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TTBL: Erste Erfolge für Saarbrücken und Grünwettersbach

Patrick Franziska freute sich über den ersten Sieg für Saarbrücken (©BeLa Sportfoto)

09.09.2018 - Der 1. FC Saarbrücken TT feierte nach einem engen Spiel gegen den SV Werder Bremen am 4. Spieltag der Tischtennis Bundesliga (TTBL) ebenso den ersten Saisonerfolg wie der ASV Grünwettersbach, dem eine irre Aufholjagd gelang. Der Post SV Mühlhausen verpasste hingegen die nächste Überraschung knapp und scheitert am Rekordmeister. Der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell und die TTF Liebherr Ochsenhausen siegten klar.

Wie groß die Erleichterung beim deutschen Vize-Pokalsieger war, war an der Reaktion von Patrick Franziska zu sehen, der seinen Doppelpartner Tobias Rasmussen nach verwandeltem Matchball erstmal in die Höhe stemmte. Grund dafür: Dem 1. FC Saarbrücken TT gelang am 4. Spieltag der Tischtennis Bundesliga (TTBL) der ersehnte erste Saisonerfolg. Nach Niederlagen gegen Ochsenhausen und Düsseldorf schlug die Mannschaft von Trainer Slobodan Grujic am Sonntagnachmittag den SV Werder Bremen in einem engen Spiel knapp mit 3:2. „Ein sehr, sehr wichtiger Sieg“, fand Franziska. „Da sind uns schon ein paar Steine vom Herzen gefallen. Die Jungs aus der zweiten Mannschaft haben einen Super-Job gemacht.“ Damit meinte Saarbrückens Nummer eins vor allem den Dänen Rasmussen, der in Abwesenheit von Neuzugang Liao Cheng-Ting mittlerweile bereits zum dritten Mal aushalf und maßgeblich am Erfolg beteiligt war. Auch Saarbrückens zweiter Neuling Darko Jorgic durfte jubeln, als er sein Team mit seinem ersten Saisonsieg zu Beginn der Partie in Führung brachte. Den dritten Punkt steuerte Franziska selbst bei. Bremen hingegen verhalfen an diesem Tag auch zwei klare 3:0-Erfolge von Spitzenspieler Bastian Steger nicht zum Sieg.

Riesig war die Freude am frühen Sonntagabend auch beim ASV Grünwettersbach, dem nach drei Niederlagen in Folge gegen den TSV Bad Königshofen endlich der erhoffte Befreiungsschlag gelang – und das trotz eines kapitalen Fehlstarts. Denn bis zur Pause gehörte die Partie im Tischtenniszentrum den Gästen aus Unterfranken, die durch Mizuki Oikawa und einen kämpferischen Kilian Ort mit 2:0 in Führung gingen. Nach der Pause war dann jedoch Neuzugang Sathiyan Gnanasekaran zur Stelle und ließ den ASV wieder hoffen. Nach einem schnellen 0:2-Satzrückstand nahm anschließend auch Bojan Tokic sein Herz in beide Hände und besorgte mit seinem ersten Erfolg im ASV-Trikot den Ausgleich. Im Schlussdoppel verwandelten Gnanasekaran und Dang Qiu die Halle dann endgültig in ein Tollhaus.

Düsseldorf besteht am Kristanplatz

Im zweiten Tollhaus der Liga konnte Borussia Düsseldorf die Tabellenführung erfolgreich verteidigen, musste dafür aber bis ins entscheidende Doppel. Denn zuvor verlangte der Post SV Mühlhausen dem deutschen Rekordmeister alles ab. „Heute haben wir hier im Hexenkessel von Mühlhausen wirklich Glück gehabt“, fand daher auch Borussia-Manager Andreas Preuß. „Das war ein unglaubliches Spiel, das sehr emotional geführt wurde. Wir sind froh, mit einem blauen Auge und zwei Punkten nach Hause fahren zu können.“ Mann des Abends war einmal mehr Düsseldorfs Neuzugang Omar Assar, der sowohl gegen Lubomir Jancarik als auch gegen Ovidiu Ionescu die Oberhand behielt, so jeweils eine Post-Führung ausgleichen konnte und schließlich das fünfte Spiel erzwang. Das ging dann an die beiden Schweden Kristian Karlsson und Anton Källberg. Mühlhausens Ersatzmann Steffen Mengel war trotz der Niederlage nicht unzufrieden. „Wir hatten unsere Chancen, das Spiel zu gewinnen und hatten Düsseldorf am Rande einer Niederlage. Am Ende waren sie im Doppel einen Tick stärker.“

Ohne Doppel kam an diesem Sonntag der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell aus, der dem TTC Zugbrücke Grenzau unter dem Strich keine Chance ließ. Für Ruwen Filus genau die richtige Reaktion nach dem bitteren Aus im Pokal-Achtelfinale am Freitagabend: „Alle drei haben ihre Leistung vom Freitag, wo wir eine brutale Niederlage einstecken mussten, wettgemacht. Wir haben als Mannschaft gezeigt, dass wir heute voll da waren.“ Und zwar von Anfang an. Filus sorgte gegen Kirill Gerassimenko für die 1:0-Gästeführung, die Defensiv-Kollege Wang Xi gegen Marcelo Aguirre schnell auf 2:0 ausbauen konnte. Nach der Pause wurde es für Tomislav Pucar dann allerdings noch einmal eng, sehr zum Ärger von Gegner Mihai Bobocica. „Es gab einige Momente, in denen das Spiel auch in meine Richtung hätte laufen können. Ist es aber nicht. Im vierten Satz etwa habe ich bei einer 6:2-Führung einige leichte Bälle verschlagen“, so Grenzaus italienischer Neuzugang selbstkritisch.

Jülich hält dagegen

Selbstkritik wäre bei Robin Devos völlig fehl am Platz gewesen. Denn dem Belgier des TTC indeland Jülich gelang im Spiel gegen die TTF Liebherr Ochsenhausen ein klarer 3:0-Erfolg gegen Hugo Calderano, immerhin die Nummer 10 der Welt. Und so konnte nach der 1:3-Heimniederlage der Herzogstädter wenigstens einer strahlen. „Im dritten Satz war es für den Kopf gar nicht so einfach, da er mehrere Satzbälle hatte. Aber am Ende habe ich die nötige Ruhe gefunden“, so Devos, der hofft, bald auch mit der Mannschaft jubeln zu können. „Ich denke, dass wir in jedem Match Chancen haben, zu gewinnen, auch heute wieder. Wir müssen einfach mal ein bisschen Glück haben.“ Doch das fehlte Jülich an diesem Sonntag ein ums andere Mal. Etwa Martin Allegro, der im Spitzeneinzel gegen Jakub Dyjas nur knapp unterlag und auch zu Beginn der Begegnung gegen Simon Gauzy nicht chancenlos war. So aber rutscht seine Mannschaft ans Tabellenende, während die Gäste aus Oberschwaben auf den zweiten Tabellenplatz vorrücken und damit erster Düsseldorf-Verfolger sind.
 

Der 4. Spieltag in der Übersicht

1. FC Saarbrücken TT – SV Werder Bremen 3:2
Darko Jorgic – Florent Lambiet 3:2 (11:7, 4:11, 11:7, 9:11, 11:3)
Patryk Zatowka – Bastian Steger 0:3 (3:11, 2:11, 7:11)
Patrick Franziska – Gustavo Tsuboi 3:2 (16:18, 11:3, 11:5, 9:11, 11:3)
Darko Jorgic – Bastian Steger 0:3 (9:11, 8:11, 9:11)
Franziska/Tobias Rasmussen – Tsuboi/Lambiet 3:2 (11:5, 11:8, 6:11, 11:13, 11:5)

TTC Zugbrücke Grenzau – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 0:3
Kirill Gerassimenko – Ruwen Filus 1:3 (9:11, 6:11, 11:7, 9:11)
Marcelo Aguirre – Wang Xi 0:3 (5:11, 8:11, 8:11)
Mihai Bobocica – Tomislav Pucar 1:3 (11:9, 8:11, 4:11, 8:11)

ASV Grünwettersbach – TSV Bad Königshofen 3:2
Ricardo Walther – Mizuki Oikawa 0:3 (8:11, 8:11, 13:15)
Dang Qiu – Kilian Ort 2:3 (11:6, 12:10, 8:11, 7:11, 9:11)
Sathiyan Gnanasekaran – Bence Majoros 3:0 (11:8, 12:10, 14:12)
Bojan Tokic – Kilian Ort 3:2 (7:11, 7:11, 11:6, 11:8, 11:6)
Gnanasekaran/Qiu – Oikawa/Majoros 3:1 (11:13, 11:7, 11:2, 13:11)  

Post SV Mühlhausen – Borussia Düsseldorf 2:3
Ovidiu Ionescu – Kristian Karlsson 3:1 (11:8, 11:9, 6:11, 11:5)
Lubomir Jancarik – Omar Assar 2:3 (9:11, 11:8, 11:5, 6:11, 11:13)
Daniel Habesohn – Anton Källberg 3:1 (11:3, 6:11, 11:9, 11:5)
Ovidiu Ionescu – Omar Assar 1:3 (7:11, 13:15, 11:9, 11:13)
Habesohn/Jancarik – Karlsson/Källberg 1:3 (6:11, 7:11, 12:10, 6:11)

TTC indeland Jülich – TTF Liebherr Ochsenhausen 1:3
Martin Allegro – Simon Gauzy 1:3 (9:11, 4:11, 11:5, 9:11)
Dennis Klein – Jakub Dyjas 0:3 (10:12, 6:11, 9:11)
Robin Devos – Hugo Calderano 3:0 (11:9, 11:6, 14:12)
Martin Allegro – Jakub Dyjas 1:3 (9:11, 9:11, 15:13, 11:13)

(TTBL)

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