International

Chinesen führen zweifarbigen Ball in Super League ein

Mit diesen Bällen soll in der Finalrunde der Super League gespielt werden (©ITTF)

17.07.2014 - Hierzulande ist man noch völlig mit dem Wechsel vom Zelluloid- zum Plastikball beschäftigt, in China führt man bereits das nächste alternative Spielgerät ein. Wie die Internetplattform Tabletennista berichtet, wird in der Finalrunde der chinesischen Super League mit zweifarbigen Bällen gespielt, die die Rotation besser wahrnehmbar und den Sport für Zuschauer dadurch verständlicher machen sollen.

Vor der aktuellen Saison der chinesischen Super League hatte man sich im Reich der Mitte dazu entschlossen, vorerst auf den Plastikball zu verzichten und die Spielzeit noch mit der alten Zelluloidvariante zu gestalten. An dieser Entscheidung hat sich wohl auch nichts geändert, dennoch soll zum Ende der Super League-Saison ein ungewohntes Spielgerät über die Tische fliegen. Denn die Finalrunde, die vom 7. bis 10. August ausgetragen wird, soll erstmals mit zweifarbigen Bällen gespielt werden, wie die Internetplattform Tabletennista berichtet.

 

An dieser Idee feilen die Chinesen schon länger. Bereits bei der Team-WM in Tokio wurde über einen Antrag des chinesischen Verbands beraten, die Vorteile von zweifarbigen Bällen weiter zu erforschen. Damit will man den Sport für die breite, internationale Masse verständlicher und interessanter machen, da so die Rotation, die Tischtennis zu einem großen Teil ausmacht, für das Publikum und die Fernsehkameras besser wahrnehmbar ist. Wie der Verband im Rahmen der WM argumentierte, hätten die TV-Sender so durch Slow-Motion-Aufnahmen die Möglichkeit, den Spin genauer unter die Lupe zu nehmen und den Zuschauern zu vermitteln. Das hat natürlich zur Folge, dass auch die Spieler den Schnitt besser lesen können, was es für Akteure, deren Spiel auf häufigen Rotationswechseln beruht, schwieriger macht, den Gegner auf diese Weise zu überraschen.

 

Die Chinesen hatten bereits vor der WM einige Versuche mit dem zweifarbigen Ball angestellt - nun soll er in der entscheidenden Phase der höchsten chinesischen Liga zum Einsatz kommen. So werden womöglich auch die beiden deutschen Topspieler Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov damit konfrontiert, bei einem wichtigen Wettkampf mit einem mehrfarbigen Ball zu spielen. Die entscheidende Phase der Super League wird in einem Final-Four-Turnier ausgetragen, für das sich die besten vier Clubs der ersten Ligaphase qualifizieren. Noch sind die Clubs der beiden Deutschen, aktuell Tabellendritter und -vierter, auf einem guten Weg, bei dieser Ballpremiere dabei zu sein.

 

(JS/Tabletennista)
 

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