Bietigheim-Bissingen überwintert auf Abstiegsplatz

Müssen im neuen Jahr angreifen (TTC B.-B.)
Amateure - 20.12.2011

Nach einer klaren 1:9-Niederlage beim ESV weil am Rhein und einem 8:8-Unentschieden gegen den direkten Abstiegskonkurrenten TSV Wendlingen überwintert die erste Herrenmannschaft des TTC Bietigheim-Bissingen auf einem Abstiegsplatz in der Regionalliga Süd. Die Geschichte des Spiels in Weil ist schnell erzählt.

Einem überraschenden Doppelerfolg von David Steinle und Richard Breitschopf gegen das Spitzenduo der Gastgeber, Krisztian Molnar/Andrée Bryan Blas Arevalo, folgten vier knappe Niederlagen von Momcilo Bojic/Marlon Spieß (1:3 gegen Andras Turoczy/Maikel Sauer), Oliver Herbrik/Mario Dierolf (2:3 gegen Norbert Tofalvi/Vladislavs Agurianovs), David Steinle (2:3 gegen Arevalo) und Momcilo Bojic (2:3 gegen Molnar). Dadurch geriet der TTC schnell mit 1:4 in Rückstand und auf die Verliererstraße.



„Wenn wir einfach mal das notwendige Quäntchen Glück gehabt hätten, wäre ein Zwischenstand von 4:1 oder gar 5:0 für uns möglich gewesen. Aber alle knappen Spiele sind wieder verloren gegangen“, so ein enttäuschter TTC-Spitzenspieler Steinle. In der Folge mussten sich Spieß, Herbrik, Breitschopf und Dierolf ihren Kontrahenten Tofalvi, Turoczy, Agurianovs und Sauer geschlagen geben. Den Schlusspunkt setzte im Duell der beiden Spitzenspieler der Ungar Molnar durch einen 3:1-Sieg gegen Steinle.

Tags darauf ging es dann für das TTC-Sextett im Spiel gegen den TSV Wendlingen um die Chance, sich im Abstiegskampf wieder zurück ins Spiel zu bringen. Denn die Gäste lagen in der Tabelle mit zwei Punkten Vorsprung auf dem Relegationsplatz, während der TTC den ersten Abstiegsplatz belegte.

Bojic und Spieß gewannen glatt in vier Sätzen gegen Miroslav Taborsak/Christian Cavatoni, während Herbrik/Dierolf ihr Doppel gegen Peter Stritt und Marko Prce in fünf Sätzen für sich entschieden. Steinle baute die TTC-Führung durch ein glattes 3:0 gegen Miroslav Taborsak schnell auf 3:1 aus.

Im Anschluss hatte Bojic beim Zwischenstand von 2:2 in den Sätzen und 9:5 im Entscheidungssatz gegen Markus Schlichter die große Chance auf 4:1 zu erhöhen, doch der Wendlinger Spitzenspieler drehte die Partie und brachte sein Team auf 2:3 heran. Nach zwei Punkteteilungen im mittleren und hinteren Paarkreuz, durch zwei klare Siege von Spieß (3:1 gegen Prce) und Dierolf (3:0 gegen Stritt), bei zwei klaren Niederlagen von Herbrik (0:3 gegen Zapf) und Breitschopf (0:3 gegen Cavatoni), ging der TTC mit einer 5:4-Halbzeitführung in den zweiten Einzeldurchgang.

Diese Führung hatte auch nach den Spielen im vorderen Paarkreuz und mittleren Paarkreuz Bestand. Bojic und Herbrik siegten gegen Taborsak und Prce, während Steinle und Spieß ihren Kontrahenten Schlichter und Zapf unterlagen. Dabei schmerzte vor allem die Niederlage von Spieß gegen Zapf. Der TTC-Youngster drehte einen 0:2-Satzrückstand in eine 9:6-Führung im Entscheidungssatz, ehe er das Spiel noch aus den Händen gab. So kam es beim Stand von 7:6 auf das hintere Paarkreuz des TTC an. Doch weder Breitschopf (1:3 gegen Stritt) noch Dierolf (2:3 gegen Cavatoni) konnten das Spiel für sich entscheiden, und so gingen die Gäste erstmals in Führung.

Nun drohte den Bietigheimern sogar eine Niederlage, doch  Bojic und Spieß konnten unter dem Jubel der zahlreichen Zuschauer in der Untermberger Sporthalle ihr Schlussdoppel gegen Schlichter/Zapf mit 11:9 im Entscheidungssatz gewinnen und so wenigstens das 8:8-Unentschieden für ihren TTC retten.

„Das wäre ja wirklich super unverdient gewesen, wenn wir ganz ohne Punkt geblieben werden. Selbst das Unentschieden ist eigentlich noch zu wenig“, bilanzierte Coach Bojic. „Ich muss den Jungs wirklich Respekt zollen. Sie haben alles gegeben und immer gekämpft. Die Leistungen waren in nahezu allen Spielen gut bis sehr gut“, resümierte TTC-Vorstand Matthias Grünenwald das Spiel und die Vorrunde seines Teams. „Wir wussten alle schon vor der Saison, dass es eine schwere Mission werden würde. Trotz allem glaube ich nach wie vor an den Klassenerhalt.“

Zur Rückrunde wird Youngster Spieß ins vordere Paarkreuz aufrücken, während Bojic dafür ins mittlere zurückgehen wird. „Marlon hat sich das verdient und ich bin ehrlich gesagt froh, wenn ich nicht mehr im Spitzenpaarkreuz spielen muss“, so Bojic zu der Umstellung. „Wir werden nicht aufgeben und in der Rückrunde nochmals alles in die Waagschale werfen um den Klassenerhalt zu schaffen.“

(Quelle: TTC Bietigheim-Bissingen)

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