ETTU-Wettbewerbe

Champions League: Wichtiger 3:0-Erfolg für Ochsenhausen

Simon Gauzy gelang die Revanche für das verlorene EM-Finale gegen Emmanuel Lebesson (©Roscher)

04.11.2016 - Den TTF Liebherr Ochsenhausen ist am Donnerstagabend in der Champions League ein wichtiger Schritt in Richtung Viertelfinale gelungen. 170 Minuten benötigten die Oberschwaben, um mit Vaillante Angers den heftigsten Rivalen um Platz zwei in dessen eigener Halle mit 3:0 in die Schranken zu weisen. Es war wohl einer der besten Auftritte der TTF in der bisherigen Saison, und zwar der gesamten Mannschaft.

Hervorzuheben bleibt, dass es ein ganz besonderer Tag für Simon Gauzy war. Am Vormittag erfuhr er seine neue Weltranglisten-Position – der 22-jährige Franzose ist nunmehr die Nummer 14 der Welt, eine tolle Platzierung und natürlich eine neue persönliche Bestmarke –, und am Abend glückte ihm die Revanche für das elf Tage zuvor verlorene EM-Finale gegen Emmanuel Lebesson.

Das klare Ergebnis könnte von Bedeutung sein, falls es am Ende zu einer knappen Entscheidung kommen oder gar der direkte Vergleich zählen sollte. Das Endergebnis hört sich indes klarer an, als der Verlauf der Partie tatsächlich war. Auch das Satzverhältnis von 9:4 zugunsten der TTF spiegelt noch nicht wider, dass von den insgesamt an diesem unterhaltsamen Tischtennis-Abend gespielten 13 Sätzen nicht ein einziger deutlicher als 11:8 ausgegangen ist. Sieben Durchgänge fanden erst in der Verlängerung ihren Sieger.

Dyjas sorgt für die Entscheidung
Zunächst legte Yuto Muramatsu für die TTF vor. Der Japaner besiegte den Schweden Jon Persson mit 3:1 – nicht ganz unerwartet, jedoch musste Muramatsu mächtig für den Erfolg arbeiten, da Persson mit dessen virtuosem Defensivspiel recht gut zurechtkam. Dann folgte die prickelnde Neuauflage des EM-Finales – die Satzergebnisse deuten an, wie eng es zuging: 12:14, 14:12, 11:8, 12:10 hieß es am Ende zu Gunsten des Vize-Europameisters Gauzy, der damit unter Beweis stellte, dass er in Budapest gut und gerne auch ganz oben auf dem Treppchen hätte stehen können. Ein auch psychologisch ungemein wichtiger Sieg für den Franzosen. „Oldie“ Jens Lundquist zeigte im dritten Match, dass er immer noch bissig ist und auch einem technisch überlegenen Spieler gefährlich werden kann. Der 37-jährige Ex-Ochsenhausener zwang den zweifachen EM-Medaillengewinner Jakub Dyjas, der in der taufrischen November-Weltrangliste einen signifikanten Sprung von Platz 45 auf 36 gemacht hat, in den Entscheidungssatz, den der junge Pole schließlich knapp zu seinen Gunsten entschied, womit der TTF-Triumph unter Dach und Fach war.

Kristijan Pejinovic war begeistert: „Das war ein echtes Ausrufezeichen heute, unser klarster Auftritt bisher in dieser Saison. Mit einem 3:0 in Angers lässt es sich wirklich gut nach Hause fahren. Einfach schön!“ Besonders freute sich der TTF-Präsident für Simon Gauzy: „Sein Sieg gegen Lebesson war natürlich ein Schlüssel für unseren Erfolg. Ich weiß, dass Simon eigentlich der bessere Spieler ist, nur bei der EM war er es eben nicht, was schon an seiner Psyche genagt hat. Glückwunsch, Simon!“ Pejinovic bilanzierte: „Alle drei haben gut gespielt. Simon und Jakub haben auch ihre Einsätze mit den Nationalteams in der EM-Qualifikation am Dienstag gut weggesteckt. Dieses 'kleine Finale' war ein weiteres lehrreiches Spiel für unsere junge Mannschaft mit einem Top-Ergebnis und eine klare Ansage. Ich freue mich auf unser TTBL-Spiel am Sonntag in Mühlhausen!“

Vaillante Sports Angers TT – TTF Liebherr Ochsenhausen 0:3
Jon Persson – Yuto Muramatsu 1:3 (-8,10,-10,-9)
Emmanuel Lebesson – Simon Gauzy 1:3 (12,-12,-8,-10)
Jens Lundquist – Jakub Dyjas 2:3 (-8,9,-10,10,-9)

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