National

Bundestag: Weikerts Wiederwahl, Plastikball-Maßnahmen

Für die obersten fünf Ligen wurde eine Empfehlung für den Plastikball ab Juli 2014 ausgesprochen (©myTischtennis)

16.12.2013 - Das DTTB-Präsidium um Präsident Thomas Weikert ist von den rund 60 Delegierten des 7. Bundestags in Halle an der Saale erwartungsgemäß und einstimmig wiedergewählt worden. Darüber hinaus wurde in der Diskussion um eine Erhöhung der Beiträge der 20 Mitgliedsverbände an den DTTB ein Kompromiss gefunden und Maßnahmen zur Einführung des Plastikballs wurden bekanntgegeben.

Für den 52-jährigen Limburger Juristen Weikert, gleichzeitig stellvertretender Präsident des Weltverbands ITTF, ist es die fünfte Legislaturperiode seit 2005 im neuntgrößten olympischen Sportverband Deutschlands. Seine Kabinettsmitglieder als Vizepräsidenten bleiben Heike Ahlert (Schleswig, Leistungssport), Arne Klindt (Hamburg, Sportentwicklung) und Michael Geiger (Haslach im Kinzigtal, Finanzen) sowie Jürgen Ahlert (Schleswig, Jugend), der zuvor einstimmig vom Bundestag im Amt bestätigt worden war. Weitere Präsidiumsmitglieder sind Ehrenpräsident Hans Wilhelm Gäb (Hofheim) und als hauptamtliche Mitarbeiter DTTB-Generalsekretär Matthias Vatheuer (Oberursel) und Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig (Hürth).

Daneben hat das oberste Organ des DTTB am ersten Sitzungstag über die Besetzung der Positionen von Ausschussvorsitzenden und Ressortleitern abgestimmt. Zweimal kam es zur geheimen Wahl zwischen zwei Kandidaten. Neue Ressortleiterin Seniorensport wurde die Südbadenerin Bettina Martin, ehemalige Zweitligaspielerin und amtierende Deutsche Meisterin der Seniorinnen 40. Sie erhielt den Vorzug vor Gunter Klugmann (Reutlingen), der dem DTTB nicht zuletzt durch sein internationales Amt als Mitglied des Senioren-Ausschusses der Europäischen Tischtennis Union erhalten bleibt. Rheinhessens Präsident Markus Baisch löste den langjährigen Ressortleiter Schiedsrichter, Michael Zwipp aus Langen, ab. Zwipp fungierte unter anderem als Oberschiedsrichter bei den Olympischen Spielen in London 2012. Aktuell ist er Sonderberater des Schiedsrichter-Komitees im Weltverband. Neu im Ausschuss für Bildung und Forschung ist Bayerns Referent für Vereinsservice, Michael Hagmüller, der im DTTB ab sofort Ressortleiter für Lehrmaterial und neue Medien ist. Der Berliner Präsident und DTTB-Beauftragte Einzelsport, Michael Althoff, wird zusätzlich Nachfolger von Oskar L. Mai (Süßen) als Beisitzer in der Kontrollkommission, der in Halle nicht mehr kandidierte.

Plastikball-Empfehlung für die obersten fünf Ligen
Zur Einführung des neuen Plastikballs ab dem 1. Juli 2014 kündigte das DTTB-Präsidium an, mit Blick auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Top-Spielerinnen und -Spieler im Erwachsenen- und Nachwuchsbereich bei allen Veranstaltungen auf nationaler Ebene mit Plastik statt Zelluloid zu spielen. Daneben wird es für die Vereine der fünf obersten Spielklassen (1. Bundesliga/TTBL, 2. Bundesligen, die dann neu eingeführten 3. Bundesligen sowie Regional- und Oberligen) eine Empfehlung des Präsidiums geben, ebenfalls auf den Plastikball umzustellen. In allen Spielklassen darunter wären Vereine sowie Kreise, Bezirke und Verbände in der Ballwahl frei. Der Hintergrund: Laut internationalem Reglement bleibt der Zelluloidball auch nach dem 1. Juli neben dem Plastikball zugelassenes Spielmaterial, wird aber faktisch auf internationaler Ebene ab Sommer nicht mehr eingesetzt.

 

Neben kleineren Änderungen in der Satzung wurde der Antrag des Tischtennisverbands Württemberg-Hohenzollern einstimmig angenommen, dass die Mitgliedsverbände für Mannschaftswettbewerbe Ausnahmen von den internationalen Tischtennisregeln erlassen dürfen, was die Trikots der Teams betrifft. So müssen nun Mannschaften auf Kreis- oder Bezirksebene auch offiziell keine zwei verschiedenfarbigen Trikotsätze vorhalten, um auf Fälle gleicher oder ähnlicher Farben gegenüber ihren gegnerischen Mannschaften reagieren zu können.

 

DTTB-Beitrag steigt in 2015 – Ausweitung der bundesweiten Rangliste

Das Gesamtbeitragsaufkommen der Mitgliedsverbände beträgt für 2014 weiterhin 1,32 Millionen Euro, in 2015 steigt dieses dann auf 1,54 Millionen Euro. Der modifizierte Antrag wurde mit großer Mehrheit angenommen. Gemeinsam mit den Verbänden wird der DTTB im kommenden Jahr Aufgaben, Schwerpunkte und deren Verteilung zwischen DTTB und seinen Mitgliedsverbänden erörtern. „In dieser schwierigen finanziellen Situation für uns alle ist dies das wichtige Signal, dass wir weiterhin gut und gemeinschaftlich arbeiten können“, sagte DTTB-Präsident Thomas Weikert. Die letzte Beitragserhöhung hatte es im Jahr 2001 gegeben.


Mehrheitlich angenommen wurde der umfangreiche Antragsblock aus Bayern und Niedersachsen zum Verwaltungs- und Ergebnisportal click-TT. Alle Mitgliedsverbände müssen künftig alle Spielberechtigungen sowie einmal jährlich die Ergebnisse des gesamten Mannschaftsspielbetriebs in click-TT einpflegen – unabhängig von der Nutzung anderer Systeme zur Spielbetriebsverwaltung. Dies gewährleistet die Ausweitung der bundesweiten Rangliste, in der schon jetzt rund 80 Prozent der aktiven Spielerinnen und Spieler in Deutschland geführt werden, und erhöht die Chancengleichheit bei Setzlisten, die auf den sogenannten Q-TTR-Werten der Spielerinnen und Spieler basieren. Für das Erstellen von Setzlisten ist es im Einzelfall auf Bundesebene den entsprechenden DTTB-Gremien vorbehalten, Ausnahmen bei der Eingruppierung nach Q-TTR-Wert zuzulassen.

Bundesliga-Anträge angenommen: Coaching-, Aufstiegs- und Pausenregelungen

Die Coaching-Regel in den Bundesligen wurde ohne zeitliche Begrenzung in die Bundesliga-Ordnung aufgenommen. Im kommenden Jahr soll es bei der WM in Tokio passend dazu einen Antrag des DTTB beim Weltverband ITTF geben, der es dann weltweit den an der Spiel-Box zugelassenen Personen wie Trainern und Teamkollegen erlauben soll, zwischen den Ballwechseln verbale oder optische Coaching-Hinweise zu geben. Die nationale Testphase läuft seit Juli 2011 in den obersten Spielklassen, wurde insgesamt positiv aufgenommen und fördert die Emotionalisierung des Tischtennissports.

 

Auf Wunsch der 1. Damen-Bundesliga wird ab der kommenden Saison auch ein Verein, der nicht unter den ersten Drei in der Abschlusstabelle der 2. Bundesligen platziert ist, die Möglichkeit bekommen, in die 1. Bundesliga aufzusteigen, sollte die Sollstärke im Oberhaus nicht erreicht werden. Aktuell spielen nur acht Mannschaften in Liga eins. Daneben wird es in allen Bundesligen bereits nach dem vierten Spiel verpflichtend eine 15-minütige Pause geben, unter anderem um unabhängig vom Mannschaftsergebnis Sponsoren die Möglichkeit zur Präsentation zu geben.


Das alte und neue DTTB-Präsidium in der Übersicht

Präsident: Thomas Weikert (Limburg)
Vizepräsidenten
Leistungssport: Heike Ahlert (Schleswig), Finanzen: Michael Geiger (Haslach im Kinzigtal), Sportentwicklung: Arne Klindt (Hamburg), Jugendsport: Jürgen Ahlert (Schleswig)

Folgende weitere Präsidiumsmitglieder mussten nicht gewählt werden:
Ehrenpräsident: Hans Wilhelm Gäb (Hofheim)
Generalsekretär: Matthias Vatheuer (Oberursel)
Sportdirektor mit beratender Stimme: Dirk Schimmelpfennig (Hürth)

Ehrenmitglied des Präsidiums mit beratender Stimme: Hans Giesecke (Bremen)

 

(DTTB/DK)

Ähnliche Artikel
Werbung Google
Kommentar schreiben

* Pflichtfeld

Sicherheitsabfrage Bitte geben Sie die untenstehende Zeichenfolge im Feld darunter ein.

Shop-Partner
leguano - Der Barfußschuh
STIGA
Liebherr Allstar Day 2016
Jetzt anmelden!
XIOM
Bildergalerien...

Die Höhepunkte der Jugend-EM 2016 in Zagreb!

Transfermarkt

Ochsenhausen verstärkt sich mit Abwehrspieler Muramatsu 

Twitter
Jetzt Premium-Mitglied werden!
Aktuelle Tischtennis-Ranglisten

Ma Long ist die Nummer eins der Welt!

Tischtennis-Training

Jetzt online trainieren - mit den Trainingsvideos auf myTischtennis.de!

Anzeige

Copyright © 2016 myTischtennis GmbH. Alle Rechte vorbehalten.