Team-WM in Dortmund: Finsternis wie in Wasbüttel
Nur weiße und fluoreszierende Materialien waren in Wasbüttel zu sehen (@BlackTT)
"Es werde Dunkelheit" hieß es frei nach dem Buch Genesis Anfang Februar im niedersächsischen Wasbüttel. In der städtischen Halle war die Hand vor Augen nur noch schwer zu erkennen, es sei denn man hatte sich mit weißen oder fluoreszierenden Materialien eingedeckt. Als einzige Lichtquelle dienten nämlich bloß ein paar Schwarzlicht-Leuchtröhren, die das Frankfurter Unternehmen Black-TT vorher angebracht hatte.
Und wie soll man unter solchen Bedingungen jetzt Tischtennis spielen? Der Ball ist weiß, soweit gibt es schon mal kein Problem, und der Gegner hat sich hoffentlich mit fluoreszierender Kriegsbemalung versehen, damit man zumindest ungefähr weiß, wohin man zielen soll. Um jetzt auch noch Netz, Schläger und Platte sehen zu können, wurden auch diese vorher präpariert. Und dann konnte das erste Niedersächsische Schwarzlicht-Tischtennisturnier auch schon beginnen. Damit unter den Teilnehmern vergleichbare Bedingungen herrschten, erhielten sie identische Schläger, die nur wenig Rotation zuließen. Auf diese Weise ermittelte der MTV Wasbüttel seine ersten Schwarzlicht-Vereinsmeister.
So wie in Wasbüttel wird es auch bei der Team-WM in Dortmund Ende März an einem Tag die Gelegenheit geben, den Spaß einmal selbst zu versuchen. Black-TT stellt seine Dienste tagsüber als Belohnung für die freiwilligen WM-Helfer zur Verfügung. Abends sind die in der Dunkelheit leuchtenden Schläger dann auch für Besucher freigegeben.
In Wasbüttel hat es das Schwarzlicht-Tischtennis auf jeden Fall schon einmal in die Herzen der Bürger geschafft. "Das war ein Tischtennis-Erlebnis mit Nachhaltigkeit. Davon kannst du in Jahren noch erzählen", war MTV-Spartenleiter Eduard Arnold begeistert. "Wasbüttel ist in Niedersachsen ein Vorreiter in dieser Sportart." Vielleicht kommt die Tischtennis-Variante ja durch das Angebot bei der Team-WM zu größerer Popularität. Im Mutterland der Wok-WM ist sicher auch noch Platz für andere außergewöhnliche Sportarten.
(Janina Schäbitz)








