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Europe Youth Top 10: Klee gewinnt Schülerinnen-Konkurrenz!

Sophia Klee gewann die Schülerinnen-Konkurrenz (©Steinbrenner)

11.09.2017 - Als beim Europe Youth Top 10-Turnier im englischen Worcester die vier Siegerehrungen durchgeführt wurden, standen auch zwei Talente des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) auf dem Podest. Sophia Klee gewann mit einer 7:2-Bilanz die Schülerinnen-Konkurrenz, während sich Jennie Wolf über den dritten Platz bei den Mädchen freuen durfte.

Schülerinnen: Sophia Klee ist der Gesamtsieg bereits nach der siebten Runde nicht mehr zu nehmen
Das ging schnell: Durch ihren 4:1-Sieg gegen Camille Luth aus Frankreich zum Auftakt des dritten und letzten Turniertages hatte Sophia Klee, in Worcester an Position vier gesetzt gewesen, den Gesamtsieg bereits in der Tasche. „Die beiden stärksten Gegnerinnen kommen zum Schluss“, hatte Bundestrainerin Lara Broich bereits im Vorfeld des Turniers gesagt. Und sie behielt recht, denn Klee unterlag danach sowohl Elena Zaharia (Rumänien/2:4) als auch Jamila Laurenti (Italien/0:4). „Sophia wollte jedes Spiel gewinnen. Das war auch noch das Ziel, nachdem sie bereits als Gesamtsiegerin feststand“, berichtete Broich und zollte ihrem Schützling im Rahmen der Siegerehrung ein großes Kompliment. „Sie hat während der drei Tage sehr clever und auf einem hohen Niveau gespielt. Auch die Körpersprache von ihr war beeindruckend sowie meist positiv.“

Durch ihre Erfolge gegen Charlotte Bardsley (England/4:2) und Lou Frete (Frankreich/4:1) hatte Anastasia Bondareva vor ihrer letzten Partie gegen die Französin Isa Cok noch die Möglichkeit, mit einem Sieg auf das Podest zu klettern. Doch im Duell mit ihrer direkten Konkurrentin um Bronze hatte die EM-Dritte deutlich mit 0:4 das Nachsehen. Am Ende belegte die 15-Jährige den fünften Platz und ließ – aufgrund des Sieges im direkten Vergleich – mit einer 5:4-Bilanz Wenna Tu hinter sich. Die Silbermedaillengewinnerin der diesjährigen Jugend-Europameisterschaften war heute ebenfalls gegen Cok ohne Satzgewinn geblieben und entschied anschließend die Vergleiche mit Bardsley (4:1) und der späteren Zweitplatzierten Türkin Ozge Yilmaz (4:2) für sich.

Mädchen: Nachrückerin Jennie Wolf ist nach ihrem dritten Platz überglücklich
„Ich bin mega zufrieden und überglücklich“, sagte Jennie Wolf, die sich als sechste Ersatzspielerin sensationell bis auf den dritten Platz vorspielte. „Mit diesem Ergebnis hätte ich niemals gerechnet.“ Wolf setzte am Schlusstag ihre Siegesserie fort und gewann sowohl gegen Denise Payet (England) als auch gegen Tania Plaian (Rumänien) ohne Satzverlust. Nach fünf Siegen hintereinander verlor die Bronzemedaillengewinnerin erst gegen die Rumänin Andreea Dragoman mit 0:4. „Ihr Spiel liegt mir nicht so, wobei ich im vierten Satz noch mit 10:8 vorne lag.“ Hätte Jennie Wolf gegen Dragoman gewonnen, wäre sogar Rang zwei herausgesprungen. Bundestrainerin Dana Weber freute sich für ihren Schützling. „Jennie hat in diesem Jahr bereits mit dem Sieg bei den Italian Open und dem Erreichen des EM-Viertelfinals gezeigt, dass sie gut spielen kann. Trotzdem kommt auch für mich der dritte Platz überraschend.“

Nach ihren drei Niederlagen gestern kehrte Luisa Säger am Schlusstag in die Erfolgsspur zurück. Sowohl gegen Andreea Dragoman (4:3) als auch gegen Denise Payet (4:1) behielt die Zweitligaspielerin aus Weinheim die Oberhand. Zum Abschluss unterlag Säger allerdings Zhang Xuan aus Spanien mit 2:4 und belegte die siebte Position. „Ein oder zwei Plätze hätte Luisa noch besser abschneiden können. So hat sie nun ihre Setzung bestätigt“, ergänzte Weber.

Schüler: Kay Stumper verliert die Duelle mit den Erst- und Zweitplatzierten
„Ein bisschen enttäuschend ist das Ergebnis schon“, sagte Jungen-Bundestrainer Zhu Xiaoyong und spielte damit auf Rang fünf von Kay Stumper an. Der Regionalligaspieler aus Kornwestheim war an Position zwei gesetzt, musste sich am Ende aber mit einer 5:4-Bilanz zufrieden geben. Stumper hatte am Schlusstag noch Möglichkeiten auf das Siegerpodest zu kommen, doch verlor er sowohl gegen den späteren Sieger Samuel Kulczycki (Polen) als auch gegen den topgesetzten Zweitplatzierten Bilal Hamache aus Frankreich mit 2:4. Begonnen hatte Kay Stumper am Sonntagmorgen mit einem 4:1-Sieg gegen den Ungar Csaba Andras. „Kay spielt noch zu wechselhaft. Seine Leistungen müssen konstanter werden“, so Zhu.

Mit zwei Siegen und sieben Niederlagen schloss Daniel Rinderer sein erstes Top 10-Turnier auf der neunten Position ab. „Es war auf jeden Fall mehr möglich“, sagte der 15-Jährige. „Zwei, drei Plätze besser hätte ich durchaus abschneiden können. In keinem Spiel war ich komplett chancenlos.“ Am dritten Tag verlor Rinderer gegen Martin Friis (Schweden/3:4), Olav Kosolosky (Belgien/1:4) und Jules Cavaille (Frankreich/2:4). Mit einem Erfolg gegen Cavaille hätte es noch zum achten Platz gereicht.

Jungen: Gerrit Engemann kämpft sich mit einer 5:0-Bilanz auf den fünften Platz vor
„Ich habe noch das bestmögliche Ergebnis herausgeholt“, resümierte Gerrit Engemann, der sich nach seinem 0:4-Start durch fünf Erfolge hintereinander immerhin noch auf den fünften Platz vorarbeitete. „Ich bin von Sieg zu Sieg besser geworden und habe am Ende ein sehr gutes Niveau gespielt“, so der 18-Jährige weiter. Am letzten Tag gewann Engemann zunächst mit 4:2 gegen Rares Sipos aus Rumänien und nahm damit erfolgreich Revanche für die EM-Viertelfinal-Niederlage vor knapp zwei Monaten. Anschließend folgten souveräne 4:0-Siege gegen Joshua Bennet (England) und Florian Cnudde (Belgien). Dagegen gelang es Tobias Hippler nicht, heute noch weitere Siege einzufahren. Nach der 0:4-Niederlage gegen den späteren Sieger Cristian Pletea (Rumänien) hatte der Linkshänder gegen Einzel-Europameister Ioannis Sgouropoulos aus Griechenland den Sieg auf dem Schläger, vergab jedoch beim Stand von 11:10 im siebten Satz einen vermeintlich einfachen Ball mit der Vorhand. „Das Spiel musste ich gewinnen“, gab sich der Drittligaspieler aus Celle anschließend selbstkritisch. Gegen Irvin Bertrand (Frankreich) war Hippler zum Abschluss ohne Chance, sodass es nur zum siebten Platz reichte. Bundestrainer Zhu Xiaoyong bezeichnete die Leistungen seiner beiden Schützlinge als „normal – nicht mehr und auch nicht weniger“. Gerrit Engemann habe sich mental verbessert, während Tobias Hippler sowohl gegen Matteo Mutti (Italien) als auch gegen Ioannis Sgouropoulos „guten Chancen zum Sieg liegen gelassen hat“.

Alle Ergebnisse der deutschen Teilnehmer finden Sie auf Seite zwei! 

(DTTB)

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