International

Patrick Franziska und Timo Boll für die Grand Finals qualifiziert

Im direkten Duell bei den Austrian Open setzte sich Timo Boll gegen Patrick Franziska knapp durch (©ITTF)

12.11.2018 - Es war knapp, am Ende hat es aber gereicht: Durch seinen Viertelfinaleinzug bei den Austrian Open und das Ausscheiden von Konkurrent Liam Pitchford im Halbfinale steht fest, dass auch Timo Boll für die Grand Finals in Seoul-Incheon (13. bis 16. Dezember) qualifiziert ist. Patrick Franziskas Start im Einzel und Doppel hatte schon vorher festgestanden.

Mit 363 World-Tour-Punkten und der erforderlichen Mindestanzahl von fünf Turnierteilnahmen sicherte sich Boll als 16. und damit letzter Spieler im Ranking seinen Grand-Finals-Startplatz vor dem Japaner Yuya Oshima (349 Punkte) und eben Pitchford (337 Punkte). Gegen den Engländer hatte Boll am Freitagabend im Viertelfinale der Austrian Open das Nachsehen gehabt, weshalb die Gefahr bestand, der 25-Jährige könne den Deutschen noch überholen. Dafür brauchte Pitchford allerdings im Halbfinale einen Sieg gegen den Weltranglistenzweiten Xu Xin, was ihm nicht gelang (0:4). So durfte sich Boll, der in diesem Jahr an den Qatar Open (Achtelfinale), den German Open (Viertelfinale), den China Open (Achtelfinale), den Japan Open (Halbfinale) und eben den Austrian Open teilgenommen hatte, über die geglückte Qualifikation freuen. 

Dass Patrick Franziska in Incheon sowohl im Einzel als auch im Doppel aufschlagen darf, hatte schon vor den Austrian Open festgestanden. Im Abschlussranking im Herren-Einzel belegte der Saarbrücker, der in Linz nach erfolgreich überstandener Qualifikation in Runde eins knapp an Timo Boll scheiterte, mit 486 Punkten und zehn Turnierteilnahmen den zehnten Rang. Ganz vorne in der Liste der teilnehmenden Spielern landete Xu Xin mit 1.750 Punkten vor Titelverteidiger Fan Zhendong mit 1.500 Punkten, Ma Long mit 1.039 Punkten, Liang Jingkun mit 947 Punkten und Tomokazu Harimoto mit 909 Punkten. 

Ovtcharov, Han und Co. nicht qualifiziert
Nicht für die Grand Finals qualifiziert hat sich diesmal Dimitrij Ovtcharov. Bei der letzten Ausgabe in Astana im Dezember 2017 hatte der Orenburger das Finale erreicht, aber schon durch das Erreichen des Viertelfinals die Weichen für den erstmaligen Sprung an die Weltranglistenspitze im Januar 2018 gestellt. Mit 203 bei sieben Turnieren im Jahr 2018 erlangten World-Tour-Punkten landete Ovtcharov diesmal 'nur' auf dem 29. Platz des World-Tour-Rankings. Bei den Damen verpassten alle deutschen Spielerinnen die Qualifikation für die Grand Finals, an denen 2017 immerhin noch Han Ying und Shan Xiaona teilgenommen hatten. Mit 182 bei acht Turnieren erlangten Punkten belegte Han Ying diesmal nur Platz 27 in der Abschlussrangliste, Petrissa Solja mit 66 Punkten (sieben Turniere) Platz 43 und Sabine Winter mit 56 Punkten (ebenfalls sieben Turniere) Platz 50. Auf Platz eins bis 16 schafften es sogar nur asiatische Spielerinnen und auch im Damen-Doppel werden keine europäischen Spielerinnen auflaufen. 

Zumindest im Herren-Doppel ist der "alte Kontinent" mit zwei Duos unter den insgesamt acht teilnehmenden Kombinationen vertreten: Startplatz sieben sicherten sich die Europameister von 2016, Patrick Franziska und der Däne Jonathan Groth, Startplatz acht wiederum die Schweden Mattias Falck und Kristian Karlsson. Auf Platz 14 landeten Ruwen Filus und Ricardo Walther. Im Mixed-Doppel schafften es immerhin die Slowaken Lubomir Pistej und Barbora Balazova unter die Qualifizierten, profitierten dabei aber davon, dass vier chinesische Kombinationen wie z. B. die Austrian-Open-Sieger Xu Xin und Liu Shiwen nur ein Turnier bestritten und die Mindestanzahl von zwei Turnierteilnahmen nicht erfüllten. Mit 70 Punkten weniger als Pistej und Balazova bei zwei Turnierteilnahmen landeten in diesem Ranking Ruwen Filus und Han Ying auf Platz 16.

Die Qualifizierten in der Übersicht:

Herren-Einzel:

Xu Xin (China), Fan Zhendong (China), Ma Long (China), Tomokazu Harimoto (Japan), Liang Jingkun (China), Jang Woojin (Südkorea), Lin Gaoyuan (China), Hugo Calderano (Brasilien), Jun Mizutani (Japan), Patrick Franziska (Deutschland), Lim Jonghoon (Südkorea), Lee Sangsu (Südkorea), Wong Chun Ting (Hong Kong), Liu Dingshuo (China), Koki Niwa (Japan), Timo Boll (Deutschland)

Damen-Einzel:

Wang Manyu (China), Kasumi Ishikawa (Japan), Liu Shiwen (China), Mima Ito (Japan), Ding Ning (China), Zhu Yuling (China), Chen Meng (China), Suh Hyowon (Südkorea), Cheng I-Ching (Taiwan), Chen Xingtong (China), Hitomi Sato (Japan), He Zhuojia (China), Miu Hirano (Japan), Sun Yingsha (China), Feng Tianwei (Singapur), Saki Shibata (Japan)

Herren-Doppel: 

Jeoung Youngsik / Lee Sangsu (Südkorea), Masataka Morizono / Yuya Oshima (Japan), Ma Long / Xu Xin (China), Ho Kwan Kit / Wong Chun Ting (Hong Kong), Jang Woojin / Lim Jonghoon (Südkorea), Liao Cheng-Ting / Lin Yun-Ju (Taiwan), Patrick Franziska / Jonathan Groth (Deutschland / Dänemark), Mattias Falck / Kristian Karlsson (Schweden)

Damen-Doppel:

Chen Xingtong / Sun Yingsha (China), Hina Hayata / Mima Ito (Japan), Jeon Jihee / Yang Haeun (Südkorea), Chen Ke / Wang Manyu (China), Liu Gaoyang / Zhang Rui (China), Honoka Hashimoto / Hitomi Sato (Japan), Doo Hoi Kem / Lee Ho Ching (Hong Kong), Ng Wing Nam / Minnie Soo Wai Yam (Hong Kong)

Mixed-Doppel:

Lee Sangsu / Jeon Jihee (Südkorea), Jang Woojin / Cha Hyo Sim (Südkorea / Nordkorea), Chen Chien-An / Cheng I-Ching (Taiwan), Lim Jonghoon / Yang Haeun (Südkorea), Maharu Yoshimura / Kasumi Ishikawa (Japan), Masataka Morizono / Mima Ito (Japan), Wong Chun Ting / Doo Hoi Kem (Hong Kong), Lubomir Pistej / Barbora Balazova (Slowakei)

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(DK)

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