Mio Wagner: Ein Spieler in zwei Welten
Mio Wagner zählt zu den größten Talenten im Para-Tischtennis – und hat jüngst auch im Regelsport von sich reden gemacht, als er das Top 48 der Jungen 19 gewann. Der 18-Jährige will auch künftig seine Ziele nicht nur im Parasport verfolgen.

Es hätte nicht viel gefehlt und das DTTB-Top-48-Turnier der Jungen 19 wäre für Mio Wagner vorzeitig gelaufen gewesen: Anfang November gewann der 18-Jährige seine Zwischenrunde-Gruppe bei der Bundesrangliste in Dissen (Niedersachsen) nur aufgrund der besseren Ball-Differenz vor Kazuto Itagaki. Später holte er sich im Endspiel gegen Jonas Rinderer den Turnier-Sieg. „Es endlich geschafft zu haben, fühlt sich gut an“, sagt Wagner. „Vor allem, um zu zeigen, dass man als Para-Spieler auch mal oben stehen kann.“
Der Schleswig-Holsteiner hat Radiusaplasie, eine seltene Fehlbildung, bei der Knochen im Unterarm fehlen, und ist deshalb in der Para-Wettkampfklasse 10 spielberechtigt. Seinem Spiel sieht man das kaum an, lediglich beim Aufschlag: Wagner wirft den Ball mit den Fingern hoch. „Im Grunde fühle ich mich nicht eingeschränkt“, sagt er, „denn für mich funktioniert alles. Zum Parasport bin ich eher durch Zufall gekommen.“
Angefangen hat der gebürtige Lübecker im Alter von sechs Jahren beim Verein in seiner Heimat, dem Krummesser SV. Dort entwickelte er sich, gewann mehrere Meisterschaften – alles im sogenannten Regelsport. Wie er dazu kam, auch im Parasport aufzuschlagen, wie ihn sein Weg ins Internat nach Düsseldorf führte und weshalb er künftig seine großen Ziele – etwa die Qualifikation für die Paralympics 2028 in L.A. – anders als bisher angeht, das lest ihr in der Dezember-Ausgabe von tischtennis.
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