Buntes

Liu Guoliang ist neuer Präsident des chinesischen Verbands!

Liu Guoliang (r.) möchte auch in Tokio 2020 möglichst viele Goldmedaillen feiern (©ITTF)

03.12.2018 - Im September konnte bereits die Rückkehr von Chinas ehemaligem Nationaltrainer Liu Guoliang zum nationalen Tischtennisverband verkündet werden. Am Wochenende wurde der 42-Jährige nun zum neuen Präsidenten der Chinese Table Tennis Association gewählt, wie chinesische Medien berichten. Dass es dazu kommen würde, war bereits im September gemutmaßt worden, als Liu nicht nur die Leitung einer Olympia-Arbeitsgruppe, sondern auch der Verbandswahlkommission übernahm.

Bei den letzten drei Ausgaben der Olympischen Sommerspiele konnte China alle zwölf Goldmedaillen im Tischtennis gewinnen. Maßgeblichen Anteil daran hatte wohl unbestrittener Weise auch Nationaltrainer Liu Guoliang, der die sowieso schon bestehende Dominanz der Chinesen in seiner Amtszeit von 2003 bis 2017 noch ausbaute. Auf die Fachkompetenz dieses Mannes will China bei den kommenden Olympischen Spielen in Tokio 2020 ganz offensichtlich nicht verzichten. Nach seiner Versetzung vom General-Cheftrainer zu einem von 19 Vizepräsidenten des Verbands hat Liu die Zügel nun wieder in der Hand. Am Samstag wurde er in Peking laut chinesischen Presseberichten offiziell zum neuen Präsidenten des chinesischen Tischtennisverbands gewählt. Er sei der einzige Nominierte gewesen und habe keine Gegenstimme erhalten. 

Diese Stufe auf der Karriereleiter ist die logische Konsequenz, nachdem Liu im September den Chefposten einer Arbeitsgruppe übernahm, die sich um ein erneut gutes Abschneiden in Tokio 2020 kümmern soll, und zum Leiter der CTTA-Wahlkommission ernannt wurde. Dass dies letztlich dazu führen würde, dass der zweifache Olympiasieger von Atlanta bei besagten Wahlen auch den Vorsitz des Verbandes einnimmt und damit den aus dem Sportsektor ausgeschiedenen Can Zhenhua beerbt, war bereits im September gemutmaßt worden. In dieser Übergangsphase hatte Liu also bereits die Gelegenheit dazu, seine Qualitäten an der Spitze des Verbands zu beweisen.

In seiner ersten Rede als neuer CTTA-Präsident stellte Liu noch einmal klar, dass seine Hauptprioritäten auf der Vorbereitung zu den Olympischen Spielen in Tokio und auf der Umstrukturierung im Verband liegen. Nach seiner Versetzung im Sommer 2017, auf die seine Topspieler mit einem Boykott der China Open reagiert hatten, musste China ein paar empfindliche Niederlagen hinnehmen, unter anderem schaffte es beim World Cup in Lüttich, den später Dimitrij Ovtcharov für sich entschied, erstmals seit 1999 kein Chinese ins Herrenfinale. In Tokio, wo zudem die starken jungen Japaner auf heimischem Boden auftrumpfen wollen, soll es mit Lius Hilfe wieder die gewohnte Komplett-Ausbeute geben.

(JS)

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