Team-WM Dortmund: Herren gegen Portugal, Damen gegen Japan
Jörg Roßkopf (Mitte) stellte sich den Fragen der Journalisten (@Bender)
Eine Auslosung bei Fußball-Großereignissen mag vielleicht etwas spektakulärer angelegt sein. Aber auch im Tischtennis wird die Verteilung der WM-Teilnehmer auf die einzelnen Gruppen nicht zwischen Tür und Angel erledigt. Unter den wachsamen Augen vom DTTB, von der ITTF und den beiden Bundestrainern Jie Schöpp und Jörg Roßkopf griffen die 'Glücksfeen' Annegret Richter (zweifache Olympiasiegerin im Sprint) und Norbert Dickel (Ex-Fußballprofi und BVB-Urgestein) in den dafür vorgesehenen Pokal und bestimmten so unter anderem auch die deutschen Gruppengegner.
Die deutschen Damen wurden zusammen mit Polen, Spanien, Serbien und Frankreich in die japanische Gruppe gelost. Das Herrenteam bekommt es mit Singapur, Portugal, Tschechien, Spanien und Serbien zu tun. "Die chinesische Gruppe hätte ich nicht haben wollen", lautete Timo Bolls Reaktion auf die Auslosung. "Beschweren können wir uns nicht, es wird aber auch nicht einfach. Bei der EM haben wir gesehen, wie gefährlich uns Portugal werden kann. Für Singapur spielen mehrere gute Leute, die wir noch nicht so gut kennen." Sein Coach Jörg Roßkopf hofft währenddessen, dass Boll schnell wieder richtig ins Training einsteigen kann: "Denn das Team steht und fällt mit seiner Nummer eins. Ich hoffe, dass wir Gruppenerster werden können, aber im Sport kann viel passieren. Es gibt immer auch Überraschungsmannschaften. Hoffentlich werden wir am Ende die große Überraschung sein."
DTTB-Sportdirektor Dirk Schimmelpfennig zeigte sich auch mit der Damen-Auslosung durchaus zufrieden: "Die Auslosung hat eine an den ersten vier Positionen sehr ausgeglichene Gruppe ergeben, wobei Japan als Favorit angesehen werden muss. Aber wir haben auch in der Vergangenheit schon immer ganz gute Spiele gegen Japan gemacht." Jie Schöpp gab zu, dass sie sich als frisch gebackene Bundestrainerin erst noch genauer über die Gegner informieren muss. Über den schärfsten Konkurrenten hatte sie allerdings schon jetzt eine Meinung: "Japan ist natürlich favorisiert. Aber an einem guten Tag haben wir mit der Unterstützung des Publikums Chancen. Zumindest glauben wir daran." Als erstes Zwischenziel ist somit der zweite Gruppenplatz angepeilt.
Auch Nationalspielerin Irene Ivancan war mit der Auslosung zufrieden: "Wir hätten es durchaus schlimmer treffen können. Wenn wir eine Chance auf die ersten drei Plätze haben wollen, müssen wir in jedem Spiel hundert Prozent geben. Wir dürfen keinen Gegner unterschätzen." Japan als Gruppenkopf ist ihr durchaus willkommen, sie warnt insbesondere auch vor den Spanierinnen, die mit Shen Yanfei und Zhu Fang zwei starke Exil-Chinesinnen in ihren Reihen haben.
Damen
Gruppe A
1. China
2. Rumänien
3. Ungarn
4. Weißrussland
5. Ukraine
6. USA
Gruppe B
1. Singapur
2. Niederlande
3. Taiwan
4. Türkei
5. Nordkorea
6. Schweden
Gruppe C
1. Japan
2. Deutschland
3. Polen
4. Spanien
5. Serbien
6. Frankreich
Gruppe D
1. Hong Kong
2. Korea
3. Russland
4. Tschechien
5. Österreich
6. Kroatien
Spielreihenfolge
Deutschland - Frankreich
Deutschland - Polen
Deutschland - Spanien
Deutschland - Japan
Deutschland - Serbien
Herren
Gruppe A
1. China
2. Hong Kong
3. Schweden
4. Griechenland
5. Nordkorea
6. Slowenien
Gruppe B
1. Deutschland
2. Portugal
3. Singapur
4. Tschechien
5. Spanien
6. Serbien
Gruppe C
1. Südkorea
2. Österreich
3. Frankreich
4. Taiwan
5. Dänemark
6. Ungarn
Gruppe D
1. Japan
2. Russland
3. Kroatien
4. Weißrussland
5. Polen
6. Slowakei
Spielreihenfolge
Deutschland - Tschechien
Deutschland - Spanien
Deutschland - Singapur
Deutschland - Portugal
Deutschland - Serbien
(JS)








