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Kanten-Klaus: Am Saisonende die Luft raus

Zwei Spiele stehen für Kanten-Klaus' Mannschaft noch an (©Laven)

09.04.2018 - Mit großen Schritten nähert sich die aktuelle Spielzeit dem Ende, für manche ist sie vielleicht sogar schon beendet. Die letzten beiden Saisonspiele wird Kanten-Klaus in den nächsten Wochen bestreiten. In seinem Blog beschreibt der Kreisklassenspieler, dass in der letzten Saisonphase bei vielen Mannschaften die Luft raus ist und wie es sich verhält, wenn man eine große Anzahl von Spielern gemeldet hat.

Hey Leute,

nach den Osterferien stehen bei uns die letzten beiden Spiele der Rückrunde an. Schon in den vergangenen Wochen hatte man bei dem ein oder anderen Team in unserer Liga das Gefühl, dass im Saisonendspurt ein bisschen die Luft raus ist, die Motivation oder auch die Kräfte schwinden. Gut, um ehrlich zu sein, hält sich die körperliche Belastung in der Kreisklasse in sehr engen Grenzen, ich kann mir auch eher vorstellen, dass mancher Spieler an seine terminlichen Grenzen stößt. Immerhin stehen bei einer 12er-Gruppe im Laufe der Saison 22 Spiele auf dem Plan. Das sind 22 Abende oder Nachmittage, die wir unserem Lieblingssport widmen und keine Zeit für Familie und/oder Freunde haben.

An den vergangenen Spieltagen war immer häufiger von überraschenden Ergebnissen zu lesen, weil Mannschaften ersatzgeschwächt oder nicht komplett angetreten waren. Mein Team ist zwar immer komplett angetreten, aber auch wir haben rotiert und Spieler eingesetzt, die bisher noch nicht so häufig in der Saison mitgespielt haben. Der Grund dafür ist ganz einfach, wir liegen im gesicherten Mittelfeld, können eigentlich nicht mehr absteigen und haben dazu acht gemeldete Spieler auf dem Bogen. Die wollen alle irgendwie bei Laune gehalten werden. Keine leichte Aufgabe für den Mannschaftsführer...das Amt habe ich Gott sei Dank vor ein paar Jahren abgegeben. Ich erinnere mich aber noch gut, dass ich versucht habe, möglichst allen Spielern die gleiche Anzahl an Spielen zu ermöglichen und dabei gegen die Teams an der Tabellenspitze möglichst die besten vier an den Tisch zu schicken. Besser als jedes Puzzle oder Strategiespiel.

Generell hat es aus meiner Sicht in der Kreisklasse Vorteile, ein oder zwei Spieler mehr auf dem Zettel zu haben. Es kommt immer wieder mal eine Erkältung, eine Familienfeier oder der Beruf dazwischen, sodass man komplett antreten kann, ohne eine andere Mannschaft um Ersatz zu bitten. Sind aber einfach zu viele Spieler in einer Mannschaft, wird eine Kreisklassensaison schnell zur erwähnten Verwaltungsaufgabe für den Mannschaftsführer. Das führt nicht nur dazu, dass derjenige für die kommende Saison nur noch ungerne für das Amt zur Verfügung steht, auch in den Doppeln erreicht man nur selten eingespielte Paarungen, wenn die Aufstellung immer wieder wechselt – ein klarer Nachteil. Aus meiner Erfahrung sinkt auch die Verantwortung der einzelnen Spieler, bei Spielterminen zur Verfügung zu stehen. Nach dem Motto, es gibt ja noch genug andere, die spielen können. Insgesamt finde ich es auch schwieriger, einen Teamspirit zu entwickeln, wenn die Zusammenstellung des Teams immer wieder variiert. Deshalb halte ich auch wenig davon, nach der Hinrunde die Teams in einem Verein neu aufzustellen, wenn’s nicht zwingend notwendig ist.

Egal, wie viele Spieler ihr in eurer Mannschaft seid, ob ihr vor Motivation strotzt, ihr die vielen Spiele langsam in den Knochen spürt oder die Saison ewig weitergehen könnte: Ich wünsche euch (und mir) gute letzte Spiele mit einem erfolgreichen Saisonabschluss...also, sammelt eure Kräfte und Termine.

Haut rein, euer Kanten-Klaus

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