Mit 86 beim STC: Klaus Werth ist der älteste Teilnehmer

Tischtennis hält fit, findet Klaus Werth, und greift darum auch mit 86 Jahren noch regelmäßig zum Schläger - aktuell beim Sommer-Team-Cup powered by Tibhar, wo er der älteste Teilnehmer ist.

„NGU“ lautet der Name von Klaus Werths Mannschaft beim Sommer-Team-Cup 2026. Was zunächst etwas kryptisch klingt, passt am Ende wie die Faust aufs Auge: „NGU“ ist die Kurzform von „Never Give Up“ - zu deutsch „Gib niemals auf“. Das gilt natürlich auch für das älteste Mitglied des Teams, Klaus Werth, der mit 86 Jahren zudem der älteste Teilnehmer dieser Sommer-Team-Cup-Saison ist. „Tischtennis hält fit - den Kopf und den Körper“, erklärt der Spieler des TTC Schwelm/Berghausen. „Außerdem mag ich den Zusammenhalt und die Gemeinschaft im Tischtennis.“ So ist es kein Wunder, dass Werth auch im fortgeschrittenen Alter noch zweimal in der Woche zum Training am Tisch steht.
Weniger Spiele als in der Liga
Hier trifft er regelmäßig auf Hubert Wagner, 76 Jahre alt und ebenfalls Mitglied beim TTC Schwelm/Berghausen. Er war es, der auf die Idee kam, eine Mannschaft beim Sommer-Team-Cup anzumelden und Werth mit aufzunehmen. „Ich spiele nicht mehr regelmäßig, in der Liga sind es mir zu viele Spiele. Dadurch ist man natürlich auch etwas schlechter geworden. Um nicht noch schlechter zu werden, dachte ich mir: Lasst uns da doch mal mitmachen“, erzählt Wagner. „Klaus ist beim Training immer ganz heiß und spielt einfach sehr gerne. Drum war es naheliegend, ihn dazu einzuladen.“
Zumal in der Trainingsgruppe, in der Werth ebenfalls der Älteste ist, laut Wagner immer wieder die spielerische Klasse seines NGU-Kollegen offenbar wird: In den 60er- und 70er-Jahren war Werth schon Kreis- und Bezirksmeister und durfte einige Spiele in der Landesliga bestreiten. „Er spielt immer sehr aggressiv. Manchmal kommen da Bälle zustande, von denen man meint, dass sie eigentlich gar nicht möglich sind“, verrät Wagner. Werth begann seine Tischtenniskarriere damals noch beim FC Schwelm 06, spielte aber nebenbei auch im Betriebssport mit. Inzwischen sei Tischtennis im Raum Schwelm eher ein Spiel der Älteren, findet der frühere Einzelhandelskaufmann: „Wir haben wenig Nachwuchs, die Jüngeren interessieren sich hier leider nicht so sehr für Tischtennis.“
Vor allem Spaß haben
Auch die Altersspanne seiner STC-Mannschaft NGU ist eher in der zweiten Lebenshälfte anzusiedeln und reicht von Mitte 50 bis 86. In den zwei bisher absolvierten Gruppenspielen war Werth bislang einmal am Start, verlor aber beide Einzel. Für Teamkapitän Wagner ist dies kein Beinbruch, man wolle schließlich vor allem ein paar Mannschaftsspiele bestreiten, um im Tritt zu bleiben, und Spaß haben. „Aber natürlich haben alle Tischtennisspieler das Ziel, zu gewinnen, wenn sie an den Tisch gehen“, meint Werth. Vielleicht klappt es ja im nächsten Gruppenspiel mit dem ersten STC-Sieg - dann werden sich Werth, Wagner und Co. im Generationsduell mit den Jungspunden der FSH-Youngster aus Essen messen. Egal, ob die Erfahrung oder Jugend am Ende schwerer wiegt, eines wird das NGU-Team bestimmt nicht tun: aufgeben.

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