Pokal

Pokalsensation: Düsseldorf scheitert im Viertelfinale!

Ricardo Walther holte den wichtigen Punkt gegen Timo Boll (©Haubner)

16.11.2018 - Ausgerechnet Ricardo Walther vom ASV Grünwettersbach hatte vor wenigen Wochen auf myTischtennis.de erklärt, dass der Pokalmodus viel zu wenig Raum für Überraschungen ließe. Nun ist er selbst Teil einer der größten Sensationen in der jüngeren Pokalgeschichte. Das erste Mal seit 2012 steht Titelabonnent Borussia Düsseldorf nicht im Halbfinale. Schuld sind die Grünwettersbacher, die zu Hause mit 3:2 gewannen.

Borussia Düsseldorfs Pokalserie ist geplatzt. Nach sechs Titeln in Folge mussten sich die Rheinländer diesmal bereits im Viertelfinale geschlagen geben. Und das gegen den aktuell Vorletzten der TTBL-Tabelle, den ASV Grünwettersbach. Damit darf man sich auf einen spannenden Kampf im Final-Four-Pokalfinale im Januar freuen, wenn sich neben Grünwettersbach auch Ochsenhausen, Bremen und Grenzau Hoffnungen auf den ganz großen Wurf machen.

Doch zurück zum Viertelfinale zwischen Düsseldorf und Grünwettersbach, das zunächst erwartungsgemäß positiv für die Borussia begann. Kristian Karlsson sorgte in der Auftaktbegegnung direkt für ein Break, indem er Ricardo Walther souverän mit 3:0 bezwang. Vor den Augen von Bundestrainer Jörg Roßkopf gab sich auch Timo Boll gegen seinen Nationalmannschaftskollegen Dang Qiu keine Blöße. Der Rekord-Europameister musste sich zwar in allen Sätzen strecken und zum Teil hohe Rückstände aufholen, am Ende stand aber ein 3:1-Erfolg für den Düsseldorfer auf der Anzeigetafel, die für seine Mannschaft den 2:0-Zwischenstand bedeutete. 

Mit der Pause wendete sich das Blatt jedoch zugunsten der Gastgeber. In einem spannenden Fünfsatz-Match bezwang Sathiyan Gnanasekaran Anton Källberg. Nachdem der Schwede bereits mit 0:2 Sätzen zurücklag, gelang ihm noch der Satzausgleich. Im Entscheidungsdurchgang konnte Källberg noch zwei Matchbälle abwehren, musste sich am Ende aber mit 8:11 geschlagen geben. Die folgende Niederlage von Boll gegen Walther gehörte dann in die Kategorie der Überraschungen. Walther ließ sich von der 1:0-Satzführung des in seinen Bewegungen heute sichtbar eingeschränkten Düsseldorfers nicht beeindrucken und gewann die nächsten drei Sätze zum 2:2-Ausgleich. Die Entscheidung über den Einzug ins Final Four musste also im Schlussdoppel fallen, für das die Trainer Gnanasekaran/Qiu auf Seiten des ASV und Karlsson/Källberg für die Gäste nominierten. Das Düsseldorfer Duo hatte in der Liga bislang zwei Siege und eine Niederlage eingefahren. Heute fanden die beiden Schweden jedoch überhaupt keinen Rhythmus und unterlagen schließlich deutlich mit 1:3. 

Düsseldorfs Manager Andreas Preuß war nach der Niederlage sehr enttäuscht. „Jetzt ist es passiert, wir haben ein wirklich entscheidendes Spiel verloren. Auch wenn wir heute nicht gut waren, müssen wir dem ASV zu einer tollen Leistung gratulieren. Für uns heißt es jetzt schnell nach vorn zu schauen, denn wir haben am Sonntag schon das nächste wichtige Spiel gegen Bremen und kämpfen nun um die Play-off-Runde.“ Auch Cheftrainer Danny Heister fehlten kurz nach der Partie noch die Worte. „Die Enttäuschung ist natürlich groß, wir sind alle sprachlos. Wir haben sehr gut begonnen und hatten uns selbst beim 2:2 vom Doppel mehr erwarten. Leider hat Anton heute einen schlechten Tag erwischt. Nach der Niederlage im Einzel kam er mit dem Druck im Doppel nicht mehr klar.“ Im Halbfinale wird sich Grünwettersbach im Januar mit Bremen messen, während Grenzau an Ochsenhausen vorbei muss.


ASV Grünwettersbach – Borussia Düsseldorf 3:2
Ricardo Walther – Kristian Karlsson 0:3  (-8,-3,-7)
Dang Qiu – Timo Boll 1:3 (9,-9,-9,-9)
Sathiyan Gnanasekaran – Anton Källberg 3:2 (6,5,-10,-8,8)
Ricardo Walther – Timo Boll 3:1 (-8,6,8,9)
Gnanasekaran/Qiu – Karlsson/Källberg 3:1 (9,-7,6,5)


Die Paarungen im Liebherr Pokal-Finale 2018/19:

HF1: TTC Zugbrücke Grenzau – TTF Liebherr Ochsenhausen
HF2: SV Werder Bremen – ASV Grünwettersbach

(Borussia Düsseldorf/JS)

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