52 Prozent: Annett Kaufmann gewinnt Team-D-Award
Annett Kaufmanns Geschichte bei ihren ersten Olympischen Spielen in Paris war außergewöhnlich. Eigentlich nur als Ersatzspielerin vorgesehen, rückte sie für die verletzte Ying Han ins Team und wuchs im Mannschaftswettbewerb über sich hinaus. Der Halbfinaleinzug wurde nicht nur in der Tischtennisszene wahrgenommen. Kaufmann wurde zur Preisträgerin des Team-D-Awards rund um Paris 2024 gewählt - und das mit 52 Prozent der Stimmen.

Erst 18 Jahre alt und eigentlich als Ersatzspielerin für das deutsche Damen-Team eingeplant - und trotzdem übernahm Annett Kaufmann die Rolle der Führungsspielerin in der Mannschaft, fuhr fünf Einzelsiege ein, unter anderem gegen vier Top-30-Spielerinnen, besiegte Japans Shootingstar Miwa Harimoto mit 3:0 und spendete ihren Teamkameradinnen Trost, als es dann doch nicht mit Bronze geklappt hatte. Annett Kaufmann hat sich bei den Olympischen Spielen in die Herzen der Tischtennisgemeinde gespielt, hat aber auch große Aufmerksamkeit außerhalb dieser Bubble erhalten. Dies wurde nun mit dem Team-D-Award honoriert, der per Abstimmung auf der Team-Deutschland-Webseite vergeben wurde. In der Kategorie „Olympics“ setzte sich die Tischtennisspielerin gegen die Ringerin Annika Wendle (25,9 %) und Schwimmerin Angelina Köhler (21,9 %) mit 52,2 Prozent deutlich durch.
Der Award, der vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und Deutschen Behindertensportverband verliehen wird, rückt weniger die großen Erfolgsgeschichten in den Fokus, sondern emotional berührende und beeindruckende Momente und Geschichten. Kaufmanns Leistung und Auftreten als über sich hinauswachsende Nachrückerin bewegte die Abstimmenden offenbar am meisten. Neben ihr wurden auch noch Para-Schwimmerin Maike Naomi (Kategorie „Paralympics“) und Para-Ruderin Kathrin Marchand (Kategorie „Rookie of the Games“) gewählt. Die Übergabe der Preise erfolgt am 14. Dezember in Baden-Baden.
(JS)
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