen einem breiteren Publikum bekannt. Er ist einer der Investoren und Juroren in der Fernsehsendung "Die Höhle der Löwen" auf VOX, in der Start-ups und junge Unternehmer versuchen, diese für ein Investment in ihre Geschäftsidee zu gewinnen. In dieser Woche ist die 19. Staffel gestartet.
Potenzial für Marken und Reichweite
Thelen sieht im Tischtennis erhebliches Entwicklungspotenzial: „Tischtennis ist ein großartiger Sport, und es gibt große Helden. Jetzt geht es darum, noch mehr Marken dafür zu begeistern, sich zu engagieren.“ Ziel müsse es sein, die Strahlkraft des Sports weiter zu erhöhen und zusätzliche Partner für ein langfristiges Engagement zu gewinnen.
Als früherer Spieler und Trainer hatte sich Thelen vor rund 30 Jahren vom Tischtennis verabschiedet, um sich auf seine berufliche Laufbahn zu konzentrieren. Seit Ende 2025 steht er wieder regelmäßig am Tisch, hat einen Privattrainer engagiert und ist zur Rückrunde bei Fortuna Bonn in den Mannschaftsspielbetrieb eingestiegen. „Ich habe in meiner Jugend sehr lange gespielt und war auch Trainer. Jetzt spiele ich seit drei, vier Monaten wieder“, sagt er. Sein Antrieb: „Tischtennis ist mein Programm gegen das Altern.“
Die Nähe zum Leistungssport versteht er dabei auch als Inspiration für unternehmerisches Denken: Leistungsbereitschaft, Präzision und mentale Stärke seien verbindende Elemente zwischen Sport und Wirtschaft.
Wichtig ist Thelen auch die Außendarstellung seines Sports: der Unterschied zwischen dem Freizeitspiel „Pingpong“ und dem Hochleistungssport Tischtennis, der von Außenstehenden leicht unterschätzt wird. „Der Schritt vom Rundlauf in der Schule zum strukturierten Training in der Halle ist enorm“, sagte Thelen.
Einblicke ins Hochleistungssystem
Während seines Besuchs im DTTZ ließ sich Thelen Trainingsumfänge und -methoden erläutern. Er zeigte sich beeindruckt von den sieben bis acht Stunden täglichem Training der Profis. Im Gespräch mit Dima Ovtcharov fachsimpelte er über Material, Spin-Varianten und den optimalen Balltreffpunkt. Bundestrainer Jörg Roßkopf bescheinigte dem prominenten Gast eine „gute Technik und Kontrolle“ und nahm dessen Ambitionen auf und scherzte: „Ich bin immer auf der Suche nach Spielern für Olympia 2028. Er muss sich anstrengen.“ Auch World-Cup-Sieger Ovtcharov zeigte sich angetan: „Er hat richtig Spin im Topspin, gute Aufschläge und kann alle Grundschläge. Wenn er regelmäßig trainiert, kann er in den Ligen sicher noch höher steigen.“
Für Thelen steht neben dem persönlichen sportlichen Ehrgeiz vor allem die wirtschaftliche Perspektive seines Lieblingssports im Vordergrund. Er verabschiedete sich von Team Deutschland mit den Worten: „Ich will gerne dabei helfen, dass wir den Sport in Deutschland wieder größer machen. Es war mir eine Ehre, heute hier zu sein.“
TV-Duell im Ersten
Am gestrigen Samstag wurde Thelen in der ARD-Familien-Show „Klein gegen Groß“ dann noch von der zwölfjährigen Schweizerin Enya Jiani Hu herausgefordert. Aufgabe für beide: Sie mussten möglichst viele Aufschläge durch einen schmalen Schlitz spielen.
Hier könnt ihr euch die Sendung noch einmal in der Mediathek anschauen!
(DTTB/FKT)
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