Tipp: Volles Risiko? Zur besseren Selbsteinschätzung!

Punkte ich damit oder nicht? Eine gute Selbsteinschätzung kann man trainieren (©Roscher)
Trainingstipp - 29.01.2013

Wer kennt diesen Spielertypen nicht? Erst spielt er einen ‚Riesen’, dann drei Fehler in der gleichen Situation. Wahrscheinlich fällt jedem auf Anhieb ein Spieler ein, auf den diese Beschreibung passt. Doch was steckt dahinter? Oft eine falsche Selbsteinschätzung des eigenen Spielniveaus und eine falsche Risikoabschätzung im Wettkampf. Unser Trainingsexperte Achim Krämer erklärt, mit welchen Übungen Sie diesem Problem am besten entgegenwirken können.


Eine Bemerkung vorneweg: In den nachfolgenden Betrachtungen geht es nicht darum, dass man keine ‚verrückten Bälle’ probieren soll. Im Gegenteil: Als Trainer sollte man diese bei seinen Spielern sogar fördern und einfordern. Ein ‚geiler Rollomat’ oder ein ‚cooler Abklapper’ gehören dazu, solche Schläge müssen probiert werden und sind ein Grund zum Feiern - aber nur, wenn man auch das Spiel gewinnt.

"Hier wird Ihnen geholfen" - Professionelle Tischtennisschulen im Überblick
  • JOOLA TT-Schule Zugbrücke Grenzau, Individuell & Intensiv mit A-Lizenz Trainer Anton Stefko  www.zugbruecke.de 
  • Mobiles Trainerteam TT-Schule TeTaKo (Trainingslager, -tage, Einzelbetreuung) Marco Fehl (Dipl. Sportlehrer & A-Lizenz) Hessen, Sachsen & überall, www.tetako.de


Selbsteinschätzung und Risikoabschätzung kann man lernen bzw. trainieren. Nehmen wir ein einfaches Beispiel. Folgende Übung wird gespielt:
 
Spieler A:            KAS mit US in Mitte
Spieler B:            SCH in VH
Spieler A:            VHT in RH
Ende (der Ballwechsel wird nicht fortgeführt)
 
Die Aufgabe ist nun, anhand dieser einfachen Übung herauszufinden, mit welchem maximalen Niveau man sicher 80% der Bälle auf den Tisch spielt. In dieser einfachen Form kann man sich nun sehr viele Situationen überlegen, in denen man sich einmal testen kann. Natürlich ist man mit diesen einfachen Übungen noch weit vom wirklichen Tischtennisspiel entfernt, dem man sich aber schrittweise annähern kann.
 
Eine komplexere Übung wäre:
 
Spieler A:            KAS mit US
Spieler B:            SCH in VH
Spieler A:            freier VHT, dann freies Spiel
 
Spieler A schlägt so lange auf, bis er zehn Punkte gewonnen hat. Spieler B zählt mit, wie viele Versuche er dafür benötigt. Sollte Spieler A feststellen, dass er in dieser einfachen Situation ‚im Minus ist’, also mehr als 20 Ballwechsel spielen muss, bis er zehn Punkte erreicht, gilt es zu analysieren, warum das so ist. Neben technischen Problemen kann die falsche Platzierung - die Grundlage dafür ist eine falsche Wahrnehmung des Gegners - ausschlaggebend sein. So hätte man einen Ansatzpunkt, woran man trainieren kann.
 
Ein weit verbreitetes Phänomen ist das folgende:
 
Man ist in der Lage, Übungen wie
Spieler A:            KAS in RH
Spieler B:            SCH/F in Mitte
Spieler A:            VHT ganze Tisch, dann frei
 
und
 
Spieler A:            KAS in RH
Spieler B:            SCH/F in RH
Spieler A:            RHT ganze Tisch, dann frei
 
auf hohem Niveau und Erfolg bringend zu spielen. Das Leistungsniveau fällt aber in der Übung
 
Spieler A:            KAS in RH
Spieler B:            SCH/F in Mitte oder RH
Spieler A:            RHT aus RH oder VHT aus Mitte ganze Tisch, dann frei
 
deutlich ab.
 
Dies ist das Problem des ‚Baukastenprinzips’: Es gibt Spieler und Trainer, die noch heute die Auffassung vertreten, dass man zuerst die Einzelelemente des Tischtennisspiels perfekt lernen soll und diese dann einfach nur noch zusammenfügen muss. Dieses Prinzip funktioniert nicht. Man muss das Spiel grundlegend in komplexer Form trainieren und lernen, das gilt speziell auch beim Techniktraining.
 
Bezogen auf das oben genannte Beispiel bedeutet das: Man muss Wahrnehmung und Entscheidungsfähigkeit in spielnahen Übungen trainieren. Oft hört man: „Wenn es im Spiel schwieriger wird, bricht die Technik zusammen. Wir müssen diese erst mal wieder stabilisieren – und zwar unter standardisierten Bedingungen". Meiner Ansicht nach ist das vollkommener Unsinn. Man muss die Spielfähigkeit, Wahrnehmung und Entscheidungsfähigkeit verbessern, dann wird man auch in komplexen Situationen technisch stabil spielen und dadurch ein höheres Leistungsniveau erreichen.
 
Ein abschließendes Übungsbeispiel für das dargestellte Problem ist:
 
Spieler A:            KAS in RH/VH; gelegentlich LAS, dann frei
Spieler B:            SCH/F in Mitte/RH; ca. 30% kurz in VH, dann frei
Spieler A:            T gegen SCH in RH oder Mitte; T gegen F in VH/Mitte
Spieler B:            T/B in Ecke
Spieler A:            T parallel oder Mitte, dann frei
Wechsel alle 5 AS, 15 Minuten
 
Weiterreichende theoretische Hintergründe finden Sie in den Fachzeitschriften TTL und Trainerbrief bzw. im Downloadbereich des VDTT (www.vdtt.de).
Autor: Achim Krämer 
 
Facebook Twitter deli.cio.us Google Bookmarks Mister Wong StumbleUpon

Shop-Partner

Shop-Partner

adidas TenZone Ultra

adidas TenZone Ultra

Bildergalerien...

Bildergalerien...

TTBL-Finale 2013: Die besten Bilder zu Bremens Titeldebüt

Anschauen... »

TSP

TSP

Trainingslager Ungarn

Trainingslager Ungarn

TIBHAR Evolution

Transfermarkt

Transfermarkt

Der SV Plüderhausen verstärkt sich mit dem französischen Nationalspieler Adrien Mattenet.

Mehr lesen... »

Gesundheits-Partner

Gesundheits-Partner

Geschenk-Karte

Geschenk-Karte

Schön gesagt...

Schön gesagt...

"Ich werde alles tun, um ihn in Schussposition zu bringen. Und 50 Millionen Chinesen werden uns dabei im Fernsehen zuschauen." (Timo Boll über seinen Doppeleinsatz mit Ma Long bei den China Open)

weiterlesen »

TIBHAR E-Coach

TIBHAR E-Coach

 Facebook

Tischtennis-Training

Tischtennis-Training

Jetzt online trainieren - mit den Trainingsvideos auf myTischtennis.de!

Zu den Videos »

JOOLA-Ranglisten-Hunter

JOOLA-Ranglisten-Hunter

Mobilitäts-Partner

Partner

Anzeige

Aktuelle Tischtennis-Ranglisten

Aktuelle Tischtennis-Ranglisten

Xu Xin ist die Nummer eins der Welt!

Anschauen... »

VDTT

VDTT Logo

Beach-Volleyball

Beach-Volleyball