Steven Kaltenbrunner: Das Bundesfinale als Krönung
Vom 30. Januar bis 2. Februar 2026 findet in Grenzau das große Race-Abschlussturnier, genannt „Series Finals“ statt. Mit dabei ist auch Steven Kaltenbrunner, der das TTBW-Landesfinale gewann.

Die TTBW-Race-Turnierserie erfreute sich in diesem Jahr wieder leicht steigender Beliebtheit, insgesamt nahmen 929 Spielerinnen und Spieler an 375 Turnieren im Verbandsgebiet teil. Darunter sind viele, die seit der Race-Premiere in Pandemiezeiten dem Format die Treue halten. Auch Steven Kaltenbrunner ist (fast) ein Mann der ersten Stunde. Im März 2022 absolvierte er sein erstes Race-Turnier, nunmehr nimmt er als Sieger des TTBW-Landesfinals an den Series Finals vom 30. Januar bis 2. Februar 2026 in Grenzau teil.
Krönung einer Race-Saison
Als Sieger des Landesfinales in Deilingen trat Steven Kaltenbrunner die Nachfolge von Markus Brodbeck (ehemals TB Metzingen, 2024), Nico Wenger (ehemals TV Oeffingen, 2023) und Christian Geiger (TTV Zell, 2021 und 2022) an. Es ist quasi die Krönung einer persönlichen Race-Saison, die den Landesklasse-Spieler des TSV Hüfingen mit stolzen 48 Turnierteilnahmen zwar nicht in die Top Ten der Teilnahmerangliste, aber auf Grund der erzielten Ergebnisse in der Punkterangliste weit nach vorne brachte. „Ich habe schon immer gerne Turniere gespielt und bin damals durch den click-TT-Turnierkalender auf die Race-Serie gestoßen“, erinnert sich der Donaueschinger, der sich neben Tischtennis auch noch beim Skifahren, Joggen und Schwimmen fit hält.
Derzeit agiert der ehemalige Verbandsligaspieler als Spitzenspieler im Landesklasse-Team des TSV Hüfingen II, mit 1867 Punkten rangiert er im TT-Ranking nur um acht Punkte unter seiner bisherigen Bestmarke (Stand November). „Seit etwa einem Jahr versuche ich gezielt, mit Systemübungen im Training besser zu werden“, nennt er die Gründe für seinen kontinuierlichen Aufwärtstrend, „wenn ich sehe, dass das Training Früchte trägt, ist die Motivation umso höher.“
Heimatverein von Steven Kaltenbrunner ist der TTC Löffingen, zu Beginn seiner Aktivenzeit wechselte er zum TTC Blumberg, weitere Adressen waren die TTG Furtwangen-Schönenbach (2017 bis 2022) und seit der Saison 2022/2023 der TuS Hüfingen. Von der Steinplatte, an der er in jungen Jahren anfing, ging es im weiteren Verlauf bis zu den Deutschen Meisterschaften der Leistungsklassen, wo er 2017 in Nittenau den zweiten Platz belegte und mit dem Sillenbucher Leon Lühne sogar die Doppelkonkurrenz gewann.
„Neue Gesichter und viel Abwechslung“
Zwischen der Race-Turnierserie und Steven Kaltenbrunner stimmte recht früh die Chemie. „Ich finde es prima, dass jeder innerhalb der kurzen Turnierdauer mindestens sechs Spiele bestreitet, unabhängig von den Ergebnissen“, sagt Steven Kaltenbrunner, „außerdem ist bei den Race-Teilnehmern abseits der üblichen Kontrahenten im eigenen Bezirk immer für neue Gesichter und somit für viel Abwechslung gesorgt.“ Die Qualifikation für das Bundesfinale hatte Kaltenbrunner ursprünglich nicht auf dem Schirm. „Aber als feststand, dass ich beim Landesfinale dabei bin, war ich mir schon meiner Favoritenrolle bewusst und wollte alle Spiele gewinnen.“ Lange lief es in Deilingen auch nach Plan, in den ersten sechs Einzeln gab Kaltenbrunner nur drei Sätze ab und geriet dabei nie in ernsthafte Gefahr. „Im letzten Match fing dann aber schon der erste Satz schlecht an“, sagt der 31-Jährige, der gegen den späteren Achten Dirk Scherer noch einmal über Maßen gefordert wurde, nach zwischenzeitlichem 1:2-Satzrückstand aber noch rechtzeitig das Blatt wendete. Am Ende stand der Turniersieg vor Leonard Lange (TuS Metzingen) und Wolfgang Krickl (ESV Weil), die genauso wie Peter Schillinger (TSV Herrlingen) und Anja Brodbeck (TuS Metzingen) bei den Series Finals im Westerwald die Farben von Tischtennis Baden-Württemberg vertreten. „Ich möchte so viele Spiele wie möglich gewinnen und mich für die Endrunde am zweiten Turniertag qualifizieren“, gibt Steven Kaltenbrunner sein erklärtes Ziel aus. Und er ergänzt: „Unabhängig von meinem Abschneiden in Grenzau werde ich auch weiterhin der attraktiven Turnierserie treu bleiben.“
(Thomas Holzapfel)
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