Vom Enkel bis zur Oma: Die Locher-Familie beim STC

Zwischen Enkel Tim und Oma Christel Locher liegen 67 Jahre. Beim Sommer-Team-Cup powered by TIBHAR ist das kein Problem: Hier spielt (fast) die ganze Familie als „Locher-Bande“ in einer Mannschaft.

Ob Frau oder Mann, jung oder alt, im selben Verein oder nicht - beim Sommer-Team-Cup powered by Tibhar besteht die Möglichkeit, sich seine Mannschaft selbst zusammenzusuchen. Einige Teams nutzen die Gelegenheit, sich mit ein paar Verwandten zusammenzutun oder sogar eine reine Familienmannschaft zu bilden, was sonst schwerlich möglich wäre. Auf diese Idee kamen auch die Lochers aus Hessen. „Im letzten Jahr hatten schon ein paar aus unserem Verein am Sommer-Team-Cup teilgenommen - ich habe gleich im Hinterkopf behalten, dass das doch auch was für uns sein könnte“, erzählt Hans-Jürgen Locher, der Großvater der „Locher-Bande“. „Als ich die anderen drauf angesprochen habe, waren alle gleich begeistert.“
Altersspanne von elf bis 78
Die anderen, das sind seine Frau Christel, mit 78 Jahren die Älteste im Team und „vom Tischtennisspirit der Kopf der Mannschaft“, wie ihr Mann berichtet, schließlich sei sie am längsten aktiv, sei am erfolgreichsten gewesen und habe den Rest der Familie mit dem Tischtennisvirus infiziert. Tobias ist Christels und Hans-Jürgens ältester Sohn, der mit 1455 den höchsten Q-TTR-Wert der Mannschaft aufweist und vor 20 Jahren schon mal über 1700 Punkte hatte. An seiner Seite seine Frau Kathrin, die erst vor einem Jahr mit Tischtennis angefangen hat, sich aber alle Mühe gibt, das Verpasste schleunigst aufzuholen. Und das Küken im Team ist schließlich Tobias’ und Kathrins Sohn Tim, der voriges Jahr Hessen-Meister der mini-Meisterschaften sowie Dritter im Bundesfinale wurde und inzwischen fünf bis sechs Mal pro Woche aus eigenem Antrieb trainiert, wie der stolze Großvater berichtet.
Während Christel und Hans-Jürgen Locher beim SC Eintracht Oberursel 1957 spielen, sind die Jüngeren allesamt bei der TG Lämmerspiel 1905 aktiv. Zwar darf Jungspund Tim auch mal in Tobias Lochers Team aushelfen - eine ganze Mannschaft aus Lochers so wie beim Sommer-Team-Cup ist hingegen ein Novum und eine einmalige Gelegenheit. „Dass wir hier zusammen als Familie antreten können, das ist natürlich eine besondere Motivation“, findet Hans-Jürgen Locher. „Uns geht es vor allem darum, Spaß zu haben, aber wenn ein Sieg dabei herausspringt, sind wir auch nicht böse. Ein bisschen Ehrgeiz ist schon da.“ Kein Wunder - das Tischtennisoberhaupt der Familie, Christel, die noch mit über 60 Jahren in der Oberliga spielte, hat schließlich schon einige Titel und Medaillen bei Seniorenmeisterschaften auf nationaler und europäischer Ebene gewinnen können. Sie diente auch als Vorbild, dass ihr Ehemann, als es mit dem Fußball körperlich nicht mehr klappte, zum Tischtennis fand, und die beiden Söhne im Teenie-Alter den Schläger in die Hand nahmen.
Auch Hund Lucy gehört zum Team
„Der Tischtennissport ist ganz klar ein Bindeglied in unserer Familie. Bei jeder Zusammenkunft drehen sich die Gespräche irgendwann um Tischtennis - zum Leidwesen der wenigen, die nichts damit zu tun haben“, schmunzelt Hans-Jürgen Locher, zum Glück seien aber sieben von elf Familienmitgliedern Tischtennisspieler. Plus Hund Lucy, die nicht nur bei jedem Punktspiel im Verein und im Training immer dabei ist und sich in aller Ruhe die Bälle um die Ohren fliegen lässt. Auch beim Sommer-Team-Cup ist Lucy ein festes Mitglied der Locher-Bande. Im bisher einzigen STC-Duell der Familienmannschaft in der Leistungsklasse C gegen die Hopfen Helden brachte ihr das Maskottchen jedoch kein Glück: Das Spiel ging mit 3:4 verloren. Das soll gegen die Hanauer Banausen nächste Woche besser werden: mit vereinten Kräften, der geballten Familien-Power und Maskottchen Lucy.

0 Kommentare
Um einen Kommentar abzugeben, musst du mit deinem myTischtennis.de-Account eingeloggt sein.
