Champions League

Champions League: Macht Düsseldorf den Sack zu?

Haben die Borussen auch in Russland Grund zur Freude? (©Fabig)

17.05.2018 - Borussia Düsseldorf steht dicht vor seinem größten Triumph der vergangenen Jahre. Nach dem 3:2-Sieg im Hinspiel am vergangenen Sonntag vor heimischem Publikum sind Timo Boll und seine Teamkollegen dem fünften Titel ein Stück näher gekommen. Am morgigen Freitag, um 15 Uhr deutscher Zeit, ist der deutsche Rekordmeister nun im zweiten Champions-League-Finale zu Gast bei Fakel Gazprom Orenburg und versucht, den Sack zuzumachen.

Ein 3:2-Sieg im Rücken, Timo Boll in Topform und Dimitrij Ovtcharov noch nicht wieder fit - ist das die große Chance für Borussia Düsseldorf, am größten Rivalen Orenburg vorbeizukommen? In der Saison 2010/11 gewann der Rekordmeister zuletzt die Champions League. Seitdem konnte sich die russische Mannschaft um Deutschlands Topstar Ovtcharov viermal den Titel sichern - zuletzt im vergangenen Jahr, als Düsseldorf im Finale scheiterte. Folgt morgen die Revanche aus Borussiasicht? In der Rheinmetropole äußert man sich eher vorsichtig. "Ich bin optimistisch, der Tisch ist gedeckt, trotzdem sind wir noch weit vom Ziel entfernt“, sagte Manager Andreas Preuß. „Ich erwarte ein völlig offenes Spiel, denn Orenburg war in der Vergangenheit immer unglaublich heimstark, so dass ich davon ausgehe, dass sie sich auch jetzt noch einmal steigern werden."
 
Auch Cheftrainer Danny Heister warnt davor, zu glauben, "dass wir nur nach Russland fahren, um den Pokal abzuholen. Wir haben noch nichts erreicht außer einer guten Ausgangsposition. Vor drei Jahren sind wir mit einem 3:1-Sieg im Rücken nach Russland geflogen und mit leeren Händen nach Hause gekommen. Das möchten wir nicht noch einmal erleben. Timo Boll und Kristian Karlsson haben am Sonntag wirklich gut gespielt. Anton Källberg kann sich noch steigern." Ob der Niederländer morgen auf dasselbe Trio setzt, das bereits das Hinspiel gewonnen hat, oder ob der Österreicher Stefan Fegerl im vorletzten Spiel der Saison zum Einsatz kommt, entscheidet sich erst vor Ort.

„Borussia Düsseldorf hat wirklich gut gespielt, Timo ist in einer guten Form, das haben wir zuletzt gesehen. Er war sehr schnell und wurde immer besser“, beobachtete der Orenburger Vladimir Samsonov, der morgen gerne seinen 13. Champions-League-Titel nach Hause bringen würde. „Aber das war erst das erste Spiel und wir haben am Freitag das Rückspiel zu Hause. Nach dieser 2:3-Niederlage wird es allerdings schwer, da Dima zurzeit nicht richtig fit ist.“ Anders als bei der WM in Halmstad, wo Ovtcharov meistens an Position drei spielte, war er in Düsseldorf an zweiter Stelle aufgelaufen. Gegen Boll konnte er zumindest einen Satz gewinnen, Kristian Karlsson schlug ihn jedoch mit 3:0, was den Sieg der Borussia besiegelte. Ein Triumph in Orenburg sei nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre laut Preuß jedoch „fast unmöglich“. Bei einer 2:3-Niederlage würde das Satzverhältnis in den Fokus gerückt, das aus Düsseldorfer Sicht aktuell mit 12:8 Sätzen nicht verkehrt aussieht.
 

Die Spiele in der Übersicht:

Hinspiel:
Borussia Düsseldorf – Fakel Gazprom Orenburg 3:2
Timo Boll – Dimitrij Ovtcharov 3:1 (11:7, 11:8, 10:12, 11:6)
Kristian Karlsson – Jun Mizutani 2:3 (8:11, 11:8, 10:12, 11:9, 12:14)
Anton Källberg – Vladimir Samsonov 1:3 (6:11, 3:11, 11:7, 6:11)
Timo Boll – Jun Mizutani 3:1 (13:11, 11:8, 9:11, 11:3)
Kristian Karlsson – Dimitrij Ovtcharov 3:0 (11:8, 11:4, 11:8)

Rückspiel:
Fakel Gazprom Orenburg - Borussia Düsseldorf, Freitag, 15 Uhr

(JS/Borussia Düsseldorf)

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