Buntes

Neu-Ulm, Neu-Ulm - wir fahren nach Neu-Ulm!?

Bilder wie die "schwarz-gelbe Wand" der Fans des TV Hipoltstein könnten bald in jedem Jahr in der Neu-Ulmer Ratiopharm-Arena zu bestaunen sein (©Scharbert)

25.01.2017 - Entwickelt sich die Ulmer Ratiopharm-Arena zu einem Tempel des deutschen Tischtennissports? Die TTF Liebherr Ochsenhausen schlugen dort schon mehrmals zu besonderen Spielen auf und neulich traf sich die deutsche Tischtenniselite bereits zum zweiten Mal zum Pokalfinale in Neu-Ulm. TTBL-Geschäftsführer Nico Stehle verrät: Neu-Ulm könnte das 'Berlin' des deutschen Tischtennispokals werden. Aber warum will die TTBL das Final Four dort etablieren? Der TTVWH erklärt, warum.

Rosige Aussichten für die Tischtennisfans in der Ulmer Sportregion? Die Zuschauer haben jedenfalls auch die zweite Auflage des Pokalfinals in Neu-Ulm gut angenommen: 3100 Besucher zählte die TTBL am vorletzten Sonntag. Eine Zahl, mit der sich Nico Stehle durchaus zufriedengab, wenn auch das leise Ziel (ein ausverkauftes Haus) nicht ganz erreicht wurde. „In Neu-Ulm stimmt einfach vieles, das wir für die Austragung des Final Four benötigen“, erläutert der Geschäftsführer. Als da wären: interessierte lokale Sponsoren, die Unterstützung der Städte Ulm und Neu-Ulm und dazu noch zwei Verbände als Helfer, der TTVWH und der BTTV. Die Ratiopharm Arena – eine Art Grenzstein zwischen den Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern – garantiert den Veranstaltern also Unterstützung aus zwei Städten und Bundesländern. Eine doppelte Helferkraft, die es der TTBL natürlich „einfach macht“, so Nico Stehle. 

Daher könnte sich das Pokalfinale auch über die kommenden Jahre in der Ratiopharm-Arena etablieren. „Im Fußball skandieren die Fans 'Berlin, Berlin – wie fahren nach Berlin'. Vielleicht heißt es in ein paar Jahren ja: 'Neu-Ulm, Neu-Ulm – wir fahren nach Neu-Ulm'“, hofft Nico Stehle. Ähnlich handhabt die TTBL bereits das Bundesliga-Finale Ende Mai, das sich bereits in der Fraport-Arena zu Frankfurt etabliert hat. Der Hintergedanke der TTBL ist klar: „Durch gleichbleibende Austragungsorte wollen wir eine Art Wiedererkennungswert des Sports erschaffen. In Neu-Ulm sehen wir dafür perfekte Voraussetzungen“, erklärt Nico Stehle. Die Fans in der Region wird es freuen. 

Die stillen Säulen 

Voll des Lobes äußerte sich Nico Stehle auch über rund 40 freiwillige Helfer, die ihre Arbeitskraft für das Pokalfinale zur Verfügung stellten. Besonders bei Auf-, Ab- und Umbau der Halle benötigten die Offiziellen wieder dringenden Tatendrang von außen. Über Online-Portale und lokale Anzeigen warb die Liga die Helfer an, um ihr zahlenmäßig begrenztes Team aufzustocken. Der Kreis definiere sich zum einen aus einem festen Stamm, zum anderen aus einigen Neulingen, so Nico Stehle. „Es sind auch einige zum ersten Mal dabei gewesen.“ Dass die Liga wenige Probleme bei der Anwerbung der Kräfte hat, sieht Nico Stehle nicht als Selbstverständlichkeit an. „Daher – großen Dank an alle. Ohne die Helfer würde es eine solche Veranstaltung nicht geben.“

Zum ersten Mal meldete sich Volunteer Florian Zeifang aus Mössingen, um beim Final Four mitzuhelfen. Seit sieben Jahren spielt er aktiv Tischtennis – und ist seitdem begeistert, auch was den Spitzensport angeht. „Es ist einmal etwas ganz anderes, so eine Veranstaltung hinter den Kulissen mitzuerleben. Allein daher lohnt es sich für mich, zu helfen.“ Finanziell vergütet wird die Arbeit der Volunteers selbstverständlich nicht. Geld würde für Florian Zeigfang aber ohnehin keine Rolle spiele. „Als Tischtennisfan kann man die Arbeit sogar genießen, weil man so nah dran ist wie nie. Aber man muss den Sport schon mögen, um mitzumachen.“ Auch vom sportlichen Geschehen sei Florian Zeifang kaum abgelenkt worden. Die Einsätze der Volunteers mehren sich nach und vor der Veranstaltung sowie während der Pausen. Mit Arbeitseinsatz lässt sich das Pokalfinale also noch näher erleben – sicherlich ein Grund, dass die TTBL so viel Unterstützung von außen bekam. 

(TTVWH/JS)

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