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Deutschland will die WM 2023 ausrichten

Bekommen die deutschen Fans 2023 wieder die Gelegenheit, ihre Stars zu Hause zu unterstützen? (©Fabig)

09.10.2019 - Bremen 2006, Dortmund 2012 und Düsseldorf 2017 - an die bisher drei WM-Ausgaben auf deutschem Boden der 2000er Jahre können sich viele von Ihnen sicher noch gut erinnern. Wann dürfen wir uns auf die nächste Heim-WM in Deutschland freuen? Wenn es nach dem DTTB geht, im Jahr 2023. Denn wie die ITTF gestern meldete, gehört Deutschland zu den vier aktuellen Kandidaten für die Individual-Weltmeisterschaft in vier Jahren.

Nach der erfolgreichen Individual-WM 2017 in Düsseldorf hatte sich der DTTB anfangs auch für die Ausrichtung der WM-Ausgaben in den Jahren 2021 und 2022 interessiert, seine Bewerbung aber dann zurückgezogen, bevor über die Vergabe abgestimmt wurde. Ausschlaggebend waren damals die Pläne der ITTF, die WM zwar an weniger Tischen, aber auch über einen längeren Zeitraum auszutragen, was entsprechend höhere Kosten für Personal und Hallenmiete bedeutet. „Zudem gab es den ausführlichen Anforderungskatalog für die Kandidaten erst rund zehn Wochen vor dem Bewerbungsschluss“, erklärte DTTB-Präsident Michael Geiger im März die Gründe für den Rückzug der Bewerbung. „Das war für uns zu wenig Zeit, um bei den Städten und dem jeweiligen Bundesland für das Projekt feste finanzielle Zusagen bekommen zu können.“

Geiger stellte aber schon damals in Aussicht, dass der DTTB eine WM in Deutschland weiterhin auf der Agenda habe. Ein halbes Jahr später liegt die Bewerbung für die nächstmögliche Ausrichtung im Jahr 2023 auf dem Schreibtisch der ITTF. Neben Deutschland haben aber auch noch drei andere Nationen ihre Visitenkarte abgegeben: Auch Australien, Kuwait und Südafrika liebäugeln damit, Gastgeber im Jahr 2023 zu sein. Und für diese drei Nationen wäre es das erste Mal, während es für Deutschland bereits die achte Heim-WM wäre. Der DTTB kann darauf hoffen, dass nach Busan (Korea) 2020, Houston (USA) 2021 und Chengdu (China) 2022 im darauf folgenden Jahr Europa wieder an der Reihe wäre. Für die ITTF ist aber natürlich auch die Erschließung neuer Märkte von Interesse. „Drei der Kandidaten, Australien, Kuwait und Südafrika, konkurrieren allesamt darum, ihre ersten Weltmeisterschaften auszurichten, während Deutschland eine der stärksten europäischen Mächte repräsentiert“, vergleicht ITTF-Geschäftsführer Steve Dainton. „Wir freuen uns auf ein hoch kompetitives Bewerbungsverfahren.“

Am 10. Oktober wird die ITTF den Bewerbern ihre Anforderungen mitteilen, eine finale Bewerbung muss dann bis zum 30. November eingegangen sein. Im März 2020 wird in der Jahreshauptversammlung des Weltverbandes im Rahmen der WM schließlich über die Vergabe abgestimmt. Welcher Gastgeber es auch sein wird - er wird seine Gäste auf jeden Fall zu einer neuen Form der WM begrüßen. Ab dem Jahr 2021 wird es einen ausführlicheren Qualifikationsprozess im Vorfeld geben und nur noch 128 Spieler im Einzel und 64 Doppelpaare fahren zur WM-Endrunde, wo es dann direkt mit der K.o.-Runde losgeht.

(JS)

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