Fortgeschritten: Vermehrter Einsatz (halb-)langer Aufschläge

    In seinem neuen Trainingstipp erklärt Tom Wetzel, Cheftrainer des TopSpin Sport TT-Centers in Bad Aibling, wie sich das Training im fortgeschrittenen und Spitzenbereich bereits verändert hat – und welche Entwicklungen künftig noch zu erwarten sind.

    Tom Wetzel erklärt, worauf es ankommt. (© Wetzel)

    Im modernen Hochgeschwindigkeits-Tischtennis steht vor allem die Effizienz der Schlagtechniken im Mittelpunkt. Entscheidend ist dabei weniger die isolierte Betrachtung einzelner Schläge, sondern vielmehr deren gezielter Technik-Einsatz in realen Spielsituationen. Richtig oder falsch spielt dabei eine untergeordnete Rolle – wichtiger ist das Verständnis der jeweiligen Vor- und Nachteile einer Ausführung im Kontext des Ballwechsels.

    Gerade die beiden WTT-Champions-Turniere in Montpellier und Frankfurt haben in den vergangenen Wochen gezeigt, dass sich im Aufschlag-Rückschlag-Bereich eine spannende Entwicklung abzeichnet: Der vermehrte, effektive Einsatz langer und halblanger Aufschläge – kombiniert mit einem aggressiven dritten Ball, sei es als beidseitiger Gegentopspin oder als schneller Rückhand-Kickball.

    Vor allem die „jungen Wilden“ wie die Lebrun-Brüder oder die aufstrebenden japanischen Talente – sowohl bei den Herren als auch bei den Damen – setzen ihre Gegner damit von Beginn an massiv unter Druck. Ähnlich wie sie es bereits seit einiger Zeit mit langen Rückschlägen praktizieren.