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TT-Sommercamp des TTVN setzt inklusiven Schwerpunkt

Auch Europameister Selcuk Cetin (r.) mischte sich unter die Teilnehmer (©TTVN)

07.08.2018 - Beim 16. Sommercamp des Tischtennis-Verbands Niedersachsen (TTVN) in der Akademie des Sports in Hannover hatten die 25 Camptrainer für die 100 Teilnehmer wieder ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet. Das Sommercamp nutzten auch insgesamt 41 Vereinstrainer für ihre Fortbildung und Verlängerung der C-Lizenz. Außerdem waren 14 Anwärter einer Jugendleiter-Card vor Ort sowie drei Mitglieder des TTVN-Juniorteams und 19 Freiwilligendienstleistende, die ihren ersten Einführungslehrgang belegten.

Auf dem Plan standen während des fünftägigen Camps viele Tischtenniseinheiten, aber auch Turniere, Showkämpfe und Paralympisches Tischtennis sowie freizeitliche Elemente wie Schwimmbadbesuch, Grillabend und Gesellschaftsspiele. Insgesamt umfasste das Camp ein 58-stündiges Programm – und wie immer beinhaltet so etwas Höhepunkte.

Vor allem die paralympischen Einheiten am Donnerstag begeisterten die Kinder. Denn mit Tischtennis im Rollstuhl oder, wie in manchen Wettkampfklassen üblich, mit Krücken kamen bislang wohl die wenigsten der acht bis 16 Jahre alten Teilnehmer in Berührung. Und genau das ist das Ziel der gemeinnützigen GmbH „sport grenzenlos“: Das Team um Projektleiter Holger Nikelis, zweifacher Paralympics-Sieger im Tischtennis, will Begeisterung für den Behindertensport schaffen und für Inklusion sensibilisieren. Dafür geht sport grenzenlos auf Tour, machte nun in Hannover beim Sommercamp Station. Unterstützt wurde sport grenzenlos vom Behindertensportverband Niedersachsen (BSN), der das Thema Inklusion ohnehin in die Fachverbände transportieren will. „Mit dem TTVN klappt das sehr gut. Da merkt man, dass der TTVN Motivation für dieses Thema hat“, sagte Jaak Beil vom BSN.

Nach ein wenig Theorie zu Beginn erhielten die Campteilnehmer die Möglichkeit, sich im Rollstuhl am Tisch auszuprobieren. Auch Europameister Selcuk Cetin mischte sich unter die Teilnehmer und machte mit bei einem Doppelturnier, bei dem jede Paarung aus einem Fußgänger und einem Rollstuhlfahrer bestand.

Dass die Sportgeräte überhaupt vorhanden waren, dafür sorgte Otto Bock Healthcare Deutschland. Die Firma aus Duderstadt stellte 20 Rollstühle leihweise für Hannover zur Verfügung. Nikelis stellte den Kontakt her, der BSN unter Federführung von Beil holte die Geräte ab und brachte sie wieder zurück ins Eichsfeld.

Nicht nur wegen dieses gelungenen Programmpunktes, sondern auch ganz allgemein zog Markus Söhngen ein begeistertes Fazit des Sommercamps. „Die Hitze hat uns in der Woche in den Sporthallen zu schaffen gemacht. Dennoch haben sich unsere Camptrainer ihre Motivation nicht nehmen lassen – und das hat sich auf die Teilnehmer übertragen“, sagte der TTVN-Lehrrefent und Leiter des Sommercamps.

(Hartung/TTVN)

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