Fabians Blog: Weihnachtsturnier mit verrückten Handicaps

    Zum Jahresabschluss blickt myTischtennis.de-Redakteur Fabian Kleintges-Topoll auf das Weihnachtsturnier bei seinem Heimatverein, dem TuS Borth, zurück. In seinem letzten Blog des Jahres erzählt der 30-Jährige, was das Event so besonders macht.

    Weihnachtsmützen durften am Samstag natürlich auch nicht fehlen. (© FKT)

    Wenn sich am Vorabend des vierten Advents unsere Halle füllt, dann ist der Ehrgeiz in der Box auf ganzer Linie zu spüren. Die Stimmung ist hervorragend: Denn der TuS Borth feiert seinen Jahresabschluss. Am Samstag war es wieder so weit – zum vierten Mal ging unser vereinsinternes Weihnachtsturnier über die Bühne. Und auch 2025 zeigte sich einmal mehr: Leistung ist wichtig, aber der Spaß steht an diesem Tag ganz oben.

    Lachen, Schwitzen, Kopfschütteln

    Gespielt wurde wie immer mit verrückten Handicaps, die selbst erfahrene Bezirksoberliga-Spieler ins Grübeln brachten. Aufschläge, die plötzlich ganze Sätze lang beim selben Spieler blieben, fremde Schläger in der Hand, doppelt zählende Netz- und Kantenbälle – Konzentration war gefragt. Und genau daran scheiterte ich persönlich das ein oder andere Mal.

    Mein bester Kumpel dribbelte mich beim „Nicht-Angriffs-Pakt“, einer der kniffligsten Regeln des Tages, regelrecht aus. Er schupfte extra hoch, wollte clever sein – und war es auch. Unsere längste Rallye dauerte locker fünf Minuten. Am Ende fehlte mir die Sicherheit und Geduld, das Turnier war für mich früh vorbei. So ist das manchmal.

    Den Titel holte sich schließlich verdient unser Abteilungsleiter und Spitzenspieler mit über 1.700 TTR-Punkten. Auch die Doppel waren fair und spannend zusammengestellt: Ein stärkerer Spieler an der Seite eines etwas schwächeren – so blieb jedes Spiel, ähnlich wie beiden Vereinsmeisterschaften im Frühjahr, offen und umkämpft.

    Rouladen, Getränke und große Anerkennung

    Viele lange, intensive und spannende Spiele sorgten dafür, dass das bestellte Abendessen sogar kurz warten musste, aber zum Glück noch warm geblieben ist. Rekordzeit und fast 20 Teilnehmer! Ein sicheres Zeichen dafür, wie ernst (und gleichzeitig locker) die Sache von allen Vereinskollegen genommen wurde. Am Abend wurde es dann gemütlich: Bei Rouladen und kühlen Getränken ließen wir den Tag gemeinsam ausklingen.

    Ein ganz besonderer Moment durfte neben dem einen oder anderen verteilten Geschenk dabei nicht fehlen: Ein erfahrenes Vereinsmitglied wurde mit der Goldenen Spielernadel des Westdeutscher Tischtennis-Verbands ausgezeichnet – für 50 Jahre aktive Spieltätigkeit. Respekt, Anerkennung und ein verdienter Applaus von allen Anwesenden.

    Die Handicaps im Überblick:

    Aufschlagsspiel: Aufschlagwechsel nur nach jedem gespielten Satz

    Hol dir Hilfe: Freier Doppelpartner durfte im Einzel frei ausgewählt werden

    Klassenunterschied: Pro Liga Unterschied ein Punkt Vorsprung pro Satz

    Nasse Punkte sind Trumpf: Netz- & Kantenbälle zählten doppelt

    Oldschool: Zwei Gewinnsätze bis 21, Aufschlagwechsel nach fünf Punkten

    Schlägertausch: Spielen mit fremdem Material

    TTR-Differenz:
    pro 30 Punkte → max. +3 Punkte
    pro 50 Punkte → max. +4 Punkte
    pro 100 Punkte → max. +5 Punkte

    Wer angreift, verliert: Nur Schupfen erlaubt, Angriffsball = Punkt für den Gegner

    Fazit: Spaß-Turnier macht Vorfreude aufs neue Tischtennisjahr

    Sportlich lief es für mich zwar diesmal überschaubar: Runde zwei im Einzel Schluss, Platz vier im Doppel, das Treppchen knapp verpasst. Aber ganz ehrlich? Die Geselligkeit stand mal wieder im Vordergrund – und genau dafür ist dieses Turnier da. Ein gelungener Jahresabschluss, viel Gemeinschaft, noch mehr Spaß und die Vorfreude auf das nächste Weihnachtsturnier – und vor allem auf die Rückrunde mit meiner zweiten Mannschaft – ist jetzt schon da.

    Habt ihr auch schon einmal ein Handicap-Turnier gespielt? Berichtet gerne in der Kommentarzeile.

    3 Kommentare

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