Christian Süß

Christian Süß nach Knie-OP: „Hadern hilft nicht“

Vor Süß liegt ein steiniger Weg (© Roscher)

27.06.2011 - Gut eine Woche nach seiner schweren Verletzung bei einem Schaukampf und der darauf folgenden Knie-Operation hofft Christian Süß, bald mit der Reha beginnen zu können. „Hadern hilft nicht“, sagt der Mannschafts-Europameister. Doch der 25-Jährige weiß, dass es ein weiter Weg zurück an den Tisch ist. An Tischtennis-Training ist nach Einschätzung des Düsseldorfer Vereinsarztes frühestens in zehn Wochen zu denken.

„Im ersten Moment war es schon ein großer Schock für mich. Aber ich habe mich damit abgefunden und gehe die notwendigen Maßnahmen an. Hadern hilft nicht“, sagte Süß. „Ich bin guter Dinge, dass ich so schnell wie möglich wieder in der Box stehen kann.“ Der Nationalspieler freut sich über die rege Anteilnahme der Tischtennis-Fans: „Vielen Dank für die vielen und netten Genesungswünsche von Euch. Ich hab mich sehr darüber gefreut.“

Der Eingriff wurde in Abstimmung mit Vereinsarzt Dr. Antonius Kass in einer Klinik in Bad Nauheim unter Aufsicht von Dr. Johannes Peil vorgenommen. „Die OP ist sehr gut verlaufen. Aber das Ergebnis war etwas ernüchternd“, erklärte Kass. „Der Knorpelschaden ist größer als zunächst angenommen. Ein Einkleben des abgebrochenen Stücks war nicht möglich.” Während der Operation wurde der Knochen angeraut, also bewusst verletzt. Durch das austretende Blut entsteht in der Regel neuer Knorpel.

Nun heißt es für Christian Süß abwarten. „In frühestens sechs, vielleicht auch erst in acht Wochen ist an eine sportliche Belastung zu denken“, glaubt Kass. „Vier Wochen danach kann Christian dann wieder mit dem Tischtennis-Training beginnen. Genaue Prognosen sind zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht möglich.” Schon in wenigen Tagen beginnt Süß mit der Reha, trägt aber zunächst noch eine Schiene. „Wie lange ich ausfalle, ist allerdings noch nicht zu sagen.“

Ausgerechnet beim letzten Auftritt vor dem geplanten USA-Urlaub hatte es den 25-Jährigen erwischt. „Beim Match gegen Jean-Michel Saive spürte ich plötzlich einen Stich im Knie“, schilderte Süß. „Ich habe sofort gemerkt, dass das nicht einfach nur ein Muskelfaserriss war und habe darum auch direkt aufgehört zu spielen", sagte der Rechtshänder. Nach der Kernspintomographie hatte Vereinsarzt Dr. Kass erklärt: „Das ist eine ernste, gravierende Verletzung." 

„Es ist zum Heulen!“, hatte Süß am Tag nach der Verletzung auf seiner Facebook-Seite geschrieben. „Zehn Minuten später wäre alles vorbei gewesen, und ich hätte beruhigt in den Urlaub starten können", sagte der enttäuschte Profi, der sich mit Lebensgefährtin Elke Schall auf eine Reise in die USA gefreut hatte. 

Der Mannschafts-Europameister ist nach Janos Jakab bereits der zweite Rekonvaleszent bei Triple-Gewinner Borussia Düsseldorf. Anfang Juni war der Ungar Janos Jakab an der Schulter operiert worden. Er soll im August wieder ins Training einsteigen. Für die Rheinländer beginnt die neue Saison Anfang September mit Heimspielen in der Champions League gegen SVS Niederösterreich. und in der Bundesliga gegen den SV Plüderhausen.

(René Adler)

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