Annett Kaufmann erhielt Morddrohungen im Netz

    Morddrohungen, sexistische Kommentare und Hass - Annett Kaufmann machte in einem Stuttgarter Talkformat öffentlich, womit sie im Internet und in den Sozialen Medien zu kämpfen hat.

    Hass darf nicht einfach hingenommen werden, findet Annett Kaufmann (©ITTF)

    Hasskommentare im Internet sind ein Problem, dem viele Sportler und Personen des öffentlichen Lebens generell ausgesetzt sind. Auch im Tischtennis machten schon einige Spieler und Spielerinnen publik, dass sie im Internet massiv verbal angegangen wurden, so etwa die Luxemburgerin Sarah De Nutte in 2023 oder Benedikt Duda im vergangenen Jahr. Der Grund dafür sind häufig verlorene Sportwetten, wofür die Spieler dann verantwortlich gemacht werden. Annett Kaufmann reiht sich hier nun ein und machte im Talkformat „Gespräche im Gottlieb - Stuttgarter Sportstars hautnah“ der Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten öffentlich, dass sie sogar Morddrohungen erhalten habe: „Es wurde genau geschildert, wie ich umgebracht werden soll“, berichtet die 19-Jährige und sorgt damit auch in vielen überregionalen Medien für Schlagzeilen.

    Zwar sei dies nicht mehr passiert, nachdem sie den User geblockt und bei der Plattform gemeldet habe. Diese Nachricht sei jedoch kein Einzelfall gewesen, wie Kaufmann erläutert. „Es wird schlimmer und schlimmer. Vor allem Frauen bekommen unsägliche Nachrichten, die sich auf Äußerlichkeiten beziehen“, erzählt die Jugend-Weltmeisterin von 2024, die neben anderen Hassbotschaften viele extrem sexistische Kommentare erhalte, im Talk.

    Wie ihre Kollegen Duda oder De Nutte, aber auch viele andere Tischtennisspieler ist es Kaufmann wichtig, dieses Thema nicht unter den Teppich zu kehren, sondern öffentlich anzusprechen. „Hass bleibt Hass“, sagt die Nationalspielerin. „Das darf nicht einfach hingenommen und akzeptiert werden.“

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