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Nervenschlacht: Deutsche Damen bezwingen Spanien

Kristin Silbereisen holte den entscheidenden Punkt (@Roscher)

20.08.2012 - Spaniens Nationalcoach Peter Engel sollte recht behalten. "Alle Spiele müssen erst einmal gespielt werden", hatte der deutsche Trainer im Vorhinein gewarnt. Und auch wenn das Damenteam von Jie Schöpp optimistisch in die Box stieg, wurde es denkbar knapp. Doch Wu Jiaduo und Kristin Silbereisen behielten die Nerven, machten zweimal einen Rückstand wett und den Einzug in die Zwischenrunde perfekt.

"Die Spanierinnen liegen uns", hatte Kristin Silbereisen am Vortag noch selbstbewusst erklärt. Das dritte Gruppenspiel des deutschen Damen-Nationalteams wurde dann aber doch ein wahrer Krimi. "Wir wussten schon, dass das schwieriger würde als gegen Polen", räumte Bundestrainerin Jie Schöpp nach dem 3:2-Sieg dann auch ein. "Ich bin sehr froh, dass wir gewonnen haben, aber auch platt." Kein Wunder, schließlich ging die Partie über die volle Distanz und war nichts für schwache Nerven.


Gegen Spaniens Nummer eins, Shen Yanfei hatte Kristin Silbereisen nicht viel zu melden. "Sie ist schon sehr stark", sagte die Kroppacherin hinterher. "Ich wusste, dass sie sehr gut drauf ist." Ein paar taktisch unglückliche Situationen später stand es 0:3 für Silbereisen und 0:1 für Deutschland. Doch die Kroppacherin konnte sich auf ihre Teamkollegin Wu Jiaduo verlassen, die Galia Dvorak ebenso deutlich bezwang.


Zhenqi Barthel hatte nun die Gelegenheit, das deutsche Team zum ersten Mal in Führung zu bringen, doch musste sich mit 1:3 gegen Sara Ramirez geschlagen geben. Für Barthel war es die erste Partie des Wettbewerbs, womit der holprige Spielbeginn erklärt werden kann. Später wurde sie sicherer, aber nicht gut genug, um Ramirez zu schlagen. Wu hatte demnach zum zweiten Mal die Aufgabe, für den Ausgleich zu sorgen. Mit Shen Yanfei hatte auch die Deutsche Meisterin ihre Probleme. Dann bekam auch noch Irene Ivancan auf der Bank die Rote Karte und musste im Publikum Platz nehmen. 'Dudu' ließ sich nicht irritieren und verwandelte schließlich den letzten von drei Matchbällen im fünften Satz.


Nun hing alles an Kristin Silbereisen, die ihr erstes Einzel 0:3 verloren hatte und im letzten Spiel gegen ihre Kontrahentin Galia Dvorak bei der WM in Rotterdam noch 0:4 unterlegen war. Doch Silbereisen bewies ihre Nervenstärke und revanchierte sich mit 3:1. "Kristin hat mich sehr überzeugt", lobte Jie Schöpp. "Nach der Niederlage im ersten Spiel war ihre Körpersprache sehr positiv, sehr selbstbewusst." Für Silbereisen selbst war es natürlich eine unangenehme Situation, beim Spielstand von 2:2 in die Box zu müssen. "Aber ich wusste, wenn ich taktisch gut spiele, dann gewinne ich", erklärte eine erleichterte Silbereisen, die auch dem Publikum für die Unterstützung dankte. Am morgigen Dienstag steht mit der Partie gegen Japan nun das entscheidende Spiel um den Gruppensieg an. 


Die Ergebnisse im Überblick

Deutschland - Spanien 3:2


Kristin Silbereisen - Shen Yanfei 0:3 (9:11, 10:12, 5:11)
Wu Jiaduo - Galia Dvorak 3:0 (11:3, 11:6, 11:8)
Zhenqi Barthel - Sara Ramirez 1:3 (2:11, 8:11, 11:3, 7:11)
Wu Jiaduo - Shen Yanfei 3:2 (12:10, 7:11, 11:8, 9:11, 11:9)
Kristin Silbereisen - Galia Dvorak 3:1 (12:10, 8:11, 11:6, 11:6)

(JS)

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