World Cup

World Cup: Junge Japanerin Hirano schreibt Geschichte

Miu Hirano setzte sich in Philadelphia an die Spitze (©ITTF)

10.10.2016 - Sie ist die jüngste und erste nicht aus China stammende Gewinnerin der World Cup-Geschichte. Miu Hirano drückte dem prestigeträchtigen Turnier in Philadelphia am Wochenende ihren Stempel auf und besiegte sowohl die Titelfavoritin Feng Tianwei als auch die an Position zwei gesetzte Taiwanerin Cheng I-Ching. Die beiden deutschen Starterinnen, Sabine Winter und Petrissa Solja, hatten sich bereits im Viertel-, bzw. Achtelfinale verabschieden müssen.

In Sachen Nachwuchs macht den Japanern so schnell niemand etwas vor. Mima Ito und Tomokazu Harimoto sorgten in den vergangenen Monaten und Jahren bereits für viele Schlagzeilen, die verdeutlichten, dass in Zukunft verstärkt mit Japan zu rechnen ist. Auch Miu Hirano gehört zu der neuen, starken japanischen Generation, stand bisher allerdings zumeist im Schatten ihrer Doppelpartnerin Ito, die einen Rekord nach dem anderen absahnte. Gemeinsam mit Ito bildete sie dennoch als Zwölfjährige das jüngste Doppel der Geschichte, das 2013 erst in ein World Tour-Viertelfinale und dann in ein -Halbfinale einziehen konnte. Ein Jahr später kürten sich die beiden bei den German Open zu den jüngsten Gold-Medaillengewinnern in der Geschichte der World Tour. Und nun sind die Scheinwerfer ausschließlich auf Hirano gerichtet: Beim World Cup der Damen konnte sie ihr erstes großes Einzelturnier gewinnen.

In Abwesenheit der Chinesinnen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht am Start waren, ist die 16-jährige World Cup-Debütantin nicht nur die jüngste Siegerin der Geschichte, sondern auch die erste World Cup-Gewinnerin, die nicht aus China kommt. Die an Position fünf Gesetzte bezwang im Turnierverlauf Elizabeta Samara, ihre Doppelpartnerin Mima Ito, die Titelfavoritin Feng Tianwei, die sich später Bronze sicherte, und im Finale schließlich Cheng I-Ching aus Taiwan. Besonders mit diesem letzten Sieg konnte sie wegen der Deutlichkeit ihres Erfolgs überzeugen. Sie gewann gegen die an Position zwei Gesetzte in vier klaren Sätzen. „Ich bin sehr glücklich über diesen Sieg, es fühlt sich für mich alles wie ein Traum an“, erklärte Hirano. „Mit den 45.000 US-Dollar Preisgeld werde ich für meine Familie, Trainer und Freunde shoppen gehen.“

Die beiden deutschen Vertreterinnen in Philadelphia, Sabine Winter und Petrissa Solja, fliegen derweil ohne Medaille wieder nach Hause. Solja hatte sich überraschend schon in ihrem Auftaktspiel im Achtelfinale Shen Yanfei geschlagen geben müssen, Winter konnte sich bei ihrem Debüt gegen die Koreanerin Yang Haeun nach 0:3-Rückstand noch zum Sieg kämpfen, scheiterte dann aber im Viertelfinale an Feng Tianwei (zum ausführlichen Bericht).
 

Die Spiele der Hauptrunde im Überblick:

Achtelfinale
Feng Tianwei SIN - Dina Meshref EGY 4:0 (9,8,6,5)
Sabine Winter - Yang Haeun KOR 4:3 (-10,-9,-10,8,10,4,7)
Miu Hirano JPN - Elizabeta Samara ROU 4:2 (9,4,-3,9,-7,8)
Sofia Polcanova AUT - Mima Ito JPN 2:4 (8,-9,7,-8,-11,-8)
Petrissa Solja - Shen Yanfei ESP 2:4 (5,-5,9,-8,-4,-2)
Tie Yana HKG - Jiang Huajun HKG 4:1 (7,9,6,-7,9)
Liu Jia AUT - Georgina Pota HUN 4:1 (9,-8,9,8,9)
Cheng I-Ching TPE - Lily Zhang 4:1 (8,6,10,-11,12)

Viertelfinale
Sabine Winter - Feng Tianwei SIN 0:4 (-7,-13,-11,-9)
Shen Yanfei ESP - Tie Yana HKG 1:4 (-7,5,-7,-5,-7)
Liu Jia AUT - Cheng I-Ching TPE 1:4 (-8,9,-3,-8,-9)
Miu Hirano JPN - Mima Ito JPN 4:1 (-11,4,8,4,8)

Halbfinale
Feng Tianwei SIN - Miu Hirano JPN 2:4 (3,-6,7,-11,-9,-13)
Cheng I-Ching TPE - Tie Yana HKG 4:2 (-8,13,8,-8,9,7)

Spiel um Platz drei
Feng Tianwei SIN - Tie Yana HKG 4:1 (10,-7,6,8,9)

Finale
Miu Hirano JPN - Cheng I-Ching TPE 4:0 (9,5,4,8)

Alle Ergebnisse und einen Live-Stream finden Sie auf der ITTF-Webseite!

(JS)

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