Blog: Ein Hoch auf den Vereinssport!

    Von Gym bis Joggen: In den Sommermonaten ist man in Sachen Sporttreiben häufig auf sich alleine gestellt. myTischtennis-Redakteurin Janina Schäbitz schildert im Blog, warum sie den Vereinssport nicht missen will.

    Was tun, wenn das Vereinstraining pausiert? (©Pixabay)

    Wie sieht bei euch das Training während der Sommerpause aus? Ist die Halle die ganze Zeit über nutzbar? Und finden sich immer genügend Mitstreiter, damit man nicht immer demselben Gegner gegenübersteht? In vielen Vereinen ist zumindest während der Ferien eine Zeit lang Sendepause angesagt: Dann ist die Schulturnhalle über mehrere Wochen geschlossen oder die Vereinskameraden fahren auf die Balearen. Für so manchen eine angenehme Abwechslung - wer geht schon freiwillig bei 30 Grad in die Halle? Außerdem kann man dann mal ganz gezielt im Gym ein paar Muskelgruppen aufbauen. Mir hingegen wird in diesen Zeiten immer sehr bewusst, was ich am Vereinssport so mag und warum ich ihn nicht missen möchte.

    Feste Zeiten, bekannte Gesichter

    Die Tendenz zum individuelleren Sporttreiben ist dabei ja nicht neu. Die Möglichkeit, zu jeder Tages- und Nachtzeit ins Fitnessstudio gehen oder einen Court mieten zu können, dort so lange zu bleiben, wie man möchte, noch nicht mal mit anderen Menschen interagieren zu müssen, sondern einfach den Podcast seines Vertrauens zu hören, wird von vielen geschätzt. Ich bin da komplett anders gepolt. Ich freue mich, eine feste Zeit in der Woche zu haben, in der ich in die Halle gehe. Interessanterweise ist in diesem Fall mein innerer Schweinehund fast nie groß genug, um mich vom Training abzuhalten, auch wenn das Sofa mal wieder eine unwiderstehliche Anziehungskraft ausübt. Eine Ausrede, nicht joggen zu gehen, finde ich dagegen immer.

    Außerdem sind es gerade die bekannten Gesichter, auf die ich mich jede Woche freue. Man muss nicht immer tiefgreifende Gespräche führen, aber man mag sich, kann mal den einen oder anderen Witz reißen und weiß, wo die sportlichen Stärken und Schwächen des anderen liegen. Wenn man dann sogar noch das Glück hat, dass der Verein einen Trainer stellt, der dafür sorgt, dass man sich nicht nur für ein Spielchen trifft, sondern auch ein paar sinnvolle Übungen macht, haben die Joggingschuhe bei mir wirklich keine Chance mehr.

    Andere Seite der Medaille

    Klar, zum Vereinsleben gehören neben den reinen Sportstunden auch ein paar andere Pflichten. Die lästige Jahreshauptversammlung etwa mit der bangen Frage, wer sich freiwillig für Ehrenamt XY meldet - samt kollektivem unter den Tisch Schauen oder geschäftig am Handy Daddeln. Ich war selbst jahrelang Pressewartin in einem Verein und habe viele Sonntagabende mit Artikeln über unsere Kreisklassenmannschaft fürs dörfliche Käseblättchen verbracht, statt das Wochenende mit einem netten Film auf der Couch ausklingen zu lassen. Nur auf meine eigenen Interessen geschaut, haben mich diese Stunden jetzt nicht unbedingt weitergebracht. Und doch waren sie es wert, weil ich damit meinen kleinen Teil zum Gelingen der allgemeinen Vereinsarbeit beigetragen habe. In Zeiten, in denen Einsamkeit ein immer größeres Thema wird und in denen man in der Gesellschaft immer seltener ein Gemeinschaftsgefühl spürt, kann der Verein ein wichtiger Anker sein. Drum ist es eine gute Sache, an seinem Erhalt mitzuwirken - ob nur durch Mitgliedschaft oder aktive Mitarbeit.

    Wie steht ihr zum Vereinsleben? Seid ihr Team Gym oder Team Verein? Und engagiert ihr euch sogar in einem Ehrenamt? Schreibt uns einen Kommentar!

    3 Kommentare

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