WTT Doha: Ovtcharov gewinnt Krimi, Han locker weiter

    Mit Dimitrij Ovtcharov und Ying Han sind fünf Deutsche im Achtelfinale des WTT Champions in Doha angekommen. Ovtcharov besiegte den Brasilianer Hugo Calderano mit 3:2, Han ließ Lee Eunhye keine Chance.

    Dimitrij Ovtcharov besiegte die Nummer drei der Welt (©ITTF)

    Hugo Calderano war eines der schwierigsten Lose, die Dimitrij Ovtcharov beim WTT Champions in Doha in der ersten Runde ziehen konnte. Doch der deutsche Nationalspieler meisterte seine Aufgabe und bezwang die Nummer drei der Welt, die 2025 unter anderem den World Cup gewonnen hat und Vizeweltmeister wurde, mit 3:2.

    Ovtcharov beweist gute Nerven

    Und nicht nur das letzte Jahr, auch die Head-To-Head-Bilanz deutete leicht in Calderanos Richtung. Denn auch wenn sie vor dem Match mit 3:3 ausgeglichen war, konnte der Brasilianer die letzten drei Begegnungen mit dem Deutschen gewinnen, während Ovtcharovs letzter Sieg bereits fünf Jahre her war. Den besseren Start ins Spiel fand jedoch der in der Weltrangliste 26 Plätze weiter unten platzierte Olympia-Dritte von London und Tokio. Direkt im ersten Durchgang erarbeitete sich Ovtcharov sechs Satzbälle, von denen er den vierten nutzte. Doch Calderano drehte den Spieß gleich im zweiten Satz um und zeigte sich beim 11:5 ebenso souverän. Das Spiel schwappte nun hin und her: Satz drei holte sich Ovtcharov nach ausgeglichenem Start mit 11:5, Satz vier ging mit 11:9 knapp an den Brasilianer. So war es keine Überraschung, dass auch der entscheidende fünfte Durchgang ein Kopf-an-Kopf-Rennen wurde. Die beiden Kontrahenten schenkten sich keinen Punkt, keiner schaffte es, sich bedeutend abzusetzen. Ovtcharov war bei 9:9 schließlich derjenige, der sich den ersten Matchball erkämpfte - und sogleich versenkte.

    „Heute war ich ein bisschen besser, aber generell spielt Hugo eine überragende Saison. Es ist sehr beeindruckend, was für Ergebnisse er zuletzt gezeigt hat“, lobte Ovtcharov nach dem Match im Interview. „Ich habe im letzten Jahr etwas gestrauchelt. Es war mein schlechtestes Jahr, an das ich mich erinnern kann, ich hatte eine Operation, habe einige knappe Spiele verloren, was ich so nicht gewohnt war. Aber ich habe zwischen den Jahren hart gearbeitet und hoffe, dass ich mich 2026 wieder in der Form präsentieren kann, die ich von mir erwarte.“ Im Achtelfinale darf er sich nun gegen seinen ehemaligen Neu-Ulmer Teamkameraden Lin Yun-Ju aus Taiwan beweisen.

    Han ohne Probleme gegen Lee

    Am Donnerstagabend löste schließlich auch noch die fünfte deutsche Spielerin ihr Ticket für das Achtelfinale, nachdem sich Benedikt Duda (3:0 gegen Darko Jorgic), Dang Qiu (3:0 gegen Oh Junsung) und Sabine Winter (3:0 gegen Bernadette Szöcs) bereits am Mittwoch ihren Weg in die Runde der besten 16 gebahnt hatten. Ying Han machte mit der Südkoreanerin Lee Eunhye, gegen die sie 2019 schon einmal gewonnen hatte, kurzen Prozess und zog im Eiltempo in die nächste Runde ein. Nach einem ausgeglichenen Start übernahm sie schon im ersten Satz rasch die Kontrolle und ließ Lee beim 11:7, 11:5 und 11:3 nicht ans Ruder. In der nächsten Runde wird die Abwehrspielerin auf die Chinesin Chen Yi treffen, gegen die sie im vergangenen Jahr zweimal gespielt hat: Eine Partie ging an Chen, eine an Han.

    Die Spiele der Deutschen im Überblick

    Herren-Einzel

    1. Runde (32)
    Benedikt Duda - Darko Jorgic SLO 3:0 (8,10,9)
    Patrick Franziska - Felix Lebrun FRA 1:3 (8,-5,-8,-7)
    Dang Qiu - Oh Junsung KOR 3:0 (9,8,11)
    Dimitrij Ovtcharov - Hugo Calderano BRA 3:2 (7,-5,5,-9,9)

    Achtelfinale
    Benedikt Duda - Lin Shidong CHN, Freitag 9:05 Uhr
    Dang Qiu - Felix Lebrun FRA, Freitag 17:15 Uhr
    Dimitrij Ovtcharov - Lin Yun-Ju TPE, Freitag 19:35 Uhr

    Damen-Einzel

    1. Runde (32)
    Ying Han - Lee Eunhye KOR 3:0 (7,5,3)
    Sabine Winter - Bernadette Szöcs ROU 3:0 (5,8,7)

    Achtelfinale
    Sabine Winter - Miyu Nagasaki JPN, Freitag 16:40 Uhr
    Ying Han - Chen Yi CHN, Freitag 17:50 Uhr

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