Auch Boll dabei: Tischtenniswelt im Marty-Supreme-Fieber

Die Deutschlandpremiere des Kinofilms „Marty Supreme“, in dem nicht nur Tischtennis, sondern auch Timo Boll eine Rolle spielt, ist zwar erst Ende Februar. Doch schon jetzt schwappt der Hype aus den USA herüber.

„Marty Supreme“ ist auch in Deutschland aktuell in aller Munde. Dabei feiert der Hollywoodstreifen, der lose an das Leben des US-amerikanischen Tischtennisspielers Marty Reisman angelehnt ist, erst am 26. Februar 2026 hierzulande Premiere. Die Nachrichten vom Golden-Globe-Gewinn des Hauptdarstellers Timothée Chalamet und von den neun Oscar-Nominierungen für den Film schwappten jedoch in den vergangenen Tagen und Wochen über den großen Teich wie auch die Reaktionen der US-amerikanischen Tischtennisszene auf den Kinofilm, der in den USA bereits seit Weihnachten zu sehen ist. Mit geschicktem Marketing machte die Produktionsfirma A24 ordentlich Wirbel um ihr vielversprechendes Pferdchen im Stall, unter anderem zeigten sich amerikanische Superstars wie Michael Phelps oder Tom Brady in Marty-Supreme-Trainingsjacken, die nach dem Release wohl schnell ausverkauft gewesen sein sollen.
Exklusive Preview mit Boll von Borussia Düsseldorf
In der deutschen Tischtennisszene heizte vor wenigen Tagen zudem ein Social-Media-Post von Legende Timo Boll die Stimmung an, der offenbarte, dass er in dem Kinofilm selbst eine kleine Rolle übernehmen durfte. Bereits im Herbst 2024 reiste der ehemalige Nationalspieler für die Dreharbeiten nach New York und studierte mit Hollywoodstar Chalamet, der unter anderem aus „Dune“ bekannt ist, eine Woche lang die exakt geskripteten Ballwechsel im Film ein. Im Interview mit „Bild“, in dem er sich von den Dreharbeiten mit 400 - 500 Crew-Mitgliedern und 70 Stylisten am Set beeindruckt zeigte, lobte er Chalamet, der nach eigener Aussage jahrelang Tischtennis für diese Rolle trainierte, als „sehr talentiert“.
Weitere Anekdoten zu seinem Ausflug in die Filmwelt wird Boll am 25. Februar 2026 im Düsseldorfer Kino CineStar vor bis zu 600 Zuschauern zum Besten geben. Dann organisiert sein ehemaliger Verein Borussia Düsseldorf einen Tag vor dem offiziellen Kinostart von „Marty Supreme“ in Deutschland eine exklusive Preview, in deren Anschluss Boll als Ehrengast von den Dreharbeiten berichten wird. „Es ist ein verrückter Film. Lang, aber total unterhaltsam. Die zweieinhalb Stunden gehen vorbei wie nichts“, sagte Boll im „Bild“-Interview. „Das macht die Sportart Tischtennis auf jeden Fall ein bisschen trendiger, glaube ich.“
Auch Waldner, Moregard und Achanta eingespannt
Und Boll ist nicht der einzige Tischtennisstar, der für „Marty Supreme“ wirbt und damit gegebenenfalls auch dafür sorgt, dass ein wenig Glanz des Kinofilms auf den Sport abfärbt. In Schweden bereicherten Alt-Star Jan-Ove Waldner und der aktuell beste Spieler des Landes Truls Moregard die Filmvorführung im Rahmen des Stockholm Filmfestivals, indem sie im Anschluss noch ein kleines Show-Match im Kino austrugen. In Indien ist es der ehemalige Borusse Kamal Achanta, der sich auf Social Media an die Tischtennisszene richtet und dafür wirbt, sich diesen Film auf der großen Leinwand anzuschauen. „Ich bin richtig gespannt auf das Release von Marty Supreme“, berichtete der indische Star am Donnerstag im Rahmen einer Marketingkampagne in einem Instagram-Post. „Für die ganze Tischtennisgemeinde ist das nicht nur Unterhaltung, sondern eine Anerkennung von Engagement, Disziplin und dem Geist, nach dem jeder Tischtennisspieler lebt.“
Bis zum 26. Februar muss man es in Deutschland noch aushalten, bis man sich selbst im Kino davon überzeugen kann, was an dem Hype dran ist. Wer einen Tag früher dran sein und Timo Bolls persönlichen Bericht hören möchte, sollte am 25. Februar nach Düsseldorf kommen (Tickets für 27 Euro (Rang) oder 24 Euro (Parkett). Vorverkauf unter https://borussia-duesseldorf.reservix.de/events)
Der Film „Marty Supreme“ von Regisseur Josh Safdie erzählt die Geschichte des Schuhverkäufers Marty, der davon überzeugt ist, Weltmeister im Tischtennis werden zu können. Bei einem Turnier in London muss er sich im Finale zwar dem Japaner Endo geschlagen geben, sein Ehrgeiz ist jedoch längst geweckt. Auf der Suche nach Ruhm begibt sich Marty auf eine spannende Reise - ohne Geld, aber mit viel Selbstvertrauen und einer guten Portion Charme im Gepäck.
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