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Neues Weltranglistensystem ab 2018: Die Kernpunkte

Im Januar 2018 wird eine neues Berechnungssystem für die Weltrangliste in Kraft treten (©Fabig)

11.01.2017 - Im Januar 2018 wird ein neues Berechnungssystem für die Weltrangliste in Kraft treten. Das hat das ITTF Exekutivkomitee bei seiner letzten Sitzung auf Vorschlag der ITTF Arbeitsgruppe Weltrangliste beschlossen. Getestet wird die neue Weltrangliste bereits in diesem Jahr, sie wird parallel zur bestehenden geführt werden, damit sich vor allem Spieler auf das neue System einstellen und ihre Turnierteilnahmen für das kommende Jahr besser planen sowie ein Feedback geben können.

Der größte Unterschied zum bisherigen System ist, dass Spieler bei Niederlagen keine Punkte mehr verlieren können. Das neue Berechnungssystem basiert lediglich auf den Abschlussplatzierungen bei Turnieren und nicht auf Siegen oder Niederlagen gegen einzelne Spieler unterschiedlicher Spielstärke. Es werden also nur noch Bonuspunkte vergeben, keine Ratingpunkte mehr. Die vergebenen Bonuspunkte für die meisten Events haben eine Gültigkeit von 12 Monaten, länger gültig sind die bei den Weltmeisterschaften (24 Monate) und Olympischen Spielen (48 Monate) gewonnenen Punkte. Diese beiden Veranstaltungen haben die höchste Wertigkeit: Für einen Sieg im Einzel bei den Olympischen Spielen oder den Weltmeisterschaften erhält ein Akteur 3.000 Punkte, der Zweitplatzierte darf sich über 2.700 Punkte freuen, der Drittplatzierte über 2.400 Punkte, der Viertplatzierte über 2.250 Punkte, die Viertelfinalisten über 2.100 Punkte (...). Das Ausscheiden in der ersten Runde bei diesen beiden Veranstaltungen wird immerhin noch mit 450 Punkten 'belohnt'. Für ein gewonnenes Einzel im Mannschaftswettbewerb bei den Olympischen Spielen erhalten Spieler 180 Punkte. 2.550 Punkte gibt es für den Turniersieg beim World Cup, 2.250 für den Turniersieg bei den Grand Finals, 2.100 für den Turniersieg bei einem der neu eingeführten Turniere der Platinum-Serie der World Tour, 1.200 für den Turniersieg bei kontinentalen Meisterschaften wie der EM. 

Gewertet werden in einem Kalenderjahr lediglich die acht besten Resultate bei Turnieren, einschließlich eines kontinentalen Events. Bei der kurzfristigen Absage eine Spielers fließt dieses Turnier als eines der acht Turniere in die Berechnung ein, gewertet wird es mit null Punkten. Wie bisher wird es Weltranglisten für die Alterklassen U21, U18 und U15 geben, für die nur die Ergebnisse in den jeweiligen Konkurrenzen berücksichtigt werden. Falls ein Spieler sechs Monate aufgrund einer Verletzung oder gesundheitlicher Probleme inaktiv war, kann sich der Nationalverband für eine spezielle Setzung des Akteurs starkmachen. Das gleiche Recht haben die Verbände, wenn (Jugend-) Spieler in ihren Altersklassen nicht regelmäßig teilgenommen haben. Änderungen am Berechnungssystem der Doppel-Weltrangliste wird es im Übrigen nicht geben, doch auch hier werden nur die besten acht Ergebnisse mit in die Kalkulation einfließen. Auch hier wird eine Kontinentalveranstaltung zum Tragen kommen und kurzfristige Absagen werden wie bei der Einzel-Weltrangliste als Turnier mit null Punkten gewertet.

Der ITTF-Präsident und Vorsitzende der Arbeitsgruppe Weltrangliste, Thomas Weikert, im Magazin "tischtennis" zu den Beweggründen für eine neue Weltrangliste : "Die Rangliste soll einfacher werden, durchschaubarer. Für die Spieler soll es attraktiver werden, an Turnieren teilzunehmen." Die Rangliste starte ab 1. Januar 2018 und ab 1. Januar 2017 werde parallel die neue Rangliste inoffiziell geführt, "so dass jeder Spieler ein Jahr vorher weiß, wo er steht, wenn die Rangliste umgestellt wird", so Weikert weiter. 

(DK)

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