Vielfalt, Ausdauer und Leidenschaft – die Gesichter der Series Finals 2025

    Mit den Series Finals vom 30. Januar bis 2. Februar 2026 in Grenzau finden die Race-Turniere aus dem vergangenen Jahr ihr großes Ende. Mit dabei: Diese fünf Spielerinnen und Spieler.

    Fünf Spielerinnen und Spieler aus verschiedenen Verbänden wurden vorgestellt – sie haben sich für die Series Finals 2025 qualifiziert. (© BTTV/Fabig/RTTVR/TTVN/TuS Hüfingen)

    Die Series Finals 2025 (30. Januar bis 2. Februar 2026 in Grenzau) vereinen einmal mehr die unterschiedlichsten Tischtennis-Biografien aus ganz Deutschland. Was alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eint, ist der lange Weg über regionale Race-Serien und das jeweilige Landesfinale – und die große Motivation, sich beim Bundesfinale mit den Startern der anderen Landesverbände zu messen.

    Routiniers und Favoriten

    Ein Beispiel für Konstanz ist Mathias Ullrich aus Bayern. Der dreifache Sieger des Bavarian TT-Race-Finales hat sich mit seiner souveränen Leistung zum dritten Mal für das Bundesfinale qualifiziert und damit ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Ullrich steht für ambitionierte Amateurspieler, die Tischtennis auf hohem Niveau betreiben und zugleich beruflich stark eingebunden sind. Seine Erfahrung aus mehreren Bundesfinalteilnahmen wird er versuchen, in die Waagschale zu werfen, um in diesem Jahr den Sprung auf das Podest zu schaffen. Mit seinem Q-TTR von 1834 gehört Ullrich zum Kreis der Favoriten.

    Während Ullrich bereits zu den Routiniers gehört, ist für andere die Teilnahme am Bundesfinale der verdiente Höhepunkt jahrelanger Turnierarbeit. Steven Kaltenbrunner aus Baden-Württemberg verkörpert diesen Weg eindrucksvoll. Mit zahlreichen Race-Teilnahmen, stetiger Entwicklung und großer Ausdauer arbeitete er sich Schritt für Schritt nach oben, ehe er sich mit dem Sieg im Landesfinale endlich den Traum von der Teilnahme an den Series-Finals erfüllte. Für Kaltenbrunner ist das Bundesfinale weniger eine Momentaufnahme als vielmehr die Krönung jahrelanger Leidenschaft für den Sport.

    Eine ganz eigene Geschichte bringt Tina Acker mit zu den Series Finals. Sie ist die einzige Spielerin, die sich dreimal in Folge für das Bundesfinale qualifizieren konnten und das als erste Landesfinalsiegerin in Hessen. Ihr Tischtennisleben begann früh, führte sie durch mehrere Kaderstrukturen bis in die zweite Bundesliga. Heute ist Tischtennis für Acker vor allem Ausgleich zum Alltagsleben, trotzdem geht sie mit klaren Ambitionen in ihr drittes Series-Finals-Turnier: Sie möchte ins große Finale und dann am besten unter die Top 10 gelangen.

    Vorfreude auf die Finals

    Dass Geduld im Tischtennis oft belohnt wird, zeigt der Weg von Justin Wegener. Nach mehreren Anläufen gelang ihm endlich der Durchbruch beim Landesfinale in Niedersachsen. Der Erfolg war kein Zufall, sondern das Resultat kontinuierlicher wachsender Turniererfahrung. Für Wegener ist die Qualifikation ein besonderer Meilenstein – und zugleich Ansporn, sich nun auch auf Bundesebene zu behaupten. Die Vorfreude auf die Duelle mit Spielern aus ganz Deutschland ist dabei mindestens genauso groß wie der sportliche Ehrgeiz.

    Einen emotionalen Akzent setzt schließlich Bastian Köb, dessen Qualifikation für eine Rückkehr mit Herz steht. Nach einer längeren Pause fand er wieder zum Wettkampfsport zurück und krönte diesen Weg mit dem Sieg in der Nettowertung beim Landesfinale des Rheinland-Cups. Für Köb stehen weniger Platzierungen als vielmehr das Erlebnis, das Messen mit anderen und die persönliche Weiterentwicklung im Vordergrund.

    Zusammen zeigen diese Portraits, wie facettenreich die Series Finals 2025 werden: erfahrene Mehrfachteilnehmer treffen auf Debütanten, ehemalige Leistungssportler auf späte Rückkehrer, ambitionierte Titelanwärter auf Spieler, für die allein die Qualifikation bereits ein großer Triumph ist. Genau diese Mischung macht das Bundesfinale Jahr für Jahr zu einem besonderen Ereignis – und verleiht den Series Finals 2025 ihr ganz eigenes Gesicht.

    Zu den ausführlichen Porträts geht es hier:

    Text: Matthias Bomsdorf (HeTTV)

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