Buntes

'Transfercoup': Waldner und Appelgren schlagen für Oldenburg auf

Werden bald wieder in Deutschland zu sehen sein: Mikael Appelgren und Jan-Ove Waldner (©Waldners Facebookseite)

24.01.2018 - Tischtennisanhänger der goldenen schwedischen Generation dürfen sich freuen: Jan-Ove Waldner und Mikael Appelgren werden bald wieder in Deutschland aufschlagen. Wo? Natürlich nicht mehr in Deutschlands höchster Spielklasse, der Tischtennis Bundesliga. Dafür aber für die Ü50-Seniorenmannschaft des Oldenburger TB, der schon im letzten Jahr mit namhaften Verpflichtungen auf sich aufmerksam gemacht hatte.

Bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Senioren im Juni hatte Oldenburg die Titel in der Altersklasse Ü40 und Ü50 gewinnen können. Während für die Ü40-Mannschaft des Klubs – auch durch die Einführung der Zweitspielberechtigung für Senioren – u.a. die deutschen Ex-Nationalspieler Steffen Fetzner, Peter Franz und Torben Wosik an den Start gingen, bestand die Ü50-Mannschaft aus Akteuren wie dem ehemaligen Bundesliga- und Jugend-Nationalspieler Heiko Wirkner und dem ehemaligen norwegischen Nationalspieler Wang Yansheng. 

Nicht minder prominent lesen sich die Mannschaftsmeldungen des Oldenburger TB in diesem Jahr: Torben Wosik, Thomas Keinath, Andy Röhm und myTischtennis-Geschäftsführer Jochen Lang sind vier der acht Spieler, die für die Ü40-Mannschaft des Klubs gemeldet sind, während sich in der Ü50-Mannschaft zu Wirkner und Wang eben Waldner und Appelgren gesellen. 

Fetzner macht Engagement der ehemaligen Topstars möglich
Das Engagement der schwedischen Tischtennis-Legenden eingefädelt hat Steffen 'Speedy' Fetzner. Der Doppel-Weltmeister von 1989 ist ein Freund des OTB-Mitglieds Thomas Friese und gemeinsam kam man auf die Idee, bei Schwedens Superstars anzufragen. Das tat Fetzner, seit einigen Jahren DONIC-Produktmanager, umgehend: "Beide sind noch bei uns unter Vertrag, die Kontaktaufnahme war dementsprechend einfach", berichtet der 49-Jährige, der zu beiden ein gutes Verhältnis pflegt. Thomas Friese berichtet: "Waldner hat schnell zugesagt, Appelgren sich später von selbst gemeldet und gefragt, ob er nicht auch noch in der Mannschaft spielen könne." Selbst Jörgen Persson hatte schon unterschrieben, dessen Engagement sich aber dadurch zerschlagen, dass der Einzel-Weltmeister von 1991 noch für einen Verein in Polen gemeldet ist, während Waldner und Appelgren für keinen Verein mehr gemeldet sind. 

Ab welcher Runde Schwedens Tischtennislegenden für Oldenburg auflaufen werden, ist so gut wie geklärt. Appelgren wird wohl schon in Spielen der Niedersachsenliga zum Einsatz kommen – hier wird Oldenburg an drei Spieltagen in insgesamt sieben Partien um den Startplatz für die Deutschen Meisterschaften Anfang Juni im hessischen Langenselbold spielen, wo bei erfolgreicher Qualifikation dann auch Waldner dazustoßen wird. Die beiden Schweden tauchen auch in der Mannschaftsmeldung der ersten Herren-Mannschaft in der Landesliga auf, werden hier laut Thomas Friese aber nicht spielen. 

"Kein Mensch hat sich über Bergneustadt oder Dortmund beschwert"
Kritik, der OTB kaufe sich den Erfolg, kann Friese nicht nachvollziehen. "Wer das behauptet, kennt die Hintergründe überhaupt nicht. Ich kenne die Spieler teilweise seit 15, 20 oder 25 Jahren." Kein Mensch habe sich vorher beschwert, als Bergneustadt oder Dortmund die Klassen über Jahre dominierten. "Natürlich sind diese Spieler (Bezug auf die 'Promis' in den Senioren-Teams, Anm. d. Red.) keine OTBler, aber sie sind alle gut miteinander befreundet, nehmen weite Anreisen in Kauf, um bei diesen Wettkämpfen wieder in einer Mannschaft zusammen spielen zu können", so Friese. 

Bei Spielen in der Niedersachsenliga seien im letzten Jahr teilweise 200 Menschen in die Halle gekommen. "Das ist doch Werbung für den Seniorensport. Bei den Deutschen Meisterschaften im Juni waren es sogar 500, so viele Zuschauer hat manch ein Bundesliga-Klub nicht, es war eine tolle Atmosphäre in der Halle. Die Spieler der anderen Klubs freuen sich darauf, gegen unsere Spieler zu spielen", erläutert Friese weiter. Dass die Wettkämpfe ein Selbstläufer werden, davon gehe er im Übrigen nicht aus, "in der Ü40-Klasse z.B. wird die Konkurrenz mit Untertürkheim und Dortmund stark sein."  

(DK)

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